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Januar 2008

7.1.08
Das Langenthaler Textilunternehmen Lantal Textiles übernimmt rückwirkend auf Anfang Januar die Wollspinnerei Huttwil AG. Als Zulieferbetrieb ist die Wollspinnerei Huttwil AG der Lantal bereits heute eng verbunden. Die Besitzer des bisherigen Familienunternehmens Wollspinnerei Huttwil AG stellen mit dem Verkauf die Nachfolge sicher, wie es in einer Mitteilung der beiden Unternehmen heisst. Lantal bezeichnet den Schritt als Garantie für die kontinuierliche Zulieferung mit hochwertigen Garnen. Die Wollspinnerei beschäftigt in Huttwil 45 Mitarbeitende; sie werden von Lantal übernommen, wie eine Unternehmenssprecherin auf Anfrage sagte. Neuer Geschäftsführer der Wollspinnerei wird Andreas Christen, bisheriger Projektleiter Technik der Lantal AG. Der bisherige Eigentümer und Geschäftsführer, Josef Schaller, bleibt als Verwaltungsratspräsident im Unternehmen. Lantal bezieht seit Jahrzehnten Wollgarne der Wollspinnerei Huttwil zur Herstellung von Teppichen zur Innenausstattung von Flugzeugen, Bussen, Bahnen und Schiffen.

8.1.08
Für den Ausbau des Verkehrsknotens am Bahnhof Dornach- Arlesheim hat die Baselbieter Regierung dem Landrat einen Bruttokredit von 20,45 Millionen Franken beantragt. Beiträge erwartet werden zudem unter anderem vom Bund und vom Kanton Solothurn. Das Gebiet beim SBB-Bahnhof von Dornach SO und Arlesheim BL soll als Drehscheibe für den öffentlichen Verkehr gestaltet und städtebaulich aufgewertet werden, wie die Regierung mitteilte. Basis ist ein Quartierplan, der vom Landrat im November und von der Solothurner Regierung im vergangenen Frühjahr genehmigt wurde. Geplant sind eine neue Endstation der Tramlinie 10 der Baselland Transport AG (BLT), ein Busterminal mit sechs Haltekanten und eine neue Personenunterführung zum gegenüberliegenden SBB-Perron. Der Knotenpunkt soll behindertengerecht gestaltet, und Komfort, Fahrgastlenkung sowie Information sollen verbessert werden.

8.1.08
Die Zürcher Flughafenbetreiberin Unique will verhindern, dass die Wohnbevölkerung in fluglärmbelasteten Gebieten weiter zunimmt. Sie hat deshalb einen Rekurs gegen die revidierte Bau- und Zonenordnung (BZO) der Stadt Kloten eingereicht. Im Rekurs wird verlangt, dass in allen Gebieten mit einer Fluglärmbelastung über dem Planungswert auf eine Erhöhung der Wohnnutzung verzichtet wird. Der Stadtrat Kloten hält die Forderung für ungerechtfertigt und bedauert, dass das Inkrafttreten der neuen BZO verzögert wird, wie er in einer Mitteilung schreibt. Unique zeigt Verständnis für die Suche Klotens nach geeigneten Entwicklungsmöglichkeiten. Der Rekurs sei aber aus grundsätzlichen Überlegungen unvermeidbar. Ohne die BZO-Revision könne in Kloten nirgends - mit Ausnahme von Egetswil, Gerlisberg und Buchhalden - zusätzlicher Wohnraum geschaffen werden, klagt der Stadtrat von Kloten in seinem Communiqué. Die Argumente gegen die Verdichtung des bestehenden Wohnraums seien für den Stadtrat «objektiv nicht nachvollziehbar».

8.1.08
Mit 4,27 Millionen Passagieren hat der EuroAirport Basel-Mülhausen (EAP) 2007 einen neuen Rekord eingeflogen. Auch für 2008 gehen die Verantwortlichen des binationalen Flughafens von einem Wachstum aus. Dieses dürfte sich allerdings verlangsamen. Die Zahl der Fluggäste nahm 2007 im Vergleich zum Vorjahr um 6,3 Prozent zu, wie es an der Jahresmedienkonferenz des EAP hiess. Für 2008 rechnet Flughafendirektor Jürg Rämi mit einem Plus von noch 5 Prozent. Allein die Fussball-Europameisterschaft EURO 2008 soll dem Flughafen Basel-Mülhausen 50'000 zusätzliche Passagiere bescheren. Die Flughafen-Verantwortlichen zeigten sich vor den Medien mit dem vergangenen Jahr zufrieden. Allerdings seien im vierten Quartal die Erwartungen nicht erfüllt worden, konstatierte Eduard Belser, Vizepräsident des EAP. Im November und Dezember wurden weniger Fluggäste registriert als in der Vorjahresperiode. EAP-Direktor Rämi führte diesen Rückgang zum einen auf eine Konsolidierung bei der Billig-Airline easyJet zurück, die einzelne ab Basel angeflogene Destinationen aus dem Angebot kippte. Auch die neue TGV-Verbindung Paris- Basel- Zürich wirkte sich negativ auf die Passagierzahlen aus. easyJet war mit einem Marktanteil von 42 Prozent auch 2007 die mit Abstand wichtigste Airline auf dem EAP. Die Zahl der auf dem EAP abgefertigten easyJet-Fluggäste nahm um 2 Prozent auf 1,805 Millionen zu. Die Air France, mit einem Marktanteil von 14 Prozent die Nummer 2, musste dagegen bei den Passagieren einen Rückgang um neun Prozent auf 579'000 verbuchen. Ein starkes Wachstum erzielte nach ihrem Comeback die Swiss. Sie verzeichnete mit 331'000 Passagieren ein Plus von 89 Prozent und kämpfte sich mit einem Marktanteil von 8 Prozent vom fünften auf den dritten Platz vor. Noch stärker als im Passagierverkehr war die Zunahme bei der Fracht. Dort wurde mit über 107'000 Tonnen ein Wachstum von 12 Prozent erzielt. Mit einem Ausbau der Infrastruktur wollen die Verantwortlichen des EAP das Frachtgeschäft ausbauen. Ziel ist, dass über den EAP bis 2020 die Hälfte des in der Region generierten Luftfrachtaufkommens abgewickelt wird.

9.1.08
Die Carrosserie HESS AG in Bellach erfüllt das Jahreskriterium «Verantwortungsvolles Unternehmertum» am besten. Das befand die Jury des Solothurner Unternehmerpreises und kürte das seit 1882 bestehende Unternehmen als diesjährige Preisträgerin. Einen Tag nach dem «Watt d’Or» des Bundesamtes für Energie durfte der Karrosseriebauer HESS mit dem Solothurner Unternehmerpreis 2008 eine zweite prestigeträchtige Auszeichnung entgegen nehmen. Die Entwicklung der Carrosserie HESS AG in Bellach SO (www.hess-ag.ch) begann 1882 mit einer Wagnerei und Schmitte als Reparaturwerkstätte für Pferdewagen und Ochsenkarren. Das Unternehmen hat sich über zwei Generationen der Gründerfamilie Hess und drei der heutigen Inhaberfamilie Naef zur bevorzugten Adresse für Busse des öffentlichen Verkehrs entwickelt. Zahlreiche Innovationen bilden die Grundlage, dass HESS heute zu den Technologieführern im Bau von Auto-, Trolley- und Flughafenbussen gilt, die auf allen Kontinenten anzutreffen sind. Die Laudatorin, Frau Landammann und Regierungsrätin Esther Gassler, wies besonders auf das verantwortungsvolle Verhalten der Inhaber über alle fünf Generationen hin. Sie verfolgten immer die Zukunft als eigenständiges Unternehmen als oberstes Ziel und investierten deshalb laufend in neue Werkstoffe und Verfahren sowie in die Aus- und Weiterbildung. Sich ändernde Kundenbedürfnisse und Marktbedingungen forderten das Unternehmen andauernd wieder erfolgreich heraus, sich an neue Technologien und Kundensegmente heranzuwagen. HESS ist es nicht nur gelungen, als einziger Schweizer Karosseriebauer für Busse zu überleben, sondern darüber hinaus den Exportanteil – auch über Lizenznehmer in Europa, Nordamerika, Australien und Neuseeland – stetig zu steigern. Die Bellacher Buslieferanten sind ebenfalls bezüglich Energieeffizienz an vorderster Front dabei. Das unterstreicht die Auszeichnung «Watt d’Or 2008» in der Kategorie «Energieeffiziente Mobilität», die am Vortag vom Bundesamt für Energie der Carrosserie HESS AG für ihre neuste Kreation, dem Hybridbus «LighTram 3», zugesprochen wurde.

10.1.08
Road Pricing soll im Kanton Zürich als Teil des Gesamtverkehrskonzeptes längerfristig ins Auge gefasst werden und nicht als vorgezogene Einzelmassnahme. Der Regierungsrat beantragt dem Kantonsrat, zwei Vorstösse für Pilotprojekte abzulehnen. Der Kantonsrat verlangte im Zusammenhang mit der Teilrevision des Richtplans, es sollten Verkehrselemente wie die mittelfristige Einführung von Road Pricing entwickelt werden. Und mit zwei Motionen fordern SP, Grüne und CVP/EVP die Durchführung eines Road Pricing-Pilotprojekts in Zürich. Schon länger offen für einen Versuch zeigt sich ferner die rot-grüne Stadtregierung. Road Pricing diene zwar dem Umweltschutz, sei für sich allein gesehen aber keine eigentliche Umweltmassnahme, hält der Regierungsrat in der Antwort auf die beiden Vorstösse fest. Die Kostenpflicht für das Befahren bestimmter Strassen als Einzelmassnahme einzuführen sei daher nicht sinnvoll. Dagegen hält die Regierung fest, dass als Massnahme gegen Staus Strassenkapazitäten in Zentren mit den bereits heute eingesetzten Verkehrsbeeinflussungs- und Verkehrssteuerungssystemen vorübergehend erhöht werden. Damit werde der zeitliche Druck für einen Ausbau von Strassen gemildert. In einer Mitteilung versichert der Regierungsrat ferner, die «Vertiefungsarbeiten» zum Road Pricing würden «im Rahmen einer umfassenden Gesamtbetrachtung und in Zusammenarbeit mit den zuständigen Bundesämtern weiter vorangetrieben». Anders als die Zürcher Regierung zeigte sich im Dezember der Bundesrat: Er sprach sich dafür aus, Versuche für Road Pricing zuzulassen. Dazu braucht er aber noch die Zustimmung des Parlaments und eventuell des Volkes, falls ein Referendum ergriffen würde. Der Bundesrat erachtet das im Ausland teils eingeführte Road Pricing als geeignete Lösung um Staus zu verhindern. Sollten Versuche positiv verlaufen, sieht der Bund ein definitives Gesetz vor. Bern, Zürich, Basel und Genf zeigten sich bisher zur Teilnahme am Versuch bereit. Fertige Konzepte haben sie aber noch nicht in den Schubladen.

14.1.08
Die Bündner Regierung will sich stark machen für eine neue, direkte Zugverbindung von Chur zum Flughafen Zürich-Kloten. Priorität legt sie aber auf die Einführung eines IC-Halbstundentaktes Basel- Zürich- Chur in beiden Richtungen. Diesen Halbstundentakt zu Hauptverkehrszeiten möchte die Regierung auf den Fahrplanwechsel 2009, wie sie auf einen Vorstoss im Grossen Rat mitteilte. Als Nebeneffekt werde eine Reisezeitverkürzung von einer halben Stunde bei Verbindungen von Deutschland und Frankreich erreicht, da der IC aus Chur heute zur «falschen» halben Stunde in Basel eintreffe. Die direkte Bahnverbindung von Chur zum Flughafen Zürich-Kloten sei vom Bundesrat bereits in den Abstimmungserläuterungen zum Konzept Bahn 2000 im Jahre 1987 erwähnt worden. Wegen beschränkter Kapazitäten im Knoten Zürich sei eine Realisierung weiterhin schwierig. Auch die im Vorstoss erhobene Forderung nach einer Fahrzeit von Chur nach Zürich unter einer Stunde ist offenbar schwierig umzusetzen. Eine Verkürzung der Reisezeit um 14 Minuten bedinge sehr teure Infrastrukturausbauten, das Geld dafür sei weder beim Bund noch bei der SBB kurz- und mittelfristig eingeplant.

14.1.08
20,7 Millionen Menschen sind im vergangenen Jahr am Flughafen Zürich abgeflogen, angekommen oder umgestiegen. Das waren 7,8 Prozent mehr als im Jahr zuvor, wie die Flughafenbetreiberin Unique mitteilte. Fast zwei von drei Passagieren, nämlich 13,6 Millionen (+5,4 Prozent), waren so genannte Lokalpassagiere. Sie flogen nur ab oder nach Zürich. Jeder dritte Reisende (7 Millionen, +14,3 Prozent) kam von weiter her, oder wollte weiter und stieg in Zürich auf einen andern Flug um. Nicht nur die Passagierzahl, auch das Frachtvolumen nahm zu: Im Berichtsjahr wurden total 374'300 Tonnen Fracht transportiert (+3 Prozent). Insgesamt wurden 2007 268'476 Starts und Landungen abgewickelt. Das waren 2,9 Prozent mehr als im Vorjahr, wie es in der Mitteilung heisst.

15.1.08
Die in der Regionalen Verkehrskonferenz Bern-Mittelland vereinten Gemeinden und der Kanton Bern wollen eine neue Buslinie vom Berner Hauptbahnhof zum Flughafen Bern-Belp. Wenn die Idee in der Mitwirkung gut ankommt, verkehrt der Bus ab März. Das Konzept des neuen Busses gehe nun an die betroffenen Gemeinden, Transportunternehmen und den Kanton, teilte die Regionale Verkehrskonferenz Bern-Mittelland (RVK 4) mit. Fällt das Echo positiv aus, werden vorerst versuchshalber während drei Jahren Busse via Wabern, Kehrsatz und Belp zum Belpmoos fahren. Passagiere wird der Bus auch am Berner Eigerplatz aufnehmen. Die RVK begründet den Vorstoss mit der unbefriedigenden heutigen Lage. Es bestehe zwar eine direkte Verbindung vom Hauptbahnhof Bern zum Flughafen, doch sei dieser Taxi-Betrieb weder in den Fahrplänen der öffentlichen Transportunternehmen enthalten noch im Tarifverbund integriert.

15.1.08
Die Tessiner Regierung ist besorgt über die geplante Zurückstufung des Mailänder Flughafens Malpensa. In einem Brief sichert sie der Region Lombardei ihre volle Unterstützung im Kampf um den Erhalt der interkontinentalen Drehscheibe zu. Der Mailänder Flughafen mit seinen direkten Verbindungen in alle Welt sei für den Tourismus im Tessin sowie für die Wirtschaft und den Finanzplatz von fundamentaler Bedeutung, heisst es in dem veröffentlichten Schreiben. Deswegen sei der Kanton auch gewillt, 72 Millionen Franken in den geplanten Bau der S-Bahn-Linie Lugano- Mendrisio- Varese- Malpensa zu investieren. Von den Würdenträgern der Region Lombardei erwartet die Tessiner Regierung, dass diese bei den Verantwortlichen der Restrukturierung ihr ganzes Gewicht in die Waagschale werfen. Die Stilllegung des Hubs in Mailand hängt mit der geplanten Übernahme der italienischen Fluggesellschaft Alitalia durch Air France-KLM zusammen. Laut italienischen Medienberichten könnten ab April 793 der 1'238 wöchentlichen Flüge von und nach Mailand gestrichen werden. Als einzige interkontinentale Drehscheibe Italiens soll dereinst Rom fungieren.

16.1.08
Engpässe auf Strasse und Schiene beseitigen, die Substanz erhalten und neue Wege zur Bewältigung von Verkehrsspitzen suchen - dies ist das Fazit der Infra-Tagung 2008 in Luzern. So könnte auch der Treibstoffverbrauch von Nutzfahrzeugen gesenkt werden. Jeweils im Januar lädt der Fachverband der Verkehrswegbauer, Infra, nach Luzern und gibt bekannt, was nach seiner Meinung getan werden muss, um eine funktionierende Infrastruktur für die Wirtschaft zu erhalten. «Hat die Strasse ausgedient?» lautete die rhetorische Frage, die als Titel über die diesjährige Tagung gestellt wurde. Für Gerold Bührer, Präsident von economiesuisse, sind die Strassen und der Strassengüterverkehr die Pulsadern der Wirtschaft, der motorisierte Individualverkehr das Nervensystem. Erstklassige, möglichst engpassfreie Strassen seien für Wirtschaft und Gesellschaft von zentraler Bedeutung. Würden alle Strassenengpässe beseitigt, könnte nach Ansicht des Transportunternehmers Nils Planzer der Treibstoffverbrauch der Nutzfahrzeuge deutlich gesenkt werden. Planzer wies darauf hin, dass seit 1980 dank der Technologie die CO2- und Feinstaubemissionen im Strassengüterverkehr um 40 beziehungsweise 80 Prozent reduziert wurden. Infra-Präsident Michel Buro forderte, sowohl auf Schiene wie auf Strasse die Substanz zu erhalten und Engpässe zu beseitigen. Er warnte davor, die beiden Verkehrsträger gegeneinander auszuspielen; Strasse und Schiene ergänzten sich. Die Strasse aber bleibe auch in Zukunft der wichtigste Verkehrsträger für den Personen- und Güterverkehr. Neue Lösungen zur Bewältigung von Verkehrsspitzen verlangte Infra-Geschäftsführer Benedikt Koch. Als Beispiele nannte er flexiblere Arbeitszeiten, zeitabhängige Billettpreise im öffentlichen Verkehr, zusätzliche (kostenpflichtige) Spuren auf Autobahnen und die Aufhebung des Nachtfahrverbots für Lastwagen auf Transitachsen. Für eine bessere Nutzung bestehender Infrastruktur plädierte der Verkehrsexperte Matthias Rapp. Mit Leitsystemen etwa könne die Strassenkapazität besser genutzt werden. Das reiche aber nicht, um die ungestillten Mobilitätsbedürfnisse abzudecken. Manche Probleme seien nur durch Neu- oder Ausbau zu lösen. Gleichzeitig brauche es die Einsicht, dass das Gut «Mobilität» beschränkt sei.

16.1.08
Wer im Ausland wegen eines Verkehrsdelikts den Führerausweis verliert, soll diesen auch in der Schweiz abgeben müssen. Die Verkehrskommission des Nationalrats (KVF) unterstützt den Gesetzesvorschlag des Bundesrats. Eine Mehrheit von 16 gegen 8 Stimmen bei 1 Enthaltung sei der Meinung, dass ein Fahrausweisentzug in der Schweiz nach einem Vergehen im Ausland die Verkehrssicherheit steigere, teilte die KVF mit. Sie erinnert auch daran, dass es lediglich darum gehe, eine 30-jährige Praxis fortzuführen. Nötig ist die Gesetzesänderung aufgrund eines Bundesgerichtsurteils vom 14. Juni 2007. Demnach fehlt eine ausreichende gesetzliche Grundlage für diese Praxis. Das Bundesgericht hatte entschieden, dass einem Schweizer Raser, der in Deutschland mit einem Fahrverbot belegt worden war, der Führerausweis in der Schweiz nicht entzogen werden dürfe. Gegen die Änderung des Strassenverkehrsgesetzes stellt sich eine Kommissionsminderheit. Es gehe nur um wenige Fälle pro Jahr, argumentiert sie. Zudem sei die gegenseitige Anwendung des Prinzips mit dem benachbarten Ausland nicht genügend gewährleistet.

16.1.08
Der baselstädtische Grosse Rat hat die Weiche für die Verlängerung des 8er-Trams nach Weil am Rhein (D) gestellt: Er segnete dafür einen Baukredit von netto 42 Millionen Franken ab. In Weil entscheidet der Gemeinderat am 19. Februar. Die erste neue grenzüberschreitende Tramlinie Europas seit dem Zweiten Weltkrieg war im Grossen Rat kaum bestritten. Einzig die SVP wollte die Vorlage zurückweisen wegen offener Finanzierungsfragen, ungenügendem Nutzen und besseren Alternativen. Diese konkretisierte die Sprecherin jedoch nicht. Alle anderen Fraktionen unterstützten das ambitiöse Projekt. Hervorgehoben wurde der Nutzen für beide Seiten, ökologisch und ökonomisch. Das Tram soll Pendlern, Einkaufenden und dem Freizeitverkehr nützen. Eine frühere Tramlinie Basel- Lörrach (D) war vor rund 50 Jahren wegen Sanierungskosten aufgegeben worden. Der Grosse Rat beschloss mit grossem Mehr gegen 10 Stimmen, auf die Tram-Verlängerung einzutreten. Mit demselben Verhältnis wurde der Kredit gutgeheissen. Vom beantragten Kredit von 67,2 Millionen Franken soll der Bund 25 Millionen übernehmen. Inklusive deutscher Streckenteil betragen die Gesamtkosten 104,3 Millionen. Daran dürfte sich der Bund mit total 43,5 Millionen aus dem Infrastruktur-Fonds beteiligen. Bedingung ist aber, dass der Bau der Tramlinie noch 2008 beginnt. Beiträge an die Baukosten des deutschen Abschnitts, die 46,4 Millionen Franken ausmachen, hatte das Land Baden-Württemberg in Aussicht gestellt. Für Basel-Stadt liegen die Nettokosten laut Regierung somit bei rund 42 Millionen Franken und für Weil am Rhein sowie Baden-Württemberg bei 23 Millionen. Für einen rechtzeitigen Baubeginn muss eine Vereinbarung zwischen dem Stadtkanton und der deutschen Grenzstadt bis September vorliegen. Gibt auch die Stadt Weil am Rhein grünes Licht, könnte die neue Tramlinie mit fünf Haltestellen zwischen Basel-Kleinhüningen und Bahnhof Weil bis 2012 eröffnet werden. Dass das Grüne Licht seitens Weil nicht selbstverständlich ist, liess der Vorsteher des Basler Volkswirtschaftsdepartements, Ralph Lewin, durchblicken. Angesichts der Budget-Verhältnisse der Nachbarstadt mit rund 30'000 Einwohnern sei das Projekt für Weil «eine grosse Herausforderung».

17.1.08
Der Trend zurück zum Tram hält an. Wie andere Schweizer Städte, will nun auch Lausanne zurück ins Tramzeitalter. Rund 50 Jahre nachdem in der Waadtländer Kapitale das letzte Tram vom Netz genommen wurde, soll 2015 eine neue Linie eröffnet werden. Sie soll von Bussigny im Westen über Renens zur neuen Verkehrsdrehscheibe Flon im Stadtzentrum führen, wie der zuständige Waadtländer Regierungsrat François Marthaler vor den Medien erklärte. Von dort soll die Tramlinie in den Norden der Stadt gezogen werden, wo die Stadt Lausanne anstelle des verlotterten Fussballstadions Pontaise ein neues Quartier für 2'000 Personen plant. Wegen der starken Steigungen in Lausanne steht zurzeit noch zur Diskussion, ob man auf Pneutrams setzen will. Für normale Tramlinien schreibt der Bund nämlich eine Maximal-Steigung von 7 Prozent vor. Wegen der coupierten Topografie Lausannes würde dieser Wert je nach Trassenführung deutlich übertroffen. Die Tramlinie ist Teil des Agglomerationsprojekts Lausanne-Morges (PALM), das Ende 2007 beim Bund eingereicht wurde. Mit den neuen PALM-Verkehrsinfrastrukturen wollen die Politiker den Anteil des öffentlichen Verkehrs (öV) am Gesamtverkehr verbessern. Dies umso mehr, als der Region in den nächsten Jahren eine rasante Bevölkerungsentwicklung prognostiziert wird: Bis 2020 erwarten die Demografen zwischen Lausanne und Morges ein Bevölkerungswachstum um 40’000 auf 260'000 Einwohner. Gleichzeitig soll die Zahl der Arbeitsplätze von 130'000 auf 160’000 steigen. «Nur mit starken neuen öV-Achsen auf eigenen Trassen können wir die dadurch entstehenden Verkehrsprobleme lösen», erklärte Marthaler. Neben dem Tram wollen deshalb die Kantons- und Gemeindebehörden auch eine neue Buslinie mit teilweise eigener Spur bauen. Sie soll von Bussigny im Westen durchs Zentrum nach Pully und Lutry im Osten führen. Politischer Knackpunkt an diesem Projekt wird sein, dass die Hauptachse durch die Innenstadt über den Grand-Pont für den Privatverkehr gesperrt werden soll. Bürgerliche Parteien haben gegen dieses Vorhaben Widerstand angekündigt. Für all die neuen Verkehrsinfrastrukturen ist ein Kostenrahmen von 720 Millionen Franken veranschlagt. Dazu kommen 176 Millionen für neues Rollmaterial. Ein Teil davon hoffen die Waadtländer bei der Eidgenossenschaft abholen zu können. Ob und wieviel die Lausanner aus dem Fonds des Bundes für den Agglomerationsverkehr erhält, wird sich frühestens im Jahr 2010 zeigen. Erst dann ist die Projektierung genügend weit fortgeschritten, um entsprechende Anträge zu stellen. Die Konkurrenz wird hart, stehen den im Fonds zur Verfügung stehenden 6 Milliarden Franken doch bereits heute Projektideen aus der ganzen Schweiz im Wert von 25 Milliarden gegenüber.

17.1.08
Die Schweiz und die EU haben noch keine Lösung zur Vermeidung der EU-Voranmeldepflicht für Transporteure an der Grenze. Auch bei der dritten Verhandlungsrunde wurden in Bern mehrheitlich technische Fragen diskutiert. Wie das Eidgenössische Finanzdepartement nach dem Treffen mitteilte, beabsichtigt Bern weiterhin, dass die Sicherheitsstandards (die Risikoanalysen und der Status des «zugelassenen Wirtschaftsbeteiligten») gegenseitig als gleichwertig anerkannt werden. Laut Delegationskreisen wird aber auch eine Lösung nicht ausgeschlossen, bei der weiterhin Informationen geliefert werden müssen, jedoch die Voranmeldefrist auf Null reduziert wird. Die Änderung des EU-Zollkodexes und nun des bilateralen Güterverkehrsabkommens ist eine Folge der Anschläge vom 11. September 2001 in den USA. Die Vereinigten Staaten verschärften daraufhin die Sicherheitsbestimmungen und die EU folgte nach. Als wichtigste Änderung wird im Warenverkehr zwischen der EU und Drittstaaten ab dem 1. Juli 2009 eine Voranmeldung verlangt, die je nach Verkehrsart mehrere Stunden beträgt (Strassenverkehr eine Stunde, Schienenverkehr zwei Stunden).

17.1.08
Der Informationsdienst für den öffentlichen Verkehr LITRA und die Kantone sind enttäuscht, dass der Bundesrat gemäss seinem heutigen Beschluss über die Vereinfachung der Mehrwertsteuer an der Kürzung des Vorsteuerabzuges festhalten beziehungsweise die Taxe occulte beim öffentlichen Verkehr nicht beseitigen will. Mit der Beibehaltung der Taxe occulte macht der Bund weiterhin ein Geschäft zulasten der Kantone. Es ist stossend, dass die Kantone, welche zusammen mit den öffentlichen Transportunternehmungen gemeinsam Infrastrukturinvestitionen und Betriebsbeiträge finanzieren, dem Bund weiterhin die Taxe occulte (Kürzung des Vorsteuerabzugs) abliefern sollen. Der öffentliche Verkehr und die Kantone verlangen einzig die Abschaffung dieser einseitig dem Bund zugute kommende Taxe occulte. Somit kann der Bund nun nicht gemäss dem heutigen Beschluss fordern, dass ein Verzicht auf die Taxe occulte allenfalls in Frage komme, wenn die Kantone den Ausfall für den Bund kompensierten. Die Kantone und die Transportunternehmungen verlangen nur, dass die bezahlten Subventionen vollumfänglich in die Infrastrukturprojekte und in den Betrieb einfliessen.

17.1.08
Le service d’information pour les transports publics LITRA et les cantons o­nt accueilli avec déception la décision de ce jour du Conseil fédéral relative à la simplification de la taxe à la valeur ajoutée. Selon cette décision, la réduction de l’impôt préalable doit être maintenue. En d’autres termes, le Conseil fédéral ne veut pas supprimer la taxe occulte qui pénalise les transports publics. En maintenant cette taxe, la Confédération continue à faire recette sur le dos des cantons. Il est choquant que les cantons qui, en collaboration avec les entreprises de transport publiques, financent les investissements d’infrastructure et contribuent à la couverture des coûts d’exploitation, doivent continuer à verser la taxe occulte à la Confédération (réduction de l’impôt préalable). Les transports publics et les cantons ne font que demander la suppression de cette taxe, dont seule la Confédération profite. Dans la décision tombée aujourd’hui, le Conseil fédéral exprime l’avis selon lequel la suppression de cette taxe occulte ne pourrait entrer en ligne de compte que si les cantons compensaient le manque à gagner de la Confédération. Cette proposition est incompréhensible. Les cantons et les entreprises de transport demandent simplement que les subventions versées soient attribuées intégralement aux projets et à l’exploitation.

18.1.08
Verkehrsminister Moritz Leuenberger hat in Klosters GR das Road Pricing und die LSVA als Instrumente gegen Staus im Strassenverkehr angepriesen. Das Hauptproblem im Verkehr sei der Stau, sagte Leuenberger an der Winterkonferenz des Schweizerischen Gewerbeverbandes gemäss Redetext. In den nächsten Jahren sei mit einer massiven Zunahme des Verkehrs auf Schienen und Strassen zu rechnen. Die Verlagerungspolitik des Bundes diene deshalb auch der Bekämpfung von Staus. Die bei Strassentransporteuren unbeliebte LSVA sei ein Instrument der Verlagerung. Die LSVA habe beträchtlichen Schwerverkehr auf die Schiene gelenkt, die Lastwagen würden besser ausgelastet, die Strasse bleibe frei für diejenigen, die sie tatsächlich benutzen müssten. Ähnlich verhalte es sich mit der Idee des Road Pricing. Dabei handle es sich um keinen Rückfall ins Mittelalter. Es würden weder Wegzölle erhoben, noch werde der automobile Bürger an der freien Fahrt behindert. Doch in der Schweiz soll laut Leuenberger nicht à priori verboten sein, was sich in Grossstädten wie London oder Stockholm bewährt hat. Mit Road Pricing soll «nicht abgezockt werden, sondern gelenkt, damit diejenigen freie Fahrt auf der Strasse haben, die darauf angewiesen sind», sagte der Verkehrsminister. Der Bundesrat wolle kein flächendeckendes Road Pricing einführen, sondern nur lokale Varianten ermöglichen. Nötig sei jedoch, Bau und Finanzierung der Infrastrukturen längerfristig zu betrachten. Modelle wie ein flächendeckendes Road Pricing müssten dann angeschaut werden, wenn die LSVA und die CO2-Abgabe ihren Zweck des Umweltschutzes und der Verlagerung erreicht hätten.

21.1.08
Rund 1,3 Milliarden Franken sollen in der Region Basel bis 2018 in die Infrastruktur von öffentlichem und individuellem Verkehr investiert werden. Das sieht das Agglomerationsprogramm Basel vor. Dieses Programm war von den Regierungen der Kantone Basel-Stadt, Baselland, Aargau und Solothurn im Dezember verabschiedet und beim Bund eingereicht worden. Nun soll es mit einer Broschüre auch einer breiten Öffentlichkeit näher gebracht werden, wie das baselstädtische Baudepartement mitteilte. Mit dem Programm sollen Verkehr und Siedlungen aufeinander abgestimmt und die Kernstadt Basel sowie die umliegenden Regional- und Subzentren gestärkt werden. Auf einer A-Liste umfasst es 34 Projekte mit Finanz- und Baureife zwischen 2011 und 2014 und auf einer B-Liste 10 Projekte, die 2015 bis 2018 soweit sein sollen. Auf einer C-Liste sind zudem langfristige, noch mit Unklarheiten verbundene Projekte aufgeführt. Von den gemäss einer Grobkostenschätzung anfallenden Gesamtinvestitionskosten von 1,299 Milliarden Franken betreffen 45 Prozent den Öffentlichen Verkehr (öV), 49 Prozent den motorisierten Individualverkehr und 6 Prozent den Langsamverkehr. Auf die Vorhaben der A-Liste, die dem Bund zur Mitfinanzierung beantragt werden, entfallen gemäss Schätzung Investitionskosten von 962 Millionen Franken. Schon ab 2008 realisiert werden sollen die Verlängerung der Tramlinie 8 von Basel nach Weil am Rhein (D) und ein Doppelspurtrassee der Tramlinie 10 in Dornach SO. Bei den weiteren Projekten der A-Liste finden sich unter anderen die Tram- und Strassenerschliessung der Erlenmatt in Basel, der Margarethenstich der Tramlinien 10/17 zwischen Binningen BL und Basel, die Verlängerung der Tramlinie 3 von Basel nach Saint-Louis (F) oder der Doppelspurausbau der Tramlinie 10 zwischen Ettingen BL und Flüh SO. Weiter sind etwa die Umgestaltung des Wasgen- und Luzernerrings in Basel, die H2/Umfahrung Liestal, der H18-Vollanschluss Aesch BL, Birsbrücken in Zwingen BL sowie zwischen Aesch und Dornach SO, die Verlegung der Rheinstrasse wegen Salina Raurica, die Rheinpromenade Basel-Hüningen (F) oder die Fertigstellung kantonaler Radrouten auf der Liste. Auf 337 Millionen Franken geschätzt werden die Investitionen für die Projekte der B-Liste; dazu gehört unter anderem eine neue Tramverbindung vom Dreispitz in Basel zum Heiligholz in Reinach BL. Zur C-Liste zählen etwa der Basler Innerstadttunnel der Regio-S-Bahn oder öV-Massnahmen im Bachgrabengebiet in Allschwil.

23.1.08
Die Genfer Verkehrsbetriebe TPG haben zum Ausbau ihres Tramnetzes beim Rollmaterial-Hersteller Bombardier 18 weitere Strassenbahnen vom Typ «Flexity Outlook» bestellt. Der Auftrag beläuft sich auf 85 Millionen Franken, wie der Konzern mitteilte. Die Auslieferung ist zwischen Mitte 2009 und Mitte 2010 geplant. Mit der Bestellung lösen die TPG eine Option ein, die sie im Jahre 2002 beim Kauf von 21 Flexity-Trams vereinbart hatten.

23.1.08
Auch Nidwalden steigt auf den Ausbau der Zentralbahn (ZB) ein. Der Landrat hat einstimmig den Kantonsbeitrag von 22,9 Millionen Franken an das Projekt von rund 250 Millionen genehmigt. Die Parlamente von Obwalden sowie von Stadt und Kanton Luzern haben dem Vorhaben bereits zugestimmt. In Stadt und Kanton Luzern müssen die Stimmberechtigten am 24. Februar die Tieferlegung und den Doppelspurausbau der Bahn noch genehmigen. Mit dem Ausbau werden ab 2013 die Kapazitäten für die Bahnverbindungen zwischen Luzern, Ob- und Nidwalden verbessert. In Luzern wird die Bahn auf einer Länge von 1,9 Kilometern auf Doppelspur ausgebaut und grösstenteils in Tunnels verlegt. Auch von der Kantonsgrenze Luzern- Nidwalden bis zur Station Hergiswil Matt NW wird die Bahn auf Doppelspur aufgerüstet. Nidwalden möchte, dass die Strecke Hergiswil Matt- Hergiswil ebenfalls in einem Doppelspurtunnel versteckt wird. Dieser 900 Meter lange Tunnel dürfte weitere 110 Millionen Franken kosten und ist nicht Teil der Vorlage, wohl aber eine Vorinvestition von rund 10 Millionen Franken. Der Bund zahlt fast die Hälfte des 250-Millionen-Projektes. Voraussetzung ist aber, dass die Bauarbeiten noch 2008 beginnen. Der Spatenstich ist für den 9. Dezember terminiert.

24.1.08
Bei Neuanschaffungen von Fahrzeugen für die Busflotte legten die Verkehrsbetriebe Glattal VBG Wert darauf, dass diese modernster Umwelttechnologie entsprechen. Auch die kürzliche Anschaffung von sechs neuen Dieselbussen erfolgte unter diesem Aspekt: Die Busse erfüllen den gegenwärtig anspruchsvollsten Abgasstandard EEV (Enhanced Environmentally Friendly Vehicle) und sind seit kurzem im neuen Design der VBG, als «Glattalbus» unterwegs. Die geringere Umweltbelastung entsteht durch den Einsatz eines SCR-Systems (Selective Catalytic Reduction). Diesem vorgelagert ist ein zusätzlich eingebauter Partikelfilter. Das geschlossene Filtersystem Typ CRT (Continously Regenerating Trap) ermöglicht eine Reduktion der Partikelmasse sowie der Feinstpartikelanzahl um mehr als 95 Prozent. Beim erwähnten SCR-System handelt es sich um ein Abgas-Nachbehandlungssystem, welches Stickoxide im Abgas durch die separate Beigabe einer ungiftigen Harnstofflösung in unschädlichen Stickstoff und Wasserdampf umwandelt. Weniger Stickoxide heisst auch weniger Bildung von Ozon und aerosolförmigen Partikeln.

24.1.08
Auf den Hauptlinien von Stadtbus Winterthur werden auch künftig elektrisch betriebene Trolleybusse unterwegs sein. Der Stadtrat ersetzt 21 veraltete Fahrzeuge mit neuen Trolleybussen und will keinen Wechsel zu Diesel- oder Gasbussen. Bei seinem Entscheid stützt sich der Stadtrat auf eine Studie, welche die Empa und das Forschungs- und Beratungsunternehmen Infras durchgeführt haben, wie es in einer Mitteilung heisst. Die Studie konzentriert sich auf den Detailvergleich zwischen diesel- und strombetriebenen Fahrzeugen. Sie kommt zum Schluss, dass der Trolleybus aufgrund der Nutzung von erneuerbaren Ressourcen global gesehen umweltfreundlicher ist als ein Dieselbus. Auf lokaler Ebene sprechen zudem geringerer Lärm und weniger Luftbelastung für die mit Strom betriebenen Busse, wie es weiter heisst. Dieselbusse seien jedoch flexibler einsetzbar und erzeugten tiefere Betriebs- und Infrastrukturkosten. Bei seinem Entscheid zugunsten der Trolleybusse sei für den Stadtrat die starke Gewichtung der lokal wirksamen Umweltfaktoren ausschlaggebend gewesen. Die Beschaffung der neuen Busse werde ausgeschrieben. Man rechne mit drei bis vier Offerten aus Europa und rechne mit Kosten von etwa 24 Millionen Franken.

25.1.08
Nach knapp zweijähriger Bauzeit wird die neue Werkstätte der Appenzeller Bahnen in Heiden feierlich eingeweiht. Mit der neuen Werkstätte kann der Unterhalt optimiert und damit Synergien realisiert werden. Das Projekt Neubau Werkstätte Heiden, welches von der ehemaligen Rorschach-Heiden Bergbahn initiiert wurde, findet mit der Eröffnung unter den Appenzeller Bahnen (AB) seinen Abschluss. Das angestrebte Ziel eines modernen und effizienten Unterhaltes am Rollmaterial ist damit erreicht. Die mittlerweile erfolgte Fusion ermöglicht zudem die Intensivierung der Zusammenarbeit mit den weiteren Werkstätten der AB in Gais, Herisau und Speicher. Für das Rollmaterial der Linie Rorschach- Heiden der AB wurden zwei umfassend ausgerüstete Reparaturgleise mit Dacharbeitsstand ins Gebäude integriert. Diese dienen dazu, Revisions- und Reinigungsarbeiten an den Zügen vorzunehmen, sowie Reparaturen schnell und selbständig durchführen zu können. Durch die Elektrifizierung der beiden Gleise können die Züge aus eigener Kraft und somit ohne Rangieraufwand ein- und ausfahren. Die Werkstätte dient aber nicht nur dem Bahn-, sondern auch dem Strassenverkehr. Seit Herbst 2006 unterhalten die AB im Auftrag der PostAuto AG einen Teil der Fahrzeugflotte. Mit der Bushalle und der Kleinwagenwerkstatt am betrieblich optimal gelegenen Standort Heiden wurde die Gelegenheit geschaffen, die rund 100 Kleinfahrzeuge und 20 Busse zu unterhalten und zu reinigen. Ausserdem enthält die Werkstätte in Heiden eine moderne und voll ausgestattete Prüfstrasse, welche sich auch für die Durchführung von Motorfahrzeugkontrollen an Bus, Lastwagen und Personenwagen eignet. In enger Zusammenarbeit mit dem Strassenverkehrsamt des Kantons Appenzell Ausserrhoden soll sich die Prüfstelle Heiden mit modernster Ausrüstung im Dienste des Strassenverkehrs etablieren können.

25.1.08
Die Eisenbahnmaterial-Finanzierungsgesellschaft Eurofima mit Sitz im Basel hat 2007 beim Geschäftsvolumen ein starkes Wachstum verzeichnet. Der Reingewinn sank jedoch um 1,8 Prozent auf 44,5 Millionen Franken. Im Verlauf des letzten Jahres schloss die Eurofima neue Finanzierungsverträge über 3,2 Milliarden ab. Das entspricht einer Zunahme von 39,7 Prozent, wie das Gemeinschaftsunternehmen von 26 europäischen Bahngesellschaften mitteilte. Die Bilanzsumme stieg zum vierten Mal in Folge und erreichte mit einem Plus von 2,9 Prozent einen neuen Rekordwert von 35,3 Milliarden Franken. Die Mittelaufnahmen erhöhten sich von 3,4 auf 5 Milliarden. Andererseits stiegen die Rückzahlungen von 2,2 auf 3,7 Milliarden Franken. Von den Ratingagenturen erhält Eurofima weiterhin Bestnoten, wie es in der Mitteilung weiter heisst. Den leichten Rückgang des Reingewinns begründet das 1956 gegründete Unternehmen mit einer Abnahme des Zinserfolgs um 4,6 Prozent auf 29,6 Millionen Franken. Zudem sanken die Erträge aus anderen Finanzgeschäften um 13,1 Prozent auf 6,1 Millionen Franken. Hingegen stiegen die Kommissionserträge um 2,2 Prozent auf 17 Millionen Franken. Der Betriebsaufwand konnte zudem um 1,8 Prozent auf 8,1 Millionen Franken gesenkt werden. Die Eurofima finanzierte im vergangenen Jahr 257 Lokomotiven, 480 Reisezugwagen und 1'106 Güterwagen. Für Triebzüge wurden zudem 267 Motor- und 254 Zwischenwagen finanziert. Grösste Aktionäre der Eurofima sind mit einem Anteil von je 22,6 Prozent die Deutsche Bahn und die französische SNCF. Die SBB hält 5 Prozent.

25.1.08
Die Zürcher Verkehrsbetriebe (VBZ) erneuern einen Teil ihrer Busflotte. In einer öffentlichen Ausschreibung ging der Auftrag an die Firma EvoBus (Schweiz). Die ersten 34 Busse sollen bereits Anfang Dezember ausgeliefert werden. Es handle sich dabei um 14 Standard- und 20 Gelenkbusse und nicht um Trolleybusse, sagte VBZ-Sprecher Andreas Uhl zu einer VBZ-Mitteilung. In einem zweiten Schritt könnten dann weitere Busse bestellt werden. Die neuen Fahrzeuge erfüllten die strengsten europäischen Abgasnormen. Der Kauf der neuen Fahrzeuge wurde nötig, weil die jetzigen Mercedes-Modelle bereits bis zu 19 Jahre im Einsatz stehen. Für die Beschaffung hatten der Zürcher Stadtrat und der Verkehrsrat des Kantons Zürich knapp 20 Millionen Franken bewilligt. Der Vertrag mit der Lieferantin enthält eine spezielle Vereinbarung. Die Herstellerin verpflichtet sich, definierte Reparaturen und Wartungsarbeiten zu einem fixen Kostensatz pro Kilometer auszuführen. Falls die effektiven Kosten höher liegen, trägt die Lieferantin das Risiko. Gemäss VBZ lassen sich so die Unterhaltskosten merklich senken.

28.1.08
Für den öffentlichen Verkehr des Kantons Uri soll kein Tarifverbund geschaffen werden. Für ein solches System sei Uri nicht geeignet, schreibt der Regierungsrat. Er will sich aber für eine verbesserte Billettausgabe in den Bussen einsetzen. Der Regierungsrat empfiehlt deshalb dem Landrat, eine Motion von Pia Tresch (SP) zur Einführung eines integralen Tarifverbundes nicht erheblich zu erklären, wie er mitteilte. Der öffentliche Verkehr (öV) wird in Uri von der SBB, der Matterhorn Gotthard Bahn, der Auto AG Uri und von PostAuto Zentralschweiz abgewickelt. Ein Tarifverbund wie in Luzern/Obwalden/Nidwalden, Schwyz oder Zug besteht nicht. Der Regierungsrat begründet sein Nein mit einer Studie, die er vor einigen Jahren hatte erstellen lassen. Demnach hat Uri für einen Tarifverbund ein zu beschränktes Kundenpotenzial und eine ungünstige Siedlungsstruktur. Der Marktanteil des öV lässt sich in Uri mit einem Tarifverbund deshalb kaum steigern. Der Verbund würde aber gleichzeitig der öffentlichen Hand teurer zu stehen kommen als das heutige System. Als Alternative sieht der Regierungsrat bereits aufgegleiste Neuerungen beim Fahrausweisverkauf in Bussen. Heute können nur interne Billette für das jeweilige Busunternehmen gekauft werden. Neu sollen durchgehende Billette für den ganzen Kanton gelöst werden können. Die Einführung ist für 2009 vorgesehen.

28.1.08
In Läden und Kiosken in SBB-Bahnhöfen kann nach 22 Uhr bald kein Alkohol mehr gekauft werden. Die neue Regelung wird ab 1. April umgesetzt. Die SBB erhofft sich damit sauberere Bahnhöfe. In Bahnhof-Restaurants und -Bars gibt es weiterhin Alkohol. Mit der neuen Regelung will die SBB zum Jugendschutz beitragen, wie sie mitteilte. Namentlich Gruppen von jungen Leuten beschafften sich spätabends in den nach 22 Uhr geöffneten Bahnhofläden Alkohol in rauen Mengen und konsumierten ihn. Die Folgen seien des Öfteren unangenehm, sowohl für Reisende als auch für die Angestellten der Läden und der SBB, begründete das Bahnunternehmen die Neuerung. Sensibilisierungskampagnen hätten die gewünschte Wirkung bisher nicht gezeigt. Die Einschränkung soll dazu beitragen, dass Bahnhöfe für Reisende auch am späten Abend ohne Hindernis und sicher zugänglich sind. Die SBB und ihre Geschäftspartner nehmen die damit verbundenen Umsatzeinbussen in Kauf. Wie gross diese sind, konnte SBB-Sprecher Jean-Louis Scherz auf Anfrage nicht sagen. «Klar ist nur, dass es Einbussen geben wird», sagte Scherz. Betroffen seien rund 20 Läden in den grösseren Bahnhöfen. Es lasse sich aus heutiger Sicht nicht abschätzen, ob einzelne Geschäfte ihren Ladenschluss vorverlegen würden. Den Entscheid, den Alkoholverkauf in den späten Abendstunden zu verbieten, fällte die SBB in Absprache mit den Ladenbetreibern. Die Läden hätten ab 1. April bis Ende Mai Zeit, um nötige organisatorische oder bauliche Massnahmen für die Umsetzung der neuen Regelung zu treffen, sagte Scherz. Die neue Regelung für die SBB-Bahnhöfe geht weniger weit als das Nationale Programm Alkohol 2008 bis 2012, das das Bundesamt für Gesundheit (BAG) erarbeitet hat. Darin aufgeführt ist die umstrittene Absicht, den Verkauf alkoholischer Getränke in Ladengeschäften zwischen 21 und 7 Uhr zu verbieten. Die SBB und ihre Geschäftspartner hätten sofort handeln wollen, sagte SBB-Sprecher Scherz dazu. Deshalb habe man sich vorläufig einmal auf 22 Uhr festgelegt. Strengere gesetzliche Vorgaben würden berücksichtigt. Die Rhätische Bahn (RhB) und die BLS AG sind von der Neuregelung der SBB nicht betroffen. Auf Arealen von RhB-Bahnhöfen befänden sich keine Verkaufsgeschäfte, und die Kioskbetriebe seien um 22 Uhr bereits geschlossen, sagte Mediensprecher Peider Härtli auf Anfrage. Das Gleiche sei bei der BLS der Fall, sagte ein Sprecher.

29.1.08
Die Züge der Zürcher S-Bahn sind 2007 pünktlicher unterwegs gewesen als 2006. Dennoch müsste die SBB dem Zürcher Verkehrsverbund (ZVV) einen Malus zahlen: Noch immer ungenügend ist die Information der Kunden bei Störungen im Bahnverkehr. Um die grossen Bemühungen der SBB und ihrer Mitarbeitenden im vergangenen Jahr zu honorieren, wird der ZVV den Betrag indes nicht einfordern, wie dessen Direktor Franz Kagerbauer vor den Medien erklärte. Im Vergleich zum Vorjahr wäre der Malus fürs 2007 auch deutlich geringer ausgefallen. Während für das Jahr 2006 1,75 Millionen Franken fällig waren, beträgt der Malus fürs 2007 nur 69'000 Franken. Die Zahlungen beruhen auf dem Bonus-/Malus-System, welches SBB und ZVV 2006 eingeführt haben, um die Qualität der Zürcher S-Bahn zu steigern. Ein solches auf finanziellen Anreizen aufgebautes System gibt es derzeit nur in der Region Zürich. Es könnte aber auch als Modell für andere Regionen der Schweiz dienen. Die Qualitätsverbesserung der SBB ist vorab auf die höhere Pünktlichkeit der Züge zurückzuführen. Ziel ist es, dass 95 Prozent der Züge in den Hauptverkehrszeiten nicht mehr als sechs Minuten verspätet an der Bestimmungsstation ankommen. Bei Zielerreichung wird der SBB pro Linie und Monat ein Punkt gutgeschrieben. Insgesamt möglich waren auf diese Weise 144 Punkte; erhalten hat die Bahngesellschaft 129. Damit hat sie die Vorgabe von 117 Punkten deutlich übertroffen. Im Vorjahr verfehlte die SBB das gesteckte Ziel um drei Punkte. ZVV-Direktor Kagerbauer zeigte sich zufrieden mit der Pünktlichkeit der Züge. Die Fortschritte in diesem Bereich zeigten, dass das Bonus-/Malus-System funktioniere. Qualitätsmängel der SBB zeigt das System indes bei der Sauberkeit von Zügen und Bahnhöfen sowie bezüglich Information der Bahnreisenden und Pendler bei Störungen im Bahnverkehr. Mangels neuer Daten wird die SBB dabei aufgrund der ZVV-Kundenumfrage im Jahr 2006 bewertet. Die Beurteilung fiel zwar sowohl bei der Sauberkeit wie bei der Kundeninformation ungenügend aus. Weil die SBB aber Verbesserungen bei der Reinigung der Züge und Bahnhöfe geltend machte, floss nur die mangelhafte Information in die Bonus-/Malus-Berechnung mit ein.

29.1.08
Stadler Pankow, Tochter der Schweizer Stadler Rail Group, baut 12 Strassenbahnen für die norwegische Stadt Bergen. Für weitere 20 Trams besteht eine Option. Das Auftragsvolumen liegt laut Stadler bei über 58 Millionen Franken. Bergen, mit 250'000 Einwohnern die zweitgrösste Stadt Norwegens, entschied im März 2000 eine neue Strassenbahnlinie zwischen der Stadt und ihrem zehn Kilometer entfernt liegenden Flughafen Flesland zu bauen. Der finanzielle Anteil der Stadt an den Ausbau- und Betriebskosten soll aus den Road Pricing-Gebühren finanziert werden, welche Autofahrer zu berappen haben, die in die Innenstadt von Bergen fahren. Die übrigen Kosten wird das Land Norwegen tragen, dessen Parlament im März 2006 dem Vorhaben zugestimmt hat. Im Mai 2007 vergab Bergen schliesslich den Auftrag für die Bahnen auf der neuen Linie an Stadler Pankow, wie der Internet-Homepage der Stadt Bergen zu entnehmen ist. Laut Stadler Pankow sind nun die entsprechenden Verträge unterzeichnet worden. Stadler Pankow wird die Strassenbahnen für mindestens 8 Jahre warten. Die ersten Trams sollen 2009 fahren.

29.1.08
Noch nie hat die Schweizer Schifffahrt so viele Passagiere befördert wie im Jahr 2007. Insgesamt waren über 13,6 Millionen Personen auf Schweizer Seen und Flüssen unterwegs. Die 13-Millionen-Marke wurde erstmals 2003 überschritten. Zum guten Resultat habe das warme Wetter im Frühling und Herbst beigetragen, teilte der Informationsdienst für den öffentlichen Verkehr LITRA mit. Im durchzogenen Sommer sei der Schweizer Schifffahrt zugute gekommen, dass die Wochenenden meist sonnig waren. Allerdings behinderte im August Hochwasser die Schifffahrt auf dem Thuner-, Brienzer-, Bieler- und Neuenburgersee während mehrerer Tage. Auch auf der Aare zwischen Biel und Solothurn konnten zeitweise keine Schiffe verkehren. Ebenfalls für ein paar Tage unterbrochen war im August wegen Hochwasser die Schifffahrt auf dem Greifensee. Am meisten Passagiere, rund 2,4 Millionen, wurden auf dem Vierwaldstättersee befördert. Auf dem zweiten Platz liegt die Zürichseefähre Horgen- Meilen (2,2 Millionen). Die LITRA macht darauf aufmerksam, dass das Schiff mittlerweile für viele Pendlerinnen und Pendler zum alltäglichen Verkehrsmittel geworden sei. An dritter Stelle folgt der Zürichsee inklusive Limmatschifffahrt mit knapp 1,7 Millionen Passagieren, an vierter Stelle der Genfersee mit über 1,6 Millionen. Eine überdurchschnittliche Zunahme von rund 13 Prozent auf knapp 25'000 Passagiere konnte der Ägerisee verzeichnen. Im Jahr 2006 hatte die Schweizer Schifffahrt rund 13,3 Millionen Passagiere verzeichnet.

29.1.08
Les bateaux o­nt transporté quelque 13,6 millions de passagers l’an dernier sur nos lacs et nos cours d’eau. Selon la LITRA s’agit-il du nombre le plus élevé jamais atteint. L’augmentation s’élève à deux pour cent par rapport à 2006, année au cours de laquelle près de 13,3 millions de passagers avaient été transportés. Le mois d’avril et les nombreux beaux week-ends de l’été o­nt sauvé la saison, caractérisée par ailleurs par des hautes eaux pour certains lacs. De nouvelles offres lancées sur plusieurs lacs sont également à l’origine de cet engouement réjouissant. Un accroissement supérieur à la moyenne (plus de 13 pour cent) du nombre de passagers a été enregistré sur le lac d’Aegeri, alors que l’augmentation a atteint quelque 10 pour cent sur les lacs de Constance et des Brenets. La barre des 12 millions de passagers avait été franchie pour la première fois en 1989 et celle des 13 millions en 2003. Les 13,6 millions de passagers recensés en 2007 constituent un nouveau record. Les chiffres réjouissants de la navigation hivernale y o­nt contribué. La Compagnie de navigation sur le lac des Quatre Cantons a transporté 2,376 millions de passagers; elle figure à nouveau en tête du classement encore provisoire, mais est talonnée par le service de bacs Horgen–Meilen sur le lac de Zurich, qui a enregistré 2,247 millions de passagers, puis par la Compagnie de navigation sur le lac de Zurich et la Limmat (1,680 millions), la Compagnie de navigation sur le lac Léman (1,613 millions), les Mouettes Genevoises (1,172 millions) et la Compagnie de navigation sur les lacs de Thoune et de Brienz (1,070 millions).

29.1.08
Nachdem das Tram aus verschiedenen Gründen zeitweise aus dem Stadtbild zu verschwinden drohte, ist gemäss LITRA seit einigen Jahren auf der ganzen Welt eine eigentliche Renaissance des Trams festzustellen. Mit einer Beförderungskapazität von 20'000 bis 60'000 Fahrgästen pro Tag liegt die Kapazität einer Tramlinie zwischen Bus und Metro. Der Begriff «Tram» entstammt dem englischen Wort «tramway» und ist auch im französischen Sprachbereich unverändert als «le tramway» übernommen worden. In Deutschland als «Strassenbahn» bekannt, zeichnet sich das Tram durch Schonung der Umwelt und hohe Wirtschaftlichkeit aus. Weltweit zählte man Anfang 2000 rund 300 Tramnetze mit einer Ausdehnung von rund 25'000 Streckenkilometern und rund 50'000 Tramfahrzeugen. Seither sind zirka 50 weitere Tramnetze hinzugekommen. In der Schweiz gab es zwischen 1908 und 1948 in 15 Städten Trambetriebe. Anschliessend wurden diese in vielen Städten durch die wendigeren Auto- und Trolleybusse abgelöst. Erhalten geblieben sind allerdings die grossen Tramnetze von Zürich, Basel und Bern sowie die zentrale Tramlinie 12 in Genf sowie die Neuenburger Vorortslinie nach Boudry. In Lausanne hat das Tram 1991 nach 27 Jahren Abwesenheit wieder Eingang ins Stadtbild gefunden. Die Fahrzeuge werden laufend erneuert, und neue Linien stehen in Zürich (Schwamendingen, Messe/Hallenstadion–Auzelg), Bern (Saali) und Genf (neue Tramlinien 13, 14, 15, 16 und 17) in Betrieb. Die Renaissance des Trams macht aber nicht an den Landesgrenzen Halt. Während in Deutschland und den Niederlanden die ursprünglichen Netze erhalten und weiterentwickelt wurden, sind in letzter Zeit in Europa und Amerika wieder neue Tramnetze entstanden. Meist handelt es sich um Städte, in denen das Tram vor 30 bis 40 Jahren beseitigt wurde.

29.1.08
Pour diverses raisons, le tram a menacé durant un certain temps de disparaître des villes. Mais, depuis quelques années, o­n assiste selon la LITRA dans le monde entier à une véritable renaissance de ce mode de transport urbain. La capacité de transport d’une ligne de tram est de 20'000 à 60'000 personnes par jour. Elle se situe entre celle du bus et du métro. Le mot «tram» découle du mot anglais «tramway», un terme qui est encore utilisé dans les pays francophones. En Allemagne, il se nomme «Strassenbahn». Tout en étant performant et économique, le tramway offre l’avantage de ménager l’environnement. Du point de vue des capacités, le tram est le moyen de transport urbain le plus performant. Il a aussi l’avantage de ne pas polluer l’atmosphère et d’être économe en espace. Un seul tram articulé moderne transportant 250 personnes utilise en période de pointe de trafic le même espace que, en moyenne, 200 personnes voyageant en voiture privée. Cela correspond à une colonne d’automobiles de quelque 1'200 mètres. Dans le monde, quelque 300 réseaux de trams existaient au début de l’année 2000. Ils totalisaient environ 25'000 kilomètres de voie et environ 50'000 véhicules. Depuis lors, près de 50 autres réseaux se sont ajoutés à ce chiffre. Entre 1908 et 1948, 15 villes suisses exploitaient des trams. Par la suite, ceux-ci furent remplacés dans de nombreuses cités par des autobus et des trolleybus, dont l’exploitation est plus souple. Les grands réseaux de Zurich, Bâle, Berne et la ligne centrale 12 du réseau genevois subsistèrent néanmoins, de même que la ligne de banlieue Neuchâtel- Boudry. A Lausanne, le tram a réapparu en 1991, après 27 ans d’absence. Grâce à la clairvoyance d’experts en circulation et de politiciens avisés, qui ne laissèrent pas abuser par l’engouement manifesté alors pour l’automobile, ces villes o­nt évité les pertes en matière d’infrastructure qui n’auraient presque plus pu être compensées. Déjà au milieu des années 60 du siècle dernier, l’exploitation de trams n’était plus contestée dans ces villes, et le progrès technique ouvrit de nouvelles possibilités. Depuis 1984, des abonnements communautaires et écologiques apparaissent, qui sont valables sur tous les transports publics des régions concernées et sont, de ce fait, très appréciés des usagers. Le matériel roulant est constamment renouvelé et des lignes nouvelles apparaissent à Zurich (Schwamendingen, Messe/Hallenstadion–Auzelg), Berne (Saali) et Genève (nouvelles lignes de tram 13, 14, 15, 16 et 17). La renaissance du tram n’est pas un phénomène uniquement helvétique. Au cours des dernières années, des nouveaux réseaux sont apparus tant en Europe qu’en Amérique.

30.1.08
Grosse Infrastrukturprojekte wie die NEAT sollen nicht durch Rekurse mit aufschiebender Wirkung blockiert und verteuert werden. Auf Vorschlag von Verkehrsminister Moritz Leuenberger lässt der Bundesrat eine Gesetzesänderung ausarbeiten. Der inzwischen beigelegte Streit um die Vergabe der Bahntechnik am Gotthard-Basistunnel hat gezeigt, wo das Problem liegt. Beschwerden unterlegener Konkurrenten können bei aufschiebender Wirkung die Arbeiten unter Umständen auf Jahre hinaus blockieren und massiv verteuern. Damit grosse öffentliche Werke im nationalen Interesse künftig fristgerecht und kostengünstig realisiert werden können, ergriff Leuenberger die Initiative. Er schlug dem Bundesrat vor, das Bundesgesetz über das öffentliche Beschaffungswesen (BöB) anzupassen. Darauf ist der Bundesrat eingetreten. Die Landesregierung teilt die Ansicht, dass die bisherige Praxis des Bundesverwaltungsgerichts zur aufschiebenden Wirkung die Interessen der Beschwerdeführer zu stark gewichtet. Im Gesetz soll deshalb genauer umschrieben werden, wann die aufschiebende Wirkung einer Beschwerde zulässig ist. Als eine Möglichkeit unter anderen stellte Leuenberger zur Diskussion, bei Beschwerden nur noch über Schadenersatzansprüche entscheiden zu lassen. In diesem Fall wären die Vergabe endgültig und die aufschiebende Wirkung der Beschwerde hinfällig. Hängige Beschwerden würden abgeschrieben, die Parteien entschädigt. Leuenberger wird seinen Vorschlag jetzt konkretisieren. Der Bundesrat erachtet das Geschäft als dringlich, weil bei der NEAT in den nächsten Jahren noch einige grosse Baulose zu vergeben sind. Noch offen ist, ob das Anliegen mit einer Teilrevision des BöB oder im Zuge einer vom Finanzdepartement vorangetriebenen Revision umgesetzt werden soll.

31.1.08
Ab 1. Juli dieses Jahres wird umweltschonender Treibstoff fiskalisch begünstigt, unvermischtes Benzin dafür stärker belastet. Der Bundesrat hat die Änderung des Mineralölsteuergesetzes auf diesen Zeitpunkt in Kraft gesetzt. Treibstoffe wie Biogas, Bioethanol und Biodiesel sind künftig steuerfrei. Für Erd- und Flüssiggas wird die Mineralölsteuer um 40 Rappen pro Liter «Benzinäquivalent» gesenkt. Bundesrat und Parlament wollen so die Emissionen von CO2, Feinstaub und Ozon im Strassenverkehr reduzieren. Damit der Fiskus keine Einbusse erleidet, steigt die Steuer auf Benzin. An der Zapfsäule dürfte sich dies aber kaum auswirken, weil dem Benzin steuerfreie Biotreibstoffe beigemengt werden. Das Ziel ist es, die rund 7 Milliarden Liter Benzin zu 5 Prozent durch grünen Treibstoff zu ersetzen. Die Gesetzesänderung wurde im März 2007 verabschiedet. Eine Kontroverse über den Nachweis der ökologischen Gesamtbilanz, die sozialen Anforderungen und die Konformität mit dem Völkerrecht erschwerte aber die Umsetzung. Obschon in diesen Fragen weiterhin Uneinigkeit herrscht, verabschiedete der Bundesrat nun die Verordnungen. Danach sind aufgrund der aktuellen Marktsituation sämtliche Treibstoffe aus erneuerbaren Rohstoffen steuerfrei, sofern sie ökologischen und sozialen Mindestanforderungen genügen. Sollte sich das Preisverhältnis allzu stark zu Ungunsten fossiler Treibstoffe verändern, kann auf biogenen Treibstoffen eine Teilsteuer erhoben werden. Ökologisch unbedenkliche Treibstoffe erhalten die Steuererleichterung ohne Nachweis der positiven Gesamtbilanz. Darunter fallen Treibstoffe aus Abfällen oder Rückständen aus land- und forstwirtschaftlicher Produktion.

31.1.08
Die Verkehrsbetriebe STI beförderten im vergangenen Jahr 12,5 Millionen Fahrgäste, was einer Zunahme von 3,5 Prozent oder 430'000 Frequenzen entspricht. Diese Steigerung ist sehr erfreulich, wurde doch im Fahrplanjahr 2007 keine Angebotserweiterung realisiert. Die STI-Chauffeure legten gesamthaft 4,1 Millionen Kilometer auf Stadt- und Regionallinien zurück.

 

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