|
(Bern, 15.12.03). In ihrer Stellungnahme zur Vorlage des Bundesrates über den Anschluss der Ost- und Westschweiz an das europäische Eisenbahn-Hochleistungsnetz (HGV) hält die LITRA fest, dass Volk und Stände der ganzen Vorlage zugestimmt haben, welche sie rasch und in allen betroffenden Landesteilen integral verwirklicht sehen wollen. Es liegt aber auch im Interesse des öffentlichen Verkehrs, dass seine Ausbauten mit wirtschaftlichen Argumenten begründet werden können. Eine markt- und nachfragegerechte Realisierung der Projekte kann den laufenden und noch kommenden Sparmassnahmen und Verknappung der Finanzmittel wirksam entgegen treten und sich besser durchsetzen. Aus diesem Grund sollte in der HGV-Vorlage das Gewicht auf den grenzüberschreitenden Fernverkehr gelegt werden. Klein- und Mittelzentren erhalten das ihnen zukommende Gewicht als Zubringer für die betroffenen HGV-Strecken. Eine eventuelle Etappierung der Ausbauten kann sich die LITRA aber nur vorstellen, wenn die zeitliche Staffelung der Projekte klar und verbindlich geregelt ist. Dabei spielen die Interdependenz und Baureife eine wichtige Rolle. In diesem Sinne stehen die Ausbauten durch den Haut-Bugey und die Kapazitätserweiterungen der Strecke Zürich – Flughafen – Winterthur im Vordergrund. Aber auch der Einbezug von Ausbauten mit Blick auf den Anschluss an die Hochgeschwindigkeitsstrecke Rhein-Rhone, die Elektrifizierung Lindau – Geltensdorf auf der Strecke Lindau – München und die Realisierung der Ausbauten Bülach – Schaffhausen haben gemäss LITRA hohe Priorität.
|