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42-mal pro Jahr mit der Eisenbahn

Schweizer sind Europameister beim Bahnfahren

litra. Wie aus der neusten UIC-Statistik hervorgeht, ist im Jahr 2005 jeder Einwohner der Schweiz im Durchschnitt 42-mal mit der Eisenbahn gefahren. 2004 waren es 37 Fahrten im Jahr. In keinem anderen europäischen Land wird so häufig Eisenbahn gefahren. Dieser europäische Spitzenrang ist auf die attraktiven Fahrplan-Angebote der öffentlichen Transportunternehmungen sowie die modernen und komfortablen Fahrzeuge und Anlagen zurückzuführen. Weltweit gesehen liegt nur Japan mit 68 Fahrten pro Einwohner und Jahr vor der Schweiz. Bezogen auf die zurückgelegte Distanz pro Einwohner und Jahr liegt die Schweiz mit 1929 Kilometern knapp vor Japan mit 1926 Kilometern.

In der Eisenbahnstatistik 2005 (Synthese) des Internationalen Eisenbahnverbands (UIC) folgt der Schweiz mit deutlichem Abstand Dänemark und Luxemburg mit 28 Fahrten je Einwohner und Jahr, gefolgt von Österreich (24), Deutschland (22) und den Niederlanden mit 20 Fahrten pro Einwohner und Jahr. Innerhalb von Europa befinden sich Serbien und Montenegro, Moldau, die Türkei, Griechenland, Albanien und Mazedonien mit einer einzigen Fahrt sowie Bosnien und Herzegowina mit weniger als einer Fahrt pro Einwohner und Jahr am Schluss der Rangliste.

Bezüglich der zurückgelegten Kilometer pro Einwohner und Jahr führt die Schweiz sogar weltweit mit 1929 Kilometern die Rangliste an. 2004 waren es 1739 Kilometer. Weiter folgen Belarus/Weissrussland (1385 km), Frankreich (1290 km), Russland (1149 km), Ukraine (1118 km), Österreich (1047 km) und Dänemark (1011 km), während Albanien lediglich 23 Kilometer pro Einwohner und Jahr aufweist. Japan kommt auf 1926 Kilometer.

Bei der Berechnung der Fahrten und der Personenkilometer sind nur jene Bahnen berücksichtigt, die beim Internationalen Eisenbahnverband (UIC) Mitglied sind. Das sind in allen Ländern in der Regel die nationalen oder staatlichen Eisenbahngesellschaften. In der Schweiz gehören neben den Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) auch die BLS Lötschbergbahn, BLS Cargo sowie Cisalpino AG zu den UIC-Mitgliedern. Alle übrigen Bahnen der Schweiz (Privatbahnen, Trambahnen und Seilbahnen) sind somit in der UIC-Statistik nicht berücksichtigt. Im Vergleich zum Vorjahr (2004) war in der Schweiz eine höhere Zahl von Fahrten je Einwohner und Jahr (42 statt 37) und eine höhere Zahl von zurückgelegten Kilometern pro Einwohner und Jahr (1929 statt 1739 km) festzustellen – die Auswirkungen der mit Bahn 2000 verwirklichten Angebotsverbesserungen sind also nicht zu übersehen. Zum ausgezeichneten Ergebnis der Schweiz tragen natürlich nicht zuletzt auch jene ausländischen Touristen bei, welche unser Land per Bahn bereisen.

Die hohe Qualität und Attraktivität des öffentlichen Verkehrs in der Schweiz gilt es im Interesse aller Verkehrsteilnehmer, insbesondere auch der Autofahrer (Entlastung der Strassen, weniger Staus) und der Umwelt (weniger Luftverschmutzung) sowie zur Sicherung und Förderung der gesamten Mobilität unserer Gesellschaft zu erhalten. Die hohe Qualität und Leistungsfähigkeit des öffentlichen Verkehrs in der Schweiz basiert zum grössten Teil darauf, dass die Bahnunternehmungen in der Schweiz integriert geführt werden. Das heisst, die Bereiche Infrastruktur und Betrieb sind rechtlich nicht voneinander getrennt, sondern lediglich organisatorisch; sie unterstehen einer einzigen Unternehmungsleitung. Wie Beispiele zeigen, führt die Aufteilung von Infrastruktur und Betrieb in rechtlich voneinander getrennte und eigenständige Gesellschaften zwangsläufig zu einer Schwächung der Bahnen. In der Folge steigen die Kosten, die Passagierzahlen stagnieren oder sinken und die Sicherheit nimmt ab.


Download

UIC-Statistik 2005 Diagramm Pkm je Einwohner.pdf (15.8 kB)

UIC-Statistik 2005 Diagramm Fahrten je Einwohner.pdf (15.6 kB)

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