|
(Bern, 22.8.01). Der Beschluss des Bundesrates, in einem Gegenvorschlag zur Avanti-Initiative auch den Stadt- und Agglomerationsverkehr einzubauen, wird vom Informationsdienst für den öffentlichen Verkehr LITRA mit Genugtuung und Skepsis betrachtet. Die LITRA begrüsst grundsätzlich den Willen des Bundesrates, den Stadt- und Agglomerationsverkehr zu einer Bundesaufgabe zu machen. Angesichts der Tatsache, dass in unseren Städten und Agglomerationen rund 70 Prozent unserer Bevölkerung wohnen, ist die Mitfinanzierung dieses Verkehrsbereichs durch den Bund überfällig und gerechtfertigt. Es gibt im übrigen kein europäisches Land, wo der Zentralstaat sich nicht an der Finanzierung des Stadt- und Agglomerationsverkehrs beteiligt.
Die LITRA hat aber auch Skepsis, dass der Gegenvorschlag überladen wird. Sollte nämlich die Avanti-Initiative von Volk und Ständen angenommen werden, würde der Gegenvorschlag abgelehnt. Damit wären auch die berechtigten und ausgewiesenen Bedürfnisse des Stadt- und Agglomerationsverkehrs in Frage gestellt und die wachsenden Verkehrs- und Stauprobleme in unseren Städten und Agglomerationen nach wie vor ungelöst.
|