Attraktivität des Kantons Thurgau soll gesteigert werden
litra. Der Regierungsrat des Kantons Thurgau hat vom Konzept «Regionalverkehr Kanton Thurgau für die Jahre 2004 bis 2008» Kenntnis genommen und dieses in die Vernehmlassung geschickt. Vorgeschlagen wird eine marktgerechte Weiterentwicklung des Angebots im öffentlichen Verkehr in den nächsten vier Jahren, wie das Konzept beispielhaft zeigt. In den letzten acht Jahren wurde das Angebot im öffentlichen Verkehr des Kantons Thurgau kräftig ausgebaut. So stieg die Kilometerleistung der Bahn- und Busunternehmungen von 6,7 Millionen Kilometern auf 9,3 Millionen Kilometer – eine Steigerung um knapp 40 Prozent. In den nächsten vier Jahren soll nun das öV-Angebot nachfragegerecht weiterentwickelt werden, wie der Konzept-Entwurf «Öffentlicher Regionalverkehr Kanton Thurgau 2004 bis 2008» aufzeigt. Damit will der Regierungsrat die Marktanteile des öffentlichen Verkehrs weiter erhöhen und gleichzeitig die Attraktivität des Kantons Thurgau als Wirtschafts- und Lebensraum steigern. Wesentliche Angebotsverbesserungen bei den Bahnen Bereits beschlossen ist die Einführung des Stundentakts täglich bis 20 Uhr auf der Strecke Zürich–Weinfelden–Konstanz (CityVogel) ab Dezember 2004. Somit wird neu zwischen Weinfelden und Zürich ein Halbstundentakt der Schnellzüge angeboten. Mit der Verlängerung der S-Bahn Zürich bis Weinfelden (Montag bis Freitag jeweils bis 20 Uhr) soll ab Dezember 2005 auch im Regionalverkehr zwischen Winterthur und Weinfelden der durchgehende Halbstundentakt verwirklicht werden. Ebenfalls ab Dezember 2005 sollen auch die Regionalzüge zwischen Winterthur und Wil Montag bis Freitag jeweils bis 20 Uhr im Halbstundentakt verkehren. Im Rahmen der Weiterentwicklung der S-Bahn St. Gallen ist auch auf der Strecke Weinfelden–Bischofszell–St. Gallen ein Halbstundentakt während den Hauptverkehrszeiten geplant. Zwischen Romanshorn und Rorschach sind zudem zwei neue Bahnhaltestellen Arbon Seemoosriet und Steinach TG geplant. Angebotsverbesserungen auch bei den Buslinien Auch die Buslinien sollen schrittweise ausgebaut werden: Auf Dezember 2004 wird in der Agglomeration Kreuzlingen/Konstanz ein neues Buskonzept mit neuen regionalen Buslinien umgesetzt werden. Auch die Region Frauenfeld sowie der Oberthurgau soll von verbesserten Busverbindungen profitieren können. Zusammenarbeit mit dem Zürcher Verkehrsverbund (ZVV) Bei den Tarifen soll ab Dezember 2004 in Zusammenarbeit mit dem Zürcher Verkehrsverbund (ZVV) ein grenzüberschreitendes Zonenangebot für Monats- und Jahresabonnemente geschaffen werden. Zudem planen die Kantone des Tarifverbunds «Ostwind», ab 2007 auch Einzelbillette und Mehrfahrtenkarten in den Zonentarif zu integrieren. Belastung der öffentlichen Hand steigt um zehn Prozent Alle diese geschilderten Verbesserungen erfordern natürlich auch ein grösseres finanziellen Engagement der öffentlichen Hand. Bis 2008 steigt der Aufwand gegenüber 2003 um rund 10 Prozent auf total 57,2 Millionen Franken. Aufgrund der aktuellen Finanzierungsregeln entfallen 34 Millionen Franken auf den Bund, 12,2 Millionen Franken auf den Kanton Thurgau und 6,6 Millionen Franken auf die Gemeinden. Aus den kantonalen Erträgen aus der leistungsabhängigen Schwerverkehrsabgabe (LSVA) würden im Jahr 2008 insgesamt 4,4 Millionen Franken finanziert. Kasten
Die wichtigsten Neuerungen in den Jahren 1996 bis 2003 litra. Im Kantons Thurgau wurde der öffentliche Verkehr in den letzten acht Jahren kräftig ausgebaut. So wurde der Halbstundentakt auf der Seelinie (Schaffhausen–Stein am Rhein und Kreuzlingen–Romanshorn–Rorschach) sowie zwischen Romanshorn und St. Gallen eingeführt. Ebenfalls neu ist die CityVogel-Verbindung von Konstanz über Weinfelden nach Zürich. Beim Busverkehr sind die Fahrplanverdichtungen im Raum Wil-Hinterthurgau sowie der Ausbau des PubliCar- und des flächendeckenden NachtBus-Angebots bis gegen Mitternacht zu erwähnen. Das verbesserte Angebot wurde auch rege benutzt: Von 1996 bis 2002 stieg die Zahl der beförderten Passagiere von 17 auf 20 Millionen Fahrgäste (plus 18 Prozent).
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