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(Bern, 16.9.99). Innert weniger Jahre hat die Zahl der Tarif-Verbundgebiete in der Schweiz von sieben auf vierundzwanzig zugenommen und Verbund-Kombinationen (sog. Inter-Abonnemente) gibt es heute bereits deren zwölf. Solche Aufgaben und insbesondere die ebenso wichtigen Investitionen in das Verkehrswesen der Städte und Agglomerationen belasten indessen die Haushalte der öffentlichen Hand von Gemeinden und Kantonen immer mehr, sodass sich eine starke Mitfinanzierung durch den Bund gebieterisch aufdrängt. Dies geht aus dem soeben erschienenen Jahresbericht des Informationsdienstes für den öffentlichen Verkehr LITRA hervor, der wiederum die in der Schweiz einzige Verkehrschronik sowie weitere wissenswerte Informationen über das Verkehrswesen der Schweiz enthält.
Gemäss einer Studie benötigen Bahn 2000 und die NEAT während einer Zeitspanne von 10 Jahren rund 27 500 Beschäftigte pro Jahr. Jährlichen Investitionen von 2,1 Milliarden Franken stehen gemäss LITRA Einsparungen bei Arbeitslosenversicherung und Sozialwerken von jährlich 0,84 Milliarden Franken gegenüber. Hinzu kommen noch Produktivitätsfortschritte der gesamten Volkswirtschaft, die auch Mehreinnahmen bedeuten, was 0,63 Milliarden Franken ausmacht. Investitionen – auch in den öffentlichen Verkehr - verhelfen somit zu Einsparungen bei den Sozialwerken. Solche Zusammenhänge gilt es gemäss LITRA zu berücksichtigen, wenn die Politik in den kommenden Jahren ihr Augenmerk auf die dringend notwendige Neuregelung der Finanzierung des Stadt- und Agglomerationsverkehrs richten wird. Die Förderung des Stadt- und Agglomerationsverkehrs ist eine Verbundaufgabe von Bund und Kantonen. Aeusseres Zeichen sind die stark wachsenden Tarif-Verbundgebiete und die Zahl der Verbund-Kombinationen, welche seit 1987 von 7 auf 24 bzw. auf 12 zugenommen haben. Solche Aufgaben und insbesondere die ebenso wichtigen Investitionen in das Verkehrswesen der Städte und Agglomerationen belasten indessen die Haushalte der öffentlichen Hand von Gemeinden und Kantonen immer mehr, sodass sich eine starke Mitfinanzierung durch den Bund gebieterisch aufdrängt. Bund und Kantone haben sich beide in die Finanzierung dieses Teils unseres Verkehrswesens zu teilen.
Immerhin leben zwei Drittel der Bevölkerung und somit der Steuerzahler in den Städten und Agglomerationen und auch der Grossteil der Treibstoffzolleinnahmen wird in der Städten und Agglomerationen eingefahren, was eine starke Mitfinanzierung des Bundes zur Selbstverständlichkeit macht. Beim Strassenverkehr beteiligt sich der Bund auch bei der Finanzierung von Werken im übergeordneten Interesse, wie beispielsweise beim Bau von Hauptstrassen von nationaler Bedeutung oder bei den Alpenstrassen.
Vom Verpflichtungskredit von 7,4 Milliarden Franken (Preisbasis Mai 1993) für die 1. Etappe von Bahn 2000 sind aufgrund der neusten Zahlen per 30. Juni 1999 13 Prozent bereits in Betrieb. Projekte im Umfang von 3,945 Milliarden Franken (53 Prozent) stehen zurzeit in Ausführung. Für 9 Prozent oder 0,698 Milliarden Franken läuft das Plangenehmigungsverfahren. Für 25 Prozent des Projektes gibt es Studien und Vorprojekte. Gesamthaft sind im Rahmen von Bahn 2000 1. Etappe bis Mitte des laufenden Jahres 2,37 Milliarden aus dem speziellen Verpflichtungskredit investiert worden. Das ist ein Zuwachs von 44 Prozent gegenüber dem Stand vor einem Jahr mit 1,649 Milliarden Franken. Die LITRA weist in ihrer informativen Publikation darauf hin, dass sich das Volk an insgesamt fünf Standorten in der Schweiz ein persönliches Bild über den Stand der Realisierungsarbeiten machen und sich davon überzeugen kann, dass das von ihm gesprochene Geld gut angelegt ist.
Heute schon vergeben die öffentlichen Transportunternehmungen pro Jahr für über 3 Milliarden Franken Aufträge an die einheimische Wirtschaft, was direkt und indirekt rund 100'000 Arbeitsplätze sichert. Über den Multiplikatoreffekt vergrössern sich die Investitionssummen um ein Mehrfaches. In diesem Sinne heben gemäss der LITRA-Publikation Investitionen in den öffentlichen Verkehr den Wohlstand des Landes und seiner Bevölkerung auf zwei Arten: Sie sichern die Grundversorgung mit Mobilität für alle Schichten und stärken das Land in wirtschaftlicher Hinsicht.
Der neuste LITRA-Jahresbericht enthält wiederum eine Fülle von illustrierten und zum Teil grafisch gestalteten Informationen zum aktuellen verkehrspolitischen Geschehen. Wie in den vergangenen Jahren hat die LITRA die in der Schweiz einzige Verkehrschronik mit allen wichtigen verkehrspolitischen Ereignissen eines Jahres nachgeführt und auf den neusten Stand gebracht.
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