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1.3.10 Die Migros-Gruppe beförderte im Jahr 2009 über 540'000 Tonnenkilometer mehr Güter auf der Schiene als im Vergleich zum Vorjahr. Im Jahr 2009 waren für die Migros rund 82'000 Wagen der SBB Cargo unterwegs. Damit wurde eine Menge von 186'502'487 Tonnenkilometern transportiert, was gegenüber dem Vorjahr einem Zuwachs von 0,3 Prozent entspricht. Damit ist die Migros-Gruppe nach wie vor die grösste Kundin von SBB Cargo im nationalen Schienengüterverkehr.
3.3.10 Mit einer Tramlinie sollen die chronischen Verkehrsprobleme in der Agglomeration Lugano behoben werden. In einer ersten Phase soll ein Projekt für eine Tramlinie von Bioggio, das in der Nähe des Flughafens liegt, ins Zentrum von Lugano erarbeitet werden. Zu einem späteren Zeitpunkt soll diese West-Ost-Verbindung durch eine Linie von Cornaredo im Norden der Stadt zu den Einkaufszentren auf der Scairolo-Ebene im Süden ergänzt werden. Die Planungskosten, an denen sich nebst der Stadt Lugano auch der Kanton Tessin sowie die umliegenden Gemeinden beteiligen, belaufen sich auf insgesamt 2,6 Millionen Franken.
5.3.10 Der Bundesrat hat das Sanierungskonzept für die SBB-Pensionskasse definitiv abgesegnet. Vorbehältlich der Zustimmung durch die Eidgenössischen Räte wird der Bund 1,148 Milliarden Franken übernehmen. Dies hat der SBB-Verwaltungsrat zugesichert. Die eigenen Sanierungsanstrengungen laufen bereits. So hat die SBB auf Anfang 2010 knapp eine Milliarde Franken eingeschossen. Bis zum Erreichen des Deckungsgrads von 100 Prozent trägt die SBB zusätzliche Arbeitgeberbeiträge von 2 bis 2,5 Prozent. Die Versicherten müssen ihrerseits eine Erhöhung des Rentenalters von 63,5 auf 65 Jahre und ebenfalls Sanierungsbeiträge zwischen 2 und 2,5 Prozent hinnehmen.
7.3.10 Die Stadt Luzern wird künftig zur Mitfinanzierung wichtiger Verkehrsvorhaben jährlich einen Fonds mit 5 Millionen Franken speisen. Der Souverän hat sich in der Stichfrage gegen die Initiative «Zur Finanzierung des Tiefbahnhofs» und für den Gegenvorschlag entschieden. Im Gegensatz zur Initiative, die eine Rückstellung von jährlich 7 Millionen Franken für Infrastruktur-Investitionen für die Eisenbahn gefordert hätte, beschränkt sich der Gegenvorschlag nicht nur auf Investitionen für den öffentlichen Verkehr. Das Geld kann auch für Strassenbauvorhaben eingesetzt werden. Beispielsweise, wenn der Tiefbahnhof nicht realisiert würde.
8.3.10 Die 27'000 SBB-Angestellten erhalten 2010 eine einmalige Prämie von 650 Franken. Zudem werden bei der SBB 0,5 Prozent der Lohnsumme für individuelle Lohnerhöhungen eingesetzt. In den Genuss der vollen Prämie kommen Angestellte mit einem Beschäftigungsgrad ab 50 Prozent. Wer zwischen 20 und 49 Prozent arbeitet, erhält 325 Franken Prämie. Die Lohnerhöhungen wurden von einem Schiedsgericht entschieden. Dieses wurde angerufen, weil die Gewerkschaften die Lohnverhandlungen mit der SBB abgebrochen hatten, nachdem das Unternehmen nicht auf ihre Forderungen eingetreten war.
10.3.10 Der Ständerat ist nicht zufrieden mit der Entwicklung des alpenquerenden Schwerverkehrs. Er will vom Bundesrat wissen, mit welchen Massnahmen das Ziel der Verlagerung auf die Schiene erreicht werden könnte. Der Ständerat stimmte einer Motion seiner Verkehrskommission zu, die vom Bundesrat eine Strategie verlangt. Mit den bisher in Kraft getretenen Massnahmen könne weder das Zwischen- noch das Endziel der Verkehrsverlagerung erreicht werden, begründete die Kommission ihr Anliegen.
11.3.10 Die Fluggesellschaft Swiss fliegt auch in der schweren Branchenkrise mit Gewinn. 2009 erzielte sie einen operativen Gewinn von 93 Millionen Euro. Sie ist damit die Ertragsperle von Lufthansa. Der deutsche Konzern erzielte insgesamt einen operativen Gewinn von 130 Millionen Euro. Das sind rund 1,2 Milliarden Euro weniger als im Jahr zuvor.
11.3.10 Der eingebrochene Welthandel hat den Basler Logistikkonzern Panalpina stark belastet. Der Gewinn tauchte 2009 um 90,8 Prozent auf 10,4 Millionen Franken. Auf der Kostenseite hatte Panalpina zwar schnell reagiert. Der von Monika Ribar geführte Konzern baute rund 1’857 Vollzeitstellen oder 12 Prozent der Belegschaft ab. Doch die Massnahmen haben nicht ausgereicht, um den drastischen Rückgang beim Volumen und den raschen Anstieg der Einkaufspreise in der zweiten Jahreshälfte auszugleichen.
l5.3.10 Auf der Strasse wie auf der Schiene sind im vergangenen Jahr weniger Güter durch die Alpen transportiert worden. Besonders stark spürten die Bahnen die Wirtschaftskrise: Sie transportierten 17,7 Prozent weniger Güter durch die Alpen als im Vorjahr. Auf der Strasse waren es mit 1,18 Millionen Lastwagen rund 95'000 Fahrten weniger. Das ist ein Minus von 7,4 Prozent gegenüber 2008 und bedeutet den niedrigsten Stand seit 1998. Gegenüber der Strasse verlor die Schiene an Anteilen: 2009 wurden 61 Prozent der Güter auf der Schiene befördert, 2008 waren es noch 64 Prozent gewesen.
19.3.10 Der Airbus A380 kann Zürich im ordentlichen Linienbetrieb anfliegen. Das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) hat den Flughafen Zürich für das grösste Passagierflugzeug der Welt zertifiziert. Zürich sei neben den Flughäfen Paris Charles de Gaulle und London Heathrow der dritte Flughafen in Europa, der von diesem Riesenvogel angeflogen werde. Die ersten Flüge von Zürich nach Singapur mit der A380 sind bereits ausgebucht.
23.3.10 Mehr Sitzplätze, mehr Züge und mehr Platz in den Bahnhöfen: Diese Zielsetzungen wollen SBB und Bundesamt für Verkehr (BAV) bei der Planung der Bahn 2030 verfolgen. SBB und BAV arbeiten dazu für den Bundesrat zwei Varianten im Wert von 21, respektive 12 Milliarden Franken aus. Stehen für den Ausbau des Schienennetzes 12 Milliarden Franken zur Verfügung, möchten SBB und BAV das Geld in folgende Projekte stecken: 1. Knotenausbauten Genf und Lausanne (inkl. Entflechtung Renens). 2. Profilausbau für Doppelstockzüge im Wallis. 3. Engpassbeseitigung Heitersberg. 4. Massnahmen im Kanton Bern. 5. Entflechtungen im Raum Basel Ost (teilweise). 6. Engpassbeseitigung Zürich- Winterthur. 7. Streckenausbauten Lausanne- Bern. 8. Doppelspurausbau Ligerz- Twann (Jurasüdfusslinie). Stehen 21 Milliarden Franken zur Verfügung, kämen folgende Projekte dazu: 9. Massnahmen Regional- und Agglomerationsverkehr (darin enthalten wären unter anderem die Massnahmen im Raum Basel zur Schaffung der Voraussetzungen für zusätzliche S-Bahn-Züge im Ergolz- und Laufental und im Raum Bern für mehr Züge nach Neuenburg und Schwarzenburg. Im Raum Luzern soll die Sitzplatzkapazität Richtung Hochdorf erhöht und auf den Strecken Baden- Zürich, Bülach- Zürich sowie Uster/Bubikon- Zürich sollen die Voraussetzungen für zusätzliche Züge geschaffen werden). 10. Ausbauten für vier Meter Eckhöhe auf der Gotthard-Linie. 11. Engpassbehebung Zürich- Zug (Zimmerberg-Basistunnel II). Bloss zweite Priorität geniessen folgende Projekte: 12. Engpassbeseitigung Zürich- Chur. 13. Engpassbeseitigung Rotsee. 14. Bahntechnik Lötschberg-Basistunnel. 15. Engpassbeseitigung Lausanne- Yverdon. 16. Engpassbeseitigung Bern- Münsingen. 17. Engpassbeseitigung Basel- Rheinfelden. 18. Engpassbeseitigung Güterverkehr Buchs- Sargans. 19. Tiefbahnhof Luzern. 20. Engpassbeseitigung Zürich- Uster (via Stadelhofen). 21. Engpassbeseitigung Bern- Burgdorf. 22. Engpassbeseitigung Bellinzona- Locarno. 23. Engpassbeseitigung Morges- Allaman. 24. Engpassbeseitigung Güterverkehr Gotthard-/Lötschbergachse. 25. Wisenbertunnel lang. 26. Engpassbeseitigung Gland- Rolle.
24.3.10 Der Urner Regierungsrat will nicht, dass nach Eröffnung des Gotthardbasistunnels die Regionalzüge zwischen Brunnen SZ und Altdorf von den Güterzügen verdrängt werden. Die Kapazitäten müssten deshalb erweitert werden. Die Kantonsregierung nahm heute Stellung zum Sachplan Verkehr des Bundes. Für Uri seien die Kapazitäten auf den Zulaufstrecken zum Gotthardbasistunnel von zentraler Bedeutung, heisst es in einer Mitteilung der Standeskanzlei. Zudem müssten am Kantonsbahnhof auch Züge halten, die den Basistunnel benützen würden. Ziel des Sachplanes Verkehrs ist es, dass Bahnanlagen auf lange Sicht koordiniert mit der Raumentwicklung geplant werden. Der Sachplan enthält auch Vorhaben, deren Finanzierung noch nicht sichergestellt ist.
26.3.10 Bei der Rhätischen Bahn (RhB) kommt es zu einem Wechsel an der Spitze. Erwin Rutishauser, Vorsitzender der Geschäftsleitung, tritt Ende Jahr zurück. Er führte das Bahnunternehmen seit Oktober 2004. Der 61-jährige Rutishauser habe den Verwaltungsrat über den Rücktritt Ende Dezember 2010 informiert, teilte die RhB mit. Rutishauser will mit seinem Ausscheiden sicherstellen, dass sein Nachfolger oder seine Nachfolgerin die neue Bahnstrategie 2018 von Beginn weg begleiten und umsetzen kann.
30.3.10 Die Fluggesellschaft Helvetic vergrössert ihre Flotte um zwei weitere Flugzeuge des Typs «Fokker» auf insgesamt sechs. Zudem erweitert die Airline ihren Personalbestand um 30 Vollzeitstellen auf 150 Mitarbeitende. Helvetic hat im laufenden Geschäftsjahr 2009/10 sowohl die Anzahl der beförderten Passagiere als auch die Auslastung der Flugzeuge gegenüber dem Vorjahr gesteigert.
30.3.10 Die BLS tätigt eine Grossinvestition für die Berner S-Bahn: Für 493,7 Millionen Franken kauft sie in den nächsten Jahren bei der Firma Stadler Rail 28 Doppelstockzüge. Langfristig will sie die Wagenflotte vereinheitlichen und dafür über eine Milliarde Franken aufwenden. Die grösste Rollmaterialinvestition ihrer Geschichte begründet die BLS mit dem «rasanten Nachfragewachstum der letzten Jahre» auf der Berner S-Bahn. Gemessen an den gefahrenen Personenkilometern hat die Nachfrage in den letzten fünf Jahren um 43,5 Prozent zugenommen. Sie stosse deshalb mit dem bestehenden Rollmaterial an die Kapazitätsgrenzen.
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