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Bahnreiche und bahnarme Kantone

Der Kanton Bern an der Spitze


litra. Rufbusse, Buxi, Allo?Bus, PubliCar, Flexi-Boat und CasaCar – mit all diesen verschiedenen Bezeichnungen wird in der Schweiz jenes System benannt, das die Vorteile des öffentlichen Verkehrs mit dem bedarfsgerechten Einsatz der Fahrzeuge kombiniert. Innerhalb der letzten zwölf Jahre ist ein markanter Zuwachs dieser Angebote festzustellen: Waren es Mitte 1993 noch rund 30 Rufbus-Angebote, so können heute genau 252 Angebote auf Buslinien, Seilbahnen, Schiffen und Fähren auf (telefonischen) Abruf benützt werden. Das Angebot hat sich also mehr als verachtfacht. Allein seit dem Fahrplanwechsel vom 12. Dezember 2004 sind 17 neue Bus- und 3 neue Seilbahnangebote hinzugekommen.

Mit insgesamt 938,8 Kilometern Bahnen (SBB, übrigen Bahnen, Zahnradbahnen, Trambahnen und Standseilbahnen) kann der Kanton Bern aufwarten, gefolgt vom Kanton Zürich mit 586,4 Kilometern. Auch bei den Zahnrad- und Standseilbahnen belegt der Kanton Bern den Spitzenplatz, während der Kanton Zürich am meisten Trambahnen, nämlich 68,5 Kilometer, auf seinem Territorium verbuchen kann.

Berechnet man, wieviel Einwohner auf einen von den Normalspur-, Schmalspur- und Zahnradbahnen bedienten Verkehrspunkt (Bahnhöfe, Stationen und Haltestellen) entfallen, so ergibt sich im Kanton Appenzell Innerrhoden mit 1470 Einwohnern je Verkehrspunkt die grösste Dichte, gefolgt vom Kanton Graubünden mit 1607 Einwohnern je Verkehrspunkt. Das Schlusslicht trägt hier der Kanton Genf, wo 22'521 Einwohner auf einen Verkehrspunkt entfallen. Dabei ist aber zu berücksichtigen, dass mangels genauer Statistik bei diesem Vergleich die Trambahnen, die Standseilbahnen, die Luftseilbahnen, die Schiffe und insbesondere die Autobusse nicht berücksichtigt wurden. Wenn somit zum Beispiel in Genf die Trambahnen berücksichtigt würden, sähe der Vergleich ganz anders aus.

Die amtliche Statistik ist in diesem Bereich generell arg im Rückstand. Die im April 2004 erschienene Publikation «Kantone und Städte der Schweiz, statistische Übersichten 2004» führt zum öffentlichen Verkehr lediglich Zahlen aus dem Jahr 1997 auf, während neuere Angaben fehlen. Nachdem das Netz des öffentlichen Verkehrs mit dem Abschluss der 1. Etappe der Bahn 2000 und weiteren Ausbauten laufend Ergänzungen erfährt, dürfte eine Aktualisierung der amtlichen Statistik am Platz sein, nicht zuletzt, um genauere Vergleiche anstellen zu können. Da aktuelle amtliche Statistiken auf dem Gebiet des öffentlichen Verkehrs weitgehend fehlen, beruht die Übersicht über bahnreiche und bahnarme Kantone auf der Publikation «Bahnprofil Schweiz 2005» von Hans G. Wägli. Dieser technische Reisebegleiter führt Distanzen, Gleisanlagen und Kunstbauten nach dem Stand Bahn 2000, 1. Etappe, in übersichtlicher und handlicher Form auf. Weitere Hinweise im Internet unter www.diplory.com


Download

Bahnnetz2004.pdf (21.9 kB)

 

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