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(Bern, 9.1.98). Der Informationsdienst für den öffentlichen Verkehr LITRA ist besorgt über die Opposition gegen die leistungsabhängige Schwerverkehrsabgabe (LSVA). Wie die LITRA in einer Stellungnahme zu der am Samstag beginnenden Unterschriftensammlung für ein Referendum gegen die LSVA schreibt, wächst die Zahl der Lastwagen auf unseren Strassen von Jahr zu Jahr. Sollte das Referendum zustandekommen und das Gesetz über die LSVA in der Volksabstimmung abgelehnt werden, wird der Schwerverkehr noch mehr zunehmen.
So haben zum Beispiel im Jahre 1996 75'000 oder 7,2 Prozent mehr Lastwagen die Schweizer Alpen durchquert. 1995 waren es 61'000 oder 6,2 Prozent mehr und 1994 sogar 80'000 oder 8,8 Prozent mehr als im Vorjahr. Diese Zunahme erfolgte trotz 28-Tonnen-Limite und Sonntags- und Nachtfahrverbot, welche eine noch schlimmere Überschwemmung unserer Strassen mit Lastwagen verhindern. Auf der Schiene ist der alpenquerende Güterverkehr 1996 eingebrochen und hat in den Vorjahren praktisch stagniert. Aufgrund von ersten Schätzungen hat der Schienenverkehr im Jahr 1997 vom tiefen Niveau aus zwar wieder zugenommen, doch der Schwerverkehr wächst weiter ungebrochen stark.
Unter der Zunahme des Schwerverkehrs leiden die umweltfreundlichen Bahnen mit weniger Gütertransporten, die Autofahrer im Stau, die Velofahrer und Fussgänger mit weniger Sicherheit bzw. grösserer Unfallgefahr, die Mitwelt mit mehr Abgasen und Lärm und nicht zuletzt der Steuerzahler und die öffentlichen Haushalte mit mehr Kosten infolge grösserer Strassenabnützung. Wer dies alles vermeiden will, und das Gesamtwohl im Auge hat, muss alles Interesse daran haben, dass die LSVA so rasch als möglich eingeführt werden kann.
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