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01/12/11
Die Stiftung Historisches Erbe der SBB (SBB Historic) hat erstmals einen Förderpreis für wissenschaftliche Arbeiten auf dem Gebiet der Eisenbahngeschichte der Schweiz verliehen. Vier Arbeiten teilen sich den mit 10'000 Franken dotierten Preis.
Je 4’000 Franken erhalten Johann Boillat für eine Arbeit über die ehemalige Bahngesellschaft Jura Industriel sowie Jon Pult und Luca Geisseler für eine Gemeinschaftsarbeit über die Rhätische Bahn.
Mit einem Sonderpreis von je 1’000 Franken honoriert werden zudem die Dissertationen von André Kirchhofer und von Jonas Steinmann.
01/12/11
Im Hinblick auf den neuen Gotthard-Basistunnel plant die SBB in Erstfeld UR und Biasca TI Erhaltungs- und Interventionszentren (EIZ). Anderseits werden bei SBB-Cargo Arbeitsplätze abgebaut. Insgesamt werden in Erstfeld bis zu 60 Stellen gestrichen.
Ende 2016 werden die ersten Züge durch den Gotthard-Basistunnel rollen. Um den Tunnel warten und reparieren sowie bei Notfällen rasch intervenieren zu können, werden in Erstfeld und Biasca Erhaltungs- und Interventionszentren (EIZ) gebaut. Anfang 2012 wird das Plangenehmigungsverfahren für die beiden Zentren beim Bundesamt für Verkehr (BAV) eingereicht. Anfang 2014 könnte mit den Bauten begonnen werden. Die Bauzeit wird rund zwei Jahre betragen.
Das zweistöckige Unterhaltsgebäude in Erstfeld umfasst Büroarbeitsplätze, Schulungs- und Aufenthaltsräume sowie eine grosse Werkstatthalle. Die Gesamtkosten für den Bau belaufen sich auf rund 60 Millionen Franken.
02/12/11
Der Erweiterungsbau des Depots Oerlikon ist nach rund anderthalb Jahren fertiggestellt. Nun gibt es dort auch Platz für zusätzliche Fahrzeuge der Glattalbahn.
Der Erweiterungsbau umfasst vier neue Gleise. Unterhalb der Tram-Abstellhalle wurde eine Parkgarage mit 46 Plätzen erstellt. Das Tramdepot Oerlikon war 1898 in Betrieb genommen worden. 1933 wurde es abgerissen und durch einen grösseren Neubau ersetzt. Der Bau des Architekten und damaligen Stadtbaumeisters Hermann Herter ist ein wichtiger Zeuge der Zürcher Stadtbaugeschichte.
05/12/11
Das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) hat die seit Herbst 2009 geltenden Einschränkungen für Nachtanflüge auf den Flugplatz Lugano aufgehoben. Mit der Inbetriebnahme von zusätzlichen optischen Hilfen für den Flugbetrieb sind die Übergangsmassnahmen nicht mehr notwendig.
Um einen optimalen Flugbetrieb zu gewährleisten und die Sicherheit zu verstärken, hat der Flugplatz Lugano ein Optimierungsprojekt umgesetzt. Dieses beinhaltet die Beleuchtung von Geländehindernissen sowie die Installation einer Leit- und Anflugbefeuerung auf die Nordpiste.
Damit sind die Voraussetzungen erfüllt, um die Übergangsregelung aufzuheben, die im Interesse der Sicherheit im Oktober 2009 verfügt worden war.
05/12/11
Der Pariser Bürgermeister Bertrand Delanoë hat ein Leihsystem für Elektroautos Autolib' in grossem Umfang in der französischen Hauptstadt gestartet. Autolib' hatte Ende September zunächst mit 66 Fahrzeugen auf Versuchsbasis begonnen. Nun stehen insgesamt 250 "Bluecars" an 250 Stationen in Paris und den Vorstädten bereit. Das Netz soll schrittweise ausgebaut werden, ab Mai sollen 3’000 Elektroflitzer an 1’200 Stationen verfügbar sein.
Das Autolib'-System funktioniert ähnlich wie der Fahrrad-Verleih Velib', den Paris 2007 mit grossem Erfolg einführte. Es gibt die Möglichkeit, sich für einen Tag, eine Woche oder gleich ein Jahr als Abonnent zu registrieren. Dann kann das Auto mit einer Art Kundenkarte jederzeit von der Station abgeholt werden, die wie ein Plastikei aussieht.
Je länger der Fahrer damit unterwegs ist, desto teurer wird die Leihgebühr. 250 Kilometer kann der "Bluecar" am Stück gefahren werden, bevor er wieder an die Steckdose muss. Praktisch für den Ausleiher ist, dass das Elektrofahrzeug nicht an der Station zurückgegeben werden muss, an der es ausgeliehen wurde.
06/12/11
Mieterinnen und Mieter von SBB-Wohnungen profitieren automatisch von der Senkung des Referenzzinsatzes von 2,75 auf 2,5 Prozent. Die SBB setzt ihre Mietzinse freiwillig herab.
Der Referenzzinssatz war am 1. Dezember vom Bundesamt für Wohnungswesen auf 2,5 Prozent herabgesetzt worden. Die SBB gibt die daraus resultierende Mietzinssenkung auf den nächstmöglichen Termin gemäss Mietvertrag weiter.
07/12/11
Die Elektrifizierung und der Doppelspurausbau der Strecke der Deutschen Bahn (DB) durch den Schaffhauser Klettgau verzögern sich um voraussichtlich ein Jahr. Für die Baumassnahmen wurden gemäss der Deutschen Bahn zu wenig Angebote eingereicht. Für die Elektrifizierung des Streckenabschnitts Erzingen-Schaffhausen wurde nur ein einziges Angebot eingereicht und dieses überschreitet den bewilligten Kostenrahmen massiv. Auf die Ausschreibung der Bauüberwachung ging kein Angebot ein.
Ausserdem hat die DB die Ausschreibung für den Doppelspurausbau gestoppt, weil sie aus Gründen der Rechtssicherheit warten will, bis das Bundesamt für Verkehr in Bern eine rechtskräftige Baubewilligung erteilt hat.
Die DB baut etappenweise die Strecke zwischen Basel und Schaffhausen auf Doppelspur aus und will von Dieselbetrieb auf Strom umstellen. Den Doppelspurausbau finanziert dabei die DB, die Elektrifizierung auf Schaffhauser Gebiet bezahlen der Kanton Schaffhausen und der Bund.
Die entsprechenden Ausbauten im Kanton sind Teil des Agglomerationsprogramms Schaffhausen, weil damit die Zugverbindungen durch den Klettgau verbessert werden können.
08/12/11
Die mittlerweile 20 Jahre alten Doppelstockpendelzüge (DPZ) der S- Bahn Zürich werden saniert und modernisiert. Ab Sommer 2012 sollen die ersten der renovierten Züge im Verkehr rollen. Ende 2017 sollen dann alle 115 DPZ umgebaut sein.
Am Donnerstag stellte die SBB in Olten den ersten der zwei renovierten Züge vor. Unter dem Projektnamen Lion - Lifting, Integration, Optimierung, Neugestaltung - investiert die SBB 600 Millionen Franken für die Waggon- und Lok-Erneuerung. Dazu gehört, dass die Waggons im SBB-Industriewerk Olten von Rost befreit und neu lackiert werden.
Die 20 Jahre alten Zweitklass-Zwischenwagen der Doppelstöcker werden durch solche mit Niederflureinstieg ersetzt. Insgesamt hat die SBB 113 neue Niederflur-Zwischenwagen bestellt. Die ersten davon verkehren bereits seit Mai 2011. Die 113 alten Waggons sollen künftig zu Entlastungszügen für die Hauptverkehrszeit zusammengestellt werden.
Zusätzlich werden im SBB Industriewerk Yverdon 115 Loks des Typs Re 450 saniert. Sie sollen danach weitere 20 Jahre die modernisierten Doppelstockzüge ziehen können.
09/12/11
Die Rhätische Bahn (RhB) hat per Anfang März nächsten Jahres einen neuen Finanzchef. Er heisst Martin Gredig und war vorher während zwölf Jahren Finanzchef des Bündner Stromkonzerns Repower.
09/12/11
Die neueste Mitarbeiterumfrage der Rhätischen Bahn (RhB) zeigt einen höheren Grad an Zufriedenheit als in den vergangenen Jahren. Schwachstellen zeigten sich bei der Zusammenarbeit über die Abteilungen hinweg und bei den jährlich stattfindenden Mitarbeitergesprächen.
Im Vergleich zu den Umfragen in den Jahren 2005, 2007 und 2009 sei das Zugehörigkeitsgefühl 2011 nochmals gestiegen, teilte die Bahn am Freitag mit. Mit einem Wert von 84 auf einer Skala von 100 manifestierten die Mitarbeitenden eine sehr hohe Identifikation mit ihrer Arbeitgeberin.
09/12/11
In Bulle FR ist die neue Freiburger S-Bahn eingeweiht worden. Für die Freiburger Bevölkerung bedeutet die neue S-Bahn vorerst vor allem eine Aufwertung der Bahn.
Eine der wichtigsten Linien des öffentlichen Verkehrs im Kanton Freiburg, jene zwischen Freiburg und Bulle, wird nämlich mit dem Fahrplanwechsel vom Sonntag vom Bus- auf den Zugsbetrieb umgestellt.
Die Bahnfahrt zwischen dem Kantonshauptort und dem aufstrebenden Hauptort des Greyerzbezirks wird zwar ein paar Minuten länger dauern als heute mit dem Bus. Doch versprechen die Freiburgischen Verkehrsbetriebe TPF, welche zusammen mit der SBB die S-Bahn betreiben, mehr Fahrplanstabilität in Spitzenzeiten. Auch wird Bulle ans nationale Fernverkehrsnetz angeschlossen.
Die neue Linie Bulle-Romont-Freiburg mit Halbstundentakt tagsüber stellt die erste Etappe der "RER Fribourg/Freiburg" dar, wie die S-Bahn offiziell heisst.
09/12/11
Das Tram Zürich-West ist offiziell eingeweiht worden. Die neue Linie ist die erste Streckenerweiterung im Netz der Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ) seit 25 Jahren. Die Inbetriebnahme des Trams und die Neugestaltung der Pfingstweidstrasse markieren nicht das Ende der Entwicklung in Zürich-West, sondern deren Anfang.
Die neue, 3,2 Kilometer lange Tramstrecke führt vom Escher-Wyss-Platz unter der Hardbrücke über die Pfingstweid- und Aargauerstrasse zum Vulkanplatz auf der Nordseite des Bahnhofs Zürich-Altstetten. Der ursprünglich geplante Kostenrahmen vom 300 Millionen Franken wird voraussichtlich um rund 70 Millionen Franken unterschritten.
11/12/11
Der Fahrplanwechsel bei der SBB in der Nacht auf Sonntag ist ohne irgendwelche Probleme erfolgt. Alles lief wie am Schnürchen.
Im Inland wird der Fahrplan auf mehreren Strecken verdichtet. Zwischen dem Flughafen Genf und Luzern fahren mehr Doppelstockzüge mit mehr Sitzplätzen. Zusätzliche Züge fahren unter anderem auch zwischen Brunnen SZ und Zürich, Neuenburg und Lausanne sowie Freiburg und Bulle FR. Manche regionalen Fahrpläne werden verdichtet.
Besser werden auch Verbindungen ins Ausland: Nach Paris kommt man dank einer französischen Neubaustrecke neu in vier Stunden ab Zürich, ab Basel in drei - und das im Zweistundentakt. Für zwei Verbindungen via Gotthard nach Mailand sieht der neue SBB-Fahrplan hingegen mehr Zeit vor, damit er besser eingehalten werden kann.
Entlastung und Fahrplan-Stabilisierung bringen auch zusätzliche ICN-Züge zwischen Zürich und Lugano, zum Teil bis Chiasso. Die Direktverbindung via Luzern nach Venedig fällt weg. Die Verbindung nach Venedig via Simplon bleibt bestehen.
12/12/11
Der Schienenfahrzeughersteller Stadler Rail liefert neun zusätzliche Regionalzüge des Typs Flirt für die S-Bahn von Helsinki. Die Besteller aus Finnland haben einen Auftrag aus dem Jahr 2006 von 32 auf 41 Züge erweitert.
Der Auftrag beläuft sich auf 54 Millionen Euro. Bestellerin ist die Rollmaterialgesellschaft Janakalusto Oy, an der die Stadt Helsinki, drei weitere Städte aus der Agglomeration und die Finnischen Staatsbahnen beteiligt sind.
13/12/11
Die Stimmberechtigten von Biel und Nidau können im Frühling 2013 entscheiden, ob sie das Regiotram Biel/Bienne wollen.
Die neue Tramlinie dürfte nach neusten Schätzungen etwa 235 Millionen Franken kosten. Der Kanton übernähme voraussichtlich 60 Prozent der Kosten, der Bund den Rest. Gemeinden und Dritte müssten nochmals 76 Millionen Franken aufbringen für die Erneuerung von Werkleitungen, die Umgestaltung des Strassenraums und die Sanierung von Brücken.
Die Bieler und Nidauer werden 2013 zunächst über Beiträge an die weiteren Planungskosten entscheiden. Stimmen sie zu, gibt es anschliessend eine öffentliche Mitwirkung. Im besten Fall kann das Regiotram 2020 den Betrieb aufnehmen.
13/12/11
Fernando Lehner wird neuer Konzernchef der Matterhorn Gotthard Bahn und der BVZ-Holding.Er tritt die Stelle am 1. September 2012 an. Lehner ist bereits Mitglied der Geschäftsleitung der Bahn und folgt auf Hans-Rudolf Mooser.
14/12/11
Die Leser der "Handelszeitung" haben Stadler-Rail-Chef Peter Spuhler zum Unternehmer des Jahres gewählt. Spuhler hatte den Titel bereits vor drei Jahren errungen. Auf Platz zwei landete Nationalbank-Präsident Philipp Hildebrand, dritter wurde Nick Hayek von Swatch.
15/12/11
Der historische Raddampfer "DS Neuchâtel" soll nach mehreren Jahrzehnten Pause wieder in See stechen: Die Neuenburger Regierung will dem Verein Trivapor 400'000 Franken für die Restauration des Dampfschiffs zur Verfügung stellen.
Die finanzielle Unterstützung aus Neuenburg ist jedoch an die Bedingung geknüpft, dass sich auch die Kantone Bern und Freiburg an der Finanzierung beteiligen.
Das Geld soll nur für die Restauration verwendet werden. Trivapor will das Schiff rentabel führen - ohne öffentliche Gelder. Dies versicherte der Verein gegenüber der Regierung. Der Verein hat sich als Ziel gesetzt, das Schiff wieder auf den Juraseen verkehren zu lassen.
Das "DS Neuchâtel" wurde 1912 in Zürich von Escher-Wyss für rund 550 Personen erbaut. Ende der 1960er Jahre wurde der Dampfer stillgelegt und als Restaurant im Hafen Neuenburgs weitergeführt. 2007 gelang es schliesslich dem Verein Trivapor, das Schiff zu kaufen.
16/12/11
Das Ziel, dass ab dem Jahr 2018 nur noch 650'000 Lastwagen die Schweizer Alpen queren, kann nach Ansicht des Bundesrats nicht erreicht werden - weder mit den bereits getroffenen Massnahmen noch mit solchen, die im Rahmen der heute geltenden Abkommen und Gesetze getroffen werden können. Dies schreibt der Bundesrat in dem am Freitag veröffentlichten Verlagerungsbericht.
19/12/11
Die Eisenbahnunternehmen in der Schweiz haben gemäss betriebswirtschaftlicher Rechnung im Jahr 2010 einen Überschuss von rund 300 Millionen Franken erwirtschaftet. Der Kostendeckungsgrad lag bei 103,1 Prozent. Die volkswirtschaftliche Rechnung zeigt indes ein etwas anderes Bild.
In der Eisenbahnrechnung sind die SBB und die Privatbahnen eingeschlossen. Die betriebswirtschaftliche Rechnung, die sich auf die Buchhaltungsergebnisse der Bahnen stützt, zeigt für das Jahr 2010 einen Gesamtertrag (inklusive Subventionen) von 9,84 Milliarden Franken. Der Aufwand machte 9,54 Milliarden Franken aus.
Die volkswirtschaftliche Rechnung ermittelt die Kosten der Eisenbahn für die Gesellschaft. Die Subventionen durch die öffentliche Hand werden nicht als Ertrag gerechnet, und der Zinsaufwand für Defizite und Spezialfinanzierungen wie die NEAT werden zum Aufwand gezählt. Ohne Subventionen betragen die Einnahmen 6,62 Milliarden Franken, während der Aufwand 16,75 Milliarden Franken ausmacht. Der Eigenwirtschaftlichkeitsgrad sinkt dann auf 39,5 Prozent. Auch diese Zahlen bewegen sich etwa im Rahmen der Vorjahre. Der Eigenwirtschaftlichkeitsgrad, der zeigt, in welchem Mass die Kosten durch die Erträge der Benutzer gedeckt werden, schwankt seit 1996 um 40 Prozent.
19/12/11
Die schweizerische Strassenrechnung 2009 weist Einnahmen von 8,4 Milliarden Franken und zurechenbare Ausgaben von 7,1 Milliarden Franken aus. Das ergibt einen Überschuss von 1,3 Milliarden Franken. 2008 waren die Einnahmen gleich hoch, die Kosten lagen bei 7,2 Milliarden Franken. Die zurechenbaren Ausgaben für die Infrastruktur des Strassenverkehrs wurden 2008 wie auch 2009 von den Strassenbenutzerinnen und -benutzern zu 118 Prozent gedeckt.
Die Strassenrechnung gibt Auskunft über die Einnahmen und Ausgaben der öffentlichen Hand im Zusammenhang mit dem motorisierten privaten Strassenverkehr. Nicht darin berücksichtigt sind die externen Kosten (für Sicherheit, Umwelt) im Umfang von fast 9 Milliarden Franken pro Jahr.
19/12/11
Bis zum Jahr 2023 soll in der Agglomeration Lugano eine neue Tramlinie eingerichtet werden. Nach Abschluss des Vorprojektes haben der Kanton Tessin und die beteiligten Gemeinden neue Details des umfassenden Verkehrsprojektes präsentiert.
Die Baukosten werden auf rund 271 Millionen Franken geschätzt. Rund ein Drittel davon soll der Bund übernehmen. Die verbleibenden Kosten teilen sich Kanton und Gemeinden.
Mit der Tramlinie sollen die chronischen Verkehrsprobleme im Raum Lugano gelöst werden. Geplant ist, in mehreren Etappen ein Schienennetz in H-Form durch die Agglomeration zu legen. Im ersten Schritt werden Manno und Bioggo an das Stadtzentrum Lugano angeschlossen.
Das erste elektrische Tram war am 1. Juni 1896 durch Lugano gefahren. In den 1950er Jahren liess die Stadtverwaltung das auf gut sieben Kilometer gewachsene Schienennetz Stück für Stück abbauen, um mehr Platz für Autos zu schaffen. Zuletzt schloss am 16. Dezember 1959 die Strecke entlang der Uferpromenade.
21/12/11
Beim Bau des Ceneri-Basistunnels der NEAT-Gotthardachse hat beim Nordvortrieb in Vigana TI die letzte Sprengung stattgefunden.
670 Meter des 15,4 Kilometer langen Tunnels wurden von Vigana her im Sprengvortrieb ausgebrochen. Die Ausbrucharbeiten am Nordportal wurden im Juli 2009 gestartet.
Am Südportal des Tunnels der Neuen Eisenbahn-Alpentransversale (NEAT) in Vezia bei Lugano sind die Ausbrucharbeiten ebenfalls abgeschlossen. Ab kommendem Jahr werden die Ausbrucharbeiten nur noch ab dem Zwischenangriff in Sigirino ausgeführt.
Anfang 2012 werden die Innenausbauarbeiten, unter anderem die Betonarbeiten für das Innengewölbe, in Angriff genommen. Das Ende der Vortriebsarbeiten ist für 2016 vorgesehen. Danach erfolgt der Einbau der Bahntechnik. Die kommerzielle Inbetriebnahme des Ceneri-Basistunnels ist für Dezember 2019 geplant.
23/12/11
Die Matterhorn Gotthard Bahn (MGB) erneuert und ergänzt ihr Rollmaterial mit einer Neubeschaffung von 106 Millionen Franken. In Auftrag gegeben wurde die Bestellung beim Schienenfahrzeughersteller Stadler Rail.
Das neu bestellte Rollmaterial setzt sich unter anderem aus einem vierteiligen sowie sechs dreiteiligen Panorama-Gelenktriebzügen, vier Gelenksteuerwagen sowie elf Niederflur-Zwischenwagen zusammen, wie die MGB weiter bekannt gab. Der Auftrag sei an die Stadler Rail Group vergeben worden, da diese das günstigste Angebot gemacht hatte. Die MGB ist Teil der Unternehmensgruppe BVZ Holding, zu der auch der Glacier-Express und die Gornergrat Bahn gehören.
28/12/11
Der Zughersteller Bombardier wird 130 neue Zugwaggons für die britische Bahngesellschaft Southern produzieren. Das Unternehmen gab den von der britischen Regierung subventionierten Auftrag in Höhe von 189 Millionen Pfund (rund 276 Millionen Franken) bekannt.
Im Juli hatte Bombardier angekündigt, wegen schlechter Auftragslage 1'400 Arbeitsplätze in Grossbritannien abzubauen. Da der Grossauftrag eines britischen Bahnbetreibers an Siemens gegangen war, sollten im Bombardier-Werk im britischen Derby 446 Festangestellte und 983 Temporärarbeiter entlassen werden.
29/12/11
Sie gilt vielen als Königin der Bergbahnen: 2012 kann die Jungfraubahn ihren hundertsten Geburtstag feiern. Was einst mit ein paar kühnen Federstrichen eines Zürcher Industriellen begann, wurde zu einem Pionierwerk, von dessen Strahlkraft auch heutige Generationen noch profitieren.
1896 erfolgte der Spatenstich. Von da an pickelte, schaufelte und sprengte sich ein Heer vorwiegend italienischer Gastarbeiter durch die Bergflanken hoch. Unter schwersten Bedingungen schufteten die Männer im Berginnern. Gehaust wurde in kargen Arbeiterbaracken am Eigergletscher auf über 2’000 Metern über Meer - auch im Winter.
1898 wurde die erste Etappe bis zum Eigergletscher eröffnet. 1903 folgte die Station Eigerwand, 1905 die Station Eismeer und im Februar 1912 wurden schliesslich mit viel Dynamit die letzten Felsen auf dem 3’454 Meter hohen Jungfraujoch durchschlagen.
Heute zählt die Jungfraubahn-Gruppe zu den grössten Bergbahnunternehmen des Landes. Jährlich transportiert die Bahn über 650'000 Personen auf das Jungfraujoch.
Das Jubiläumsjahr begeht die Bahn im kommenden Jahr mit verschiedenen Aktivitäten. Den Auftakt macht Lichtkünstler Gerry Hofstetter, der in der ersten Januarwoche die Jungfrau beleuchten wird - sofern das Wetter mitmacht.
30/12/11
Swiss International Airlines hat im Jahr 2011 mehr Passagiere befördert als jemals zuvor. In dieser Woche wurde der 15-millionste Passagier an Bord begrüsst.
Der letztjährige Höchstwert von knapp 14,2 Millionen Passagieren wurde damit deutlich überschritten. Mehr Fluggäste habe eine Schweizer Airline noch nie befördert. Swiss führt nach eigenen Angaben täglich über 400 Flüge durch und fliegt mit 89 Flugzeugen 72 Destinationen in 38 Ländern an.
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