DE | FR
Home Sitemap Kontakt drucken weiterempfehlen suchen
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
   

44 Mal pro Jahr mit der Eisenbahn

Schweizer sind Europameister und Weltmeister beim Bahnfahren

litra. (29.11.2007) Wie aus der neusten UIC-Statistik hervorgeht, ist 2006 jeder Einwohner der Schweiz im Durchschnitt 44 Mal mit der Eisenbahn gefahren. In keinem anderen europäischen Land wird so häufig Eisenbahn gefahren. Dieser europäische Spitzenrang ist auf die attraktiven Angebote (Taktfahrplan u.a.m.) der öffentlichen Transportunternehmungen sowie die modernen und komfortablen Fahrzeuge und Anlagen zurückzuführen. Weltweit gesehen liegt auch im vergangenen Jahr nur Japan mit 69 Fahrten pro Einwohner und Jahr vor der Schweiz. Bezogen auf die zurückgelegte Distanz pro Einwohner und Jahr liegt die Schweiz hingegen deutlich mit 2009 Kilometern vor Japan mit 1950 Kilometern. Sie hat damit ihre weltweite Spitzenstellung beibehalten.

In der Eisenbahnstatistik 2006 (Synthese) des Internationalen Eisenbahnverbands (UIC) folgt der Schweiz mit deutlichem Abstand Luxemburg mit 31 Fahrten je Einwohner und Jahr, gefolgt von Dänemark (29), Österreich (26), Deutschland (22) und den Niederlanden mit 20 Fahrten pro Einwohner und Jahr. Innerhalb von Europa befinden sich Serbien, Moldau und die Türkei mit einer einzigen Fahrt sowie Griechenland, Albanien, Bosnien und Herzegowina sowie Mazedonien mit weniger als einer Fahrt pro Einwohner und Jahr nach wie vor am Schluss der Rangliste.

Bezüglich der zurückgelegten Kilometer pro Einwohner und Jahr führt die Schweiz sogar weltweit mit 2009 Kilometern die Rangliste an. Japan liegt hier mit 1950 Kilometern auf Platz 2. Weiter folgen Frankreich (1282 km), Russland (1220 km), Ukraine (1137 km), Österreich (1069 km), Dänemark (1047 km), und Belarus/Weissrussland (1028 km), während Bosnien und Herzegowina lediglich 17 Kilometer pro Einwohner und Jahr aufweist.

Bei der Berechnung der Fahrten und der Personenkilometer sind nur jene Bahnen berücksichtigt, die beim Internationalen Eisenbahnverband (UIC) Mitglied sind. Das sind in allen Ländern in der Regel die nationalen oder staatlichen Eisenbahngesellschaften. In der Schweiz gehören neben den Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) auch die BLS Lötschbergbahn, BLS Cargo sowie Cisalpino AG zu den UIC-Mitgliedern. Alle übrigen Bahnen der Schweiz (Privatbahnen, Trambahnen und Seilbahnen) sind somit in der UIC-Statistik nicht berücksichtigt.

Im Vergleich zum Vorjahr (2005) war in der Schweiz eine höhere Zahl von Fahrten je Einwohner und Jahr (44 gegenüber 42) und eine deutlich höhere Zahl von zurückgelegten Kilometern pro Einwohner und Jahr (2009 statt 1929 km) festzustellen. Die positiven Auswirkungen der mit Bahn 2000 1. Etappe verwirklichten Angebotsverbesserungen sind offensichtlich. Zum ausgezeichneten Ergebnis der Schweiz tragen auch jene ausländischen Touristen bei, welche unser Land per Bahn bereisen.

Die hohe Qualität und Attraktivität des öffentlichen Verkehrs in der Schweiz gilt es im Interesse aller Verkehrsteilnehmer, insbesondere auch der Autofahrer (Entlastung der Strassen, weniger Staus) und der Umwelt (weniger Luftverschmutzung) sowie als Beitrag zur Sicherung und Förderung der gesamten Mobilität unserer Gesellschaft zu erhalten. Die nach wie vor hohe Qualität und Leistungsfähigkeit des öffentlichen Verkehrs in der Schweiz basiert zum einen Teil auf dem attraktiven Angebot (Taktfahrplan, Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit, moderne Fahrzeuge, usw.). Zum anderen Teil ist die Spitzenstellung des öffentlichen Verkehrs darauf zurück zu führen, dass die Bahnunternehmungen in der Schweiz integriert geführt werden. Das heisst, die Bereiche Infrastruktur und Betrieb sind rechtlich nicht voneinander getrennt, sondern lediglich organisatorisch; sie unterstehen einer einzigen Unternehmungsleitung, welche die Gesamtverantwortung für die angebotenen Leistungen inne hat. Wie die Verhältnisse im Vereinigten Königreich drastisch zeigen, führt die Aufteilung von Infrastruktur und Betrieb in rechtlich voneinander getrennte und eigenständige Gesellschaften zwangsläufig zu einer Schwächung der Bahnen. In der Folge steigen die Kosten, die Passagierzahlen stagnieren oder sinken und die Sicherheit nimmt ab.


Download

UIC-Statistik 2006: Diagramme Personenfahrten und Persoenkilometer je Einwohner

UIC_Statistik_2006_d.pdf (21.4 kB)

 

News abonnieren  

personalisieren Sie sich Ihre LITRA-News 

LITRA-Verkehrszahlen  

Direkt zur neuesten Ausgabe  

Die Gelbe Serie  

Tag für Tag zu mehr Effizienz und Qualität im öV 

Geschäftsbericht 2010/2011  

Die Fakten des Vereinsjahrs 2010/2011 
 
 
   
© 1998 - 2012 LITRA | 3000 Bern 7 | webmaster@litra.ch | Impressum | Disclaimer
realized by foresite GmbH