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Oktober 1998

2.10.98
Als die SBB im September 1996 ihren Stückgutverkehr «Cargo Domizil» an das Transport-Konsortium Planzer, Galliker, Kuoni und Gamion verkauften, erwartete die neuen Eigner keine beneidenswerte Aufgabe. Den SBB hatte diese in den Jahren vor dem Verkauf jährlich gegen 50 Millionen Franken Verlust eingefahren. Die negative Presse kulminierte und kritisierte, dass der defizitäre Stückgutverkehr nun «unter einem unhaltbaren Schuldenerlass» an die Strasse «verscherbelt» werde. Dass nach diesen negativen Vorzeichen heute, knapp zwei Jahre später, bei Cargo Domizil bereits der «Break even» erreicht ist, darf als positiv gewertet werden. Die Direktoren der Partnerfirmen und Generaldirektor Fagagnini von den SBB, die gleichsam Kunde und Auftraggeber von Cargo Domizil sind, atmeten denn in Zürich Altstetten vor den Medien hörbar auf. An der Feier aus Anlass des hunderttausendsten Bahnwagens seit der Privatisierung war praktisch nur Gutes zu hören. So kommen heute täglich im Durchschnitt immerhin 220 Bahnwagen in den Transporteinsatz, was rund einem Drittel der Gesamttransporte entspricht. Knapp die Hälfte der insgesamt 750 Angestellten sind indes Chauffeure. Ein Grossteil der ehemaligen SBB-Mitarbeiter ist heute vom Konsortium übernommen worden. Mit Ausnahme von einzelnen abgelegenen Bergtäler erreichen praktisch 100 Prozent der Sendungen ihren Bestimmungsort schweizweit innerhalb von 24 Stunden, und dies zum praktisch gleichen Tarif wie vor zwei Jahren.

3.10.98
Pilot-Projekt «CityCarTM» Martigny: In Zusammenarbeit mit der Stadt Martigny und mit Unterstützung durch die Energiedepartemente des Bundes und des Kantons Wallis, des Projekts UTOPIA der Europäischen Union entwickelt und realisiert Postauto Schweiz unter Federführung des RPZ Sion das futuristische Stadtverkehrskonzept «CityCarTM». Das Pilotprojekt ist auf drei Jahre ausgerichtet und umfasst den Betrieb mit 30 zweiplätzigen Elektro-Compact Cars und drei Shuttle-Cars mit variablen Platzangebot von 5 – 40 Plätzen. Die 30 Compact Cars werden der künftigen Kundschaft zum Selbstfahren überlassen. Ein EPS System (Electronic Position System) wird der Überwachungszentrale ständig die Position der Fahrzeuge aufzeigen. Die Fahrzeuge können an zehn in der Stadt verteilten CityCarTM-Stationen in Empfang genommen und wieder parkiert werden. Erste Prototypen der CityCarsTM werden noch in diesem Frühjahr den Versuchsbetrieb aufnehmen. In einer weiteren Phase in der zweiten Hälfte 1998 wird das Pilotprojekt mit einem vorerst eingeschränkten und als Testpiloten eingesetzten Kundenkreis betrieben. Bis ins Jahr 2000 soll das Pilotprojekt vollumfänglich funktionieren. Bereits haben einige grössere Städte ihr Interesse am CityCarTM-Projekt angemeldet. Für die EXPO 2001 und später vielleicht auch anlässlich der Olympischen Winterspiele 2006 im Wallis ist das CityCarTM-System als integrierter Bestandteil der Personen-Transport Konzepte vorgesehen.

3.10.98
Mit dem Transportkonzept 1999 der Post verliert die Bahn einen Teil der Posttransporte. Für die Beförderung von Paketen und Briefen setzt die Post künftig zu zwei Dritteln auf die Bahn und zu einem Drittel auf die Strasse. In der Vergangenheit bewältigte die Post noch vermehrt Schienentransporte. Drei Viertel der Postsachen beförderte die Bahn, ein Viertel entfiel auf Strassentransporte. Gleichzeitig mit dem neuen Transportkonzept gab die Post ihre künftigen Partner für die Transporte bekannt. Den Zuschlag für die Bahntransporte erhielt eine Arbeitsgemeinschaft der SBB und der Bern- Lötschberg- Simplon- Bahn. Eine Ausnahme bilden die Transporte vom Paketzentrum Frauenfeld (TG) zu den Paketbasen der Ostschweiz. Sie werden künftig von der Lokoop AG, bestehend aus der Mittelthurgaubahn und der Südostbahn, erledigt. Die Strassentransporte werden von den Transporteuren Friderici SA in Tolochenaz (VD), Planzer AG in Dietikon (ZH), Hugelshofer AG in Frauenfeld und der Post selber ausgeführt. Das neue Transportkonzept der Post sieht vor, dass die Briefpost zwischen den 23 Verarbeitungszentren wie bisher per Bahn transportiert wird. Die Feinverteilung in die Poststellen erfolgt auf der Schiene oder der Strasse. Die Transporte zwischen den fünf Paketzentren erfolgen per Bahn. Der Weitertransport zu den rund 60 Basen ist zwischen Schiene und Strasse hälftig aufgeteilt. Bestimmendes Element des neuen Konzepts ist der Transport der Pakete ab dem 31. Mai des kommenden Jahres zwischen den Verarbeitungszentren und den Paketbasen mittels Wechselbehältern. Mit der Umsetzung des Konzepts «Paketpost 2000» wird ein bedeutender Schritt zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit der Post sichergestellt.

6.10.98
Die Vorlage über die Finanzierung des öffentlichen Verkehrs (Finöv) führt nicht einfach zu einer weiteren Neat-Abstimmung, sondern sichert die Grundlage von vier Eisenbahn-Grossprojekten. Diese sind Bestandteile einer modernen, konkurrenzfähigen Bahn. Die Gesamtsumme von 30 Milliarden Franken ist kein Gigantismus, sondern eine Investition in die Zukunft. Das ist der Grundton des Bundesamtes für Verkehr (BAV) zum Abstimmungskampf. Es gehe am 29. November nicht um eine weitere Neat-Abstimmung, erklärte BAV-Direktor Max Friedli an einem Medienanlass in Bern. Es handelt sich vielmehr um ein neues Konzept für die langfristig gesicherte Finanzierung aller Grossprojekte des öffentlichen Verkehrs. Nicht die neue Eisenbahn-Alpentransversale (Neat) kostet 30.5 Milliarden Franken – diese Falschmeldung wird immer wieder herumgeboten –, sondern alle Grossprojekte, zusammen verteilt über 20 Jahre. Die Neat (13,5 Milliarden Franken) macht nur 45 Prozent des Gesamtpakets aus. Die hohe Zahl von 30 Milliarden ergibt sich nicht primär aus der Neat und schon gar nicht aus der am meisten in Zweifel gezogenen Lötschberg-Achse. Würde man auf diese verzichten, würden lediglich 1 bis 2 Milliarden Franken oder 3 bis 6 Prozent der Gesamtsumme eingespart. Falsch ist die Annahme, dass die Finanzierung der Grossprojekte den Regionalverkehr gefährde, dies wäre eher der Fall, wenn die Finöv-Vorlage unterliegen würde. BAV-Vizedirektor Peter Testoni orientierte über den momentanen Stand der vier Grossprojekte. In finanzieller Hinsicht bemerkenswert waren die Angaben über bereits ausgegebene Gelder für die Neat. Für Gotthard und Lötschberg zusammen wurden bisher 1020 Millionen Franken durch vertragliche Verpflichtungen und zur Deckung der aufgelaufenen Bauzinsen gebunden. Es sind bereits Zahlungen von 714 Millionen Franken erfolgt. Die insgesamt 700 Arbeitsplätze bei den Alptransit-Organisationen Gotthard und Lötschberg wären bei einem Scheitern der Finöv-Vorlage gefährdet, sagte Testoni.

6.10.98
Die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) sowie die beiden Privatbahnen SOB (Schweizerische Südostbahn) und BT (Bodensee–Toggenburg–Bahn) haben bei der Stadler Altenrhein AG gemeinsam 19 Reisezugwagen des Typs «revvivo» für den Voralpenexpress Luzern–Romanshorn bestellt. Dazu kommen zusätzlich zwei bereits früher bestellte Wagen für die SOB. Die Schindler Technik AG liefert für diese 21 Fahrzeuge die vorgefertigten Innenausbau-Module aus gewickelten Faserverbund-Werkstoffen. Ebenfalls von Schindler in Altenrhein stammen die Innenausbau-Komponenten wie Stühle, Tische, Gepäckträger und vormontierte Toilettenkabinen. Zudem werden Engineering-Leistungen erbracht. Der wertmässige Anteil all dieser Leistungen beläuft sich auf rund 3,5 Millionen Franken. Der Auftrag trägt zur guten Auslastung aller drei Bereiche bei. Basierend auf rund 40jährigen Bahnwagen des Typs EW I hatte Schindler 1995 das neuartige, selbst entwickelte «revvivo»-Konzept vorgestellt. Dieses erlaubt es, mit limitierten Kosten und innert kurzer Zeit Eisenbahnwagen so zu modernisieren, dass sie den gleichen Komfort wie Neuwagen aufweisen. Für den neuen Innenausbau wird eine Innenhülle aus Faserverbund-Werkstoffen in sogenannter Wickeltechnik hergestellt. Schon vor zwei Jahren hatten BT und SOB bei der damaligen Schindler Waggon AG elf «revvivo»-Fahrzeuge bestellt. Diese haben sich in der Praxis so bewährt, dass die beiden Privatbahnen nun gemeinsam mit den SBB eine zweite Bestellung im Wert von 22 Millionen Franken bei der Stadler Altenrhein AG plazierten, welche dieses Konzept übernommen hat.

7.10.98
Bei den alle zwei bis drei Jahre verliehenen Brunel Awards für weltweit herausragende Leistungen in der Eisenbahnarchitektur und im Eisenbahndesign haben die SBB vier der insgesamt 16 Awards und zwei Anerkennungen erhalten. Sie führen damit wiederum den «Medaillen-Spiegel» an. Aus den Händen des spanischen Tourismusministers konnte SBB-Chefarchitekt Uli Huber in Madrid die Brunel Awards für folgende Objekte im Empfang nehmen: - «L'Ange protecteur» im Hauptbahnhof Zürich, S-Bahn-Station Bern Ausserholligen, Erweiterung der Perrondächer am Hauptbahnhof Zürich, Normgebäude für Bahntechnik.

8.10.98
An der Mitgliederversammlung des Informationsdienstes für den öffentlichen Verkehr (Litra) in Bern hat Bundesrat Moritz Leuenberger dazu aufgerufen, nach der leistungsabhängigen Schwerverkehrsabgabe am 29. November auch die Vorlage für die Eisenbahn-Grossprojekte gutzuheissen. Die erste Etappe der Bahn 2000 sei im Bau und müsse fertiggestellt werden. Zur Lärmsanierung ihres Netzes seien die Bahnen gesetzlich verpflichtet. Auch beim Bau der neuen Eisenbahn-Alpentransversalen (Neat) gebe es auf Grund eines rechtskräftigen Beschlusses und einer völkerrechtlichen Verpflichtung kein Zurück. Beim Anschluss ans europäische Hochgeschwindigkeitsnetz könnten wir es uns nicht leisten, abgeschnitten zu werden. An der von zahlreichen eidgenössischen Parlamentariern sowie leitenden Persönlichkeiten der Transportunternehmungen, der Wissenschaft, der Industrie und des Gewerbes besuchten Versammlung bezeichnete der Verkehrsminister eine Modernisierung unserer gut hundertjährigen Schieneninfrastruktur als dringend notwendig. Mit der Neat und den Hochgeschwindigkeitsanschlüssen werde unser Land zu einer Drehscheibe des europäischen Bahnverkehrs. Dank ihrer Realisierung könnten in der Bauwirtschaft während 20 Jahren durchschnittlich rund 7500 Arbeitsplätze erhalten oder neu geschaffen werden. Die gleiche Zahl komme bei den Zulieferbetrieben hinzu. Bei den öffentlichen Verkehrsunternehmungen arbeiteten rund 60 000 Personen. Im Tourismus mit seinen engen Beziehungen zu den Bahnen arbeiten weitere 360 000 Personen. Das Wissen, dass die Grossprojekte der Bahnen brächten, lasse sich weltweit exportieren. Offen sei, ob wir den Bahnausbau mit Mitteln aus dem Spezialfonds, der geschaffen werden solle, oder aus allgemeinen Bundesmitteln finanzierten. Die zweite Variante würde die Abgeltungen für den Regionalverkehr gefährden. Dem Wunsch der Litra entsprechend versprach der Referent, den am runden Tisch ausgehandelten Sparbeitrag des öffentlichen Regionalverkehrs von 150 Millionen Franken nicht zu erhöhen.

8.10.98
An der Litra-GV trat alt Ständerat Niklaus Küchler (Sarnen) als Präsident der Litra zurück und wurde durch den der CVP angehörenden Zuger Ständerat Peter Bieri (Hünenberg) ersetzt. Neu gehören dem Vorstand zudem die Ständeratsmitglieder Erika Forster (St. Gallen, fdp.) und Renzo Respini (Tessin, cvp.), Nationalratspräsident Ernst Leuenberger (Solothurn, sp.), die Nationalräte Caspar Baader (Gelterkinden, svp.) und Peter Föhn (Muotathal, svp.), SBB-Generaldirektor Hans Peter Fagagnini, Postauto-Direktor Daniel Landolf, Regierungsrat Hermann Lei (Frauenfeld) und SBB-Generalsekretär Urs Schlegel an. Der abtretende Präsident warb für die Modernisierung der Bahn-Infrastruktur. Die Schiene brauche den gleichen Ausbaustandard wie die Strasse mit ihren Autobahnen. Würde die Finöv-Vorlage abgelehnt, müsste ein Teil der Grossprojekte dennoch realisiert, aber über die ordentliche Bundeskasse finanziert werden, worunter der öffentliche Regionalverkehr und der Strassenbau und -unterhalt zu leiden hätten. Die zweite Etappe der Bahn 2000 solle vor allem die Bedürfnisse des Regional- und Agglomerationsverkehrs decken. Niklaus Küchler forderte die sofortige Aufnahme der Vorarbeiten für einen 9. Rahmenkredit zugunsten der konzessionierten Transportunternehmungen. Den Sparbeitrag des öffentlichen Verkehrs knüpfte er an eine Reihe noch nicht erfüllter Bedingungen. Mit der Transitgebühr von 330 Franken für einen EU-Lastwagen sei der Bundesrat an der untersten Grenze angelangt. Je tiefer diese Gebühr sei, desto grösser werde die Subvention der Schweizer Steuerzahler für die Differenz zu den Kosten eines Verlads auf die Schiene von 550 Franken. Diese neue Subvention sei nicht dem öffentlichen Verkehr zu belasten, sondern als Strassenentlastungsmassnahme aus der Mineralölsteuer zu finanzieren. Schliesslich wandte sich Küchler gegen die Einengung der unternehmerischen Freiheit der Bahnen durch das Bundesamt für Verkehr mit immer dichteren Regelwerken.

8.10.98
Benedikt Weibel, Präsident der SBB-Generaldirektion beanstandete an der LITRA-GV erneut die schlechte Qualität des grenzüberschreitenden europäischen Bahngüterverkehrs und die allzu einseitige Förderung des ertragsschwachen kombinierten Verkehrs durch die EU- und die schweizerische Politik. Es sei eine vordringliche Aufgabe der Bahnen, durch markante Leistungsverbesserungen das grosse Potential des konventionellen Einzelwagenladungsverkehrs wieder in Erinnerung zu rufen. Auf die oft gestellte Frage, weshalb sich die SBB ausgerechnet die schwierigste Partnerbahn, die italienische FS, ausgesucht hätten, antwortete Weibel, dass ein massgebender Einfluss nur bei einer 50-Prozent-Beteiligung möglich sei. Wenn man nicht von der Überzeugung ausgehe, dass sich die Probleme der Leistungserbringung im Süden lösen liessen, brauche man keine Neat...Als Gast hielt der Aufsichtsratsvorsitzende der Deutschen Bahn AG, Heinz Dürr, ein Referat. Die Bahnreform habe den Zweck, wenigstens den seit langem anhaltenden Abwärtstrend zu stoppen. Dürr beschwor die Psychologie des Ergebnisses, die «schwarze Null», als von entscheidender Bedeutung für die Motivation des Personals. Bei 15 Milliarden Defizit könne man einem Bahnhofvorsteher nicht klarmachen, dass er 50 000 Mark sparen solle. Die neuen Kredite liessen sich für Modernisierungsarbeiten verwenden statt für die Abzahlung von Schulden. Der Ausbau der Bahn-Infrastruktur sei eindeutig zu kurz gekommen in den letzten 50 Jahren. Der DB-Chef kritisierte die Industrie, die sich allzu lange auf die Bahn-Ingenieure verlassen habe, wenn beispielsweise ihre Neigezüge sich auf die falsche Seite neigten, und die Vielzahl der Weichen, mit deren Erfindung der Abstieg der Bahn begonnen habe. Im Unterschied zu den Lastwagen werde die Produktivität bei der Bahn nicht durch die Fahrer, die Lokomotivführer, sondern duch die Fahrdienstleiter und den Fahrplan bestimmt. Dürr liess erkennen, dass seiner Meinung nach von der Neat hauptsächlich die Italiener und die Deutschen profitierten. Die Bahnen müssten unternehmerisch geführt werden, wobei er den neuen Verwaltungsrat der SBB als vorbildlich rühmte. Im Rahmen der Kooperation lud Dürr die SBB ein, bei der Allianz DB/NS «einzusteigen».

9.10.98
Der Bundesrat hat die Mehrjahresprogramme 1998-2002 für die Massnahmen zur Verkehrstrennung genehmigt und den Finanzrahmen beschlossen. Für die Projekte im Zuständigkeitsbereich des Bundesamtes für Verkehr stellt er jährlich rund 28 Millionen Franken zur Verfügung, wie das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek) mitteilte. Für die Projekte im Verantwortungsbereich des Bundesamtes für Strassen bewilligte der Bundesrat insgesamt 174 Millionen Franken. In diesem Kredit sind 14 Millionen Franken für die Sanierung von gefährlichen unbewachten Niveauübergängen enthalten. Mit den bewilligten Mitteln werden zudem Massnahmen zur Verkehrstrennung und Verbesserung des Verkehrsflusses in städtischen Gebieten und das Verlegen von Bahngleisen oder Strassen mitfinanziert.

9.10.98
Unter der Leitung der SBB fand Anfang Oktober in Bern die europäische Fahrplankonferenz für die Fahrplanperiode vom 30. Mai 1999 bis am 27. Mai 2000 statt. Aus Schweizer Sicht zählten die sieben TGV-Paare von Genf nach Paris, die stündlichen Verbindungen ab Basel zum neuen Flughafen-Bahnhof von Frankfurt am Main sowie ein neues Angebotskonzept am Simplon mit Fahrzeitgewinn zwischen 17 und 35 Minuten zu den herausragendsten Beschlüssen der Tagung.

14.10.98
Der neue Verwaltungsrat der SBB AG, der formell sein Amt am 1.1.1999 antritt, hat in seiner ersten Sitzung vom 14. Oktober die Grundzüge der künftigen Organisation der SBB AG verabschiedet. Er stützt sich dabei auf Art. 24 des neuen SBB-Gesetzes, wonach der gewählte Verwaltungsrat verschiedene Vorbereitungsmassnahmen im Hinblick auf die Umwandlung der SBB in eine Aktiengesellschaft per 1.1.1999 zu treffen hat. Leitgedanke für die neue Organisation ist die Bildung von resultatverantwortlichen Divisionen, die weitgehend über die für die Wahrnehmung des Geschäftes notwendigen Ressourcen verfügen. Ab dem 1.1.1999 wird die SBB AG von einem Vorsitzenden der Geschäftsleitung geführt. Zu dieser gehören die Chefs der drei Divisionen Personenverkehr, Güterverkehr und Infrastruktur sowie der Finanz- und Personalchef. Dem Vorsitzenden sind weitere Funktionsbereiche direkt unterstellt. Die Bereiche Personenverkehr und Güterverkehr waren bisher im Departement Verkehr zusammengefasst; sie werden neu zu eigenständigen, resultatverantwortlichen Divisionen. Die Division Infrastruktur entspricht weitgehend dem heutigen gleichnamigen Departement, die drei Kreisdirektionen bleiben der Division Infrastruktur unterstellt. Die dezentrale Organisation der SBB – heute Kreise und Regionen – wird in einem nächsten Schritt überprüft und in allen Bereichen vereinfacht werden. Der Verwaltungsrat hat entsprechende Aufträge erteilt; die entsprechenden Massnahmen sollen noch im Jahr 1999 umgesetzt werden. Personell wird die Geschäftsleitung wie folgt zusammengesetzt sein: Benedikt Weibel (Präsident), Paul Blumenthal (Personenverkehr), Ken Bloch Sörensen (Güterverkehr), Pierre-Alain Urech (Infrastruktur), Michel Christe (Finanzen), Daniel Nordmann (Personal). Hans Peter Fagagnini verlässt die SBB auf Ende Oktober. Er war während sechs Jahren Mitglied der Generaldirektion und Chef des Departementes Verkehr. In dieser Zeit war er verantwortlich für einen grossen Teil der bisherigen Umstrukturierungen und Modernisierungen. Er hat einen entscheidenden Beitrag zur Weiterentwicklung der SBB hin zu einem kundenorientierten und effizienten Unternehmen geleistet. Die SBB dankt Hans Peter Fagagnini für seine ausgezeichnete Arbeit im Interesse des öffentlichen Verkehrs.

15.10.98
In Luzern stellen die Verkehrsbetriebe der Stadt Luzern (VBL) als erster Betrieb des öffentlichen Verkehrs in der Deutschschweiz ihre Billettautomaten auf Cash um, das elektronische Portemonnaie der Schweizer Banken und der Post. Die VBL sind mit EUROPAY (Switzerland) SA, der Vermarktungsgesellschaft für Zahlungsmittel und -systeme eine entsprechende Zusammenarbeit eingegangen. Im kommenden Jahr werden hundert VBL-Billettautomaten mit Cash-Card-Terminals versehen. Die Ausrüstung weiterer 125 Billettautomaten ist für das Jahr 2000 vorgesehen. Neben Bargeld wird Cash ab April 1999 vorerst auf dem Trolleybusnetz der VBL ein willkommenes Zahlungsmittel sein.

15.10.98
Auf welcher Linie kann dank einer Neutrassierung auf 36 Niveauübergänge verzichtet werden? Auf diese und andere Fragen gibt das 208 Seiten starke und zweisprachige Buch «Schienennetz Schweiz» Antwort. Es illustriert minuziös die Entstehung und den Wandel des Schweizer Bahnnetzes in den letzten 150 Jahren. Rechtzeitig zum anstehenden Volksentscheid über die Finanzierung der Zukunft der Bahnen liefert das im AS-Verlag erscheinende Buch wertvolle Grundinformationen zur Bahninfrastruktur. Das Buch zeigt, wie weit die Bahnrenaissance in den beiden letzten Jahrzehnten im lokalen, urbanen, nationalen und internationalen Bereich gediehen ist, wo Neubaustrecken das im Kern wohlerhaltene Netz stärken oder ergänzen. Die Doppel- und Mehrspurstrecken sind seit 1979 um über 270 Kilometer gewachsen. Ihr Anteil stieg von 30 auf 35 Prozent und überschritt bei den SBB 1990 die 50-Prozent-Marke.

20.10.98
Auf den 1. Dezember 1997 hat die durchgehende Postautolinie Samstagern–Bahnhof Pfäffikon–Seedamm Center ihren Betrieb aufgenommen. Die neue Linie wurde in das bestehende Liniennetz Bahnhof Pfäffikon–Seedamm Center integriert und das Angebot auf den 15-Minuten-Takt verdichtet. In der Zeit von Oktober 1996 bis September 1997 haben 313 430 Personen die Busverbindung auf dem Teilstück Bahnhof Pfäffikon–Seedamm Center benützt. Im gleichen Zeitraum 1997/98 wurden 388 921 Personen transportiert. Dies entspricht einer Frequenzsteigerung von 24,1 Prozent. Diese Zunahme ist grösstenteils der Einführung des 15-Minuten-Taktes zurückzuführen. Es zeigt sich denn auch, dass eine strikte Ausrichtung der Angebotsgestaltung nach den Bedürfnissen der Bevölkerung vom Markt honoriert wird.

20.10.98
Heute gelangt der Fahrplanentwurf für die Periode 1999–2001 bei den Kantonen in die Vernehmlassung. Nach «Impuls '97» stellt er den zweiten Schritt der ersten Etappe von Bahn 2000 dar. Der Entwurf sieht im Fernverkehr die Ausdehnung des Halbstundentakts auf den Strecken Zürich–Luzern und Lausanne–Fribourg, eine Verdichtung der durchgehenden Intercity-Züge Basel–Zürich sowie die Wiederaufnahme der Direktverbindungen Genf–Luzern vor. Bis Ende November können sich die Kantone zum Fahrplanprojekt äussern.

21.10.98
Die SBB-Generaldirektion schliesst die Hauptwerkstätte in Chur auf Mitte 2000. Die 107 Mitarbeiter sollen entweder frühpensioniert oder an anderen Arbeitsorten weiterbeschäftigt werden. Entlassungen sind nach SBB-Angaben nicht vorgesehen. Wesentlicher Grund für die Schliessung der rund 140 Jahre alten Hauptwerkstätten in Chur ist der rückläufige Sanierungsbedarf von Bahnwagen. Der Unterhalt der neuen Modelle ist infolge neuerer Konstruktionsprinzipien und Materialien, wie Aluminium oder Kunststoffe, weniger aufwendig.

22.10.98
Die SBB und die öffentlichen Transportunternehmungen offerieren ihrer Kundschaft ein neues Kombi-Angebot, das die Reise von A bis Z – von der Abfahrt bis ins Ziel – abschliesst, die «smartmove Travel Card». Die Käufer des neuen Kleinwagens «smart» haben die Möglichkeit, zum Preis von 80 Franken ein Jahr lang das Netz des öffentlichen Verkehrs zum halben Preis zu benutzen. Die «smartmove Travel Card» schliesst zusätzlich ebenfalls für ein Jahr das Car-Sharing-Angebot «Mobility» mit ein. Die Karte dient sozusagen als Mobilitäts-Passepartout, denn sie eröffnet nebst dem halben Preis für die Fahrt auf 18 000 Kilometer Bahn, Bus und Schiff auch den Zugang zu den 1000 von «Mobility» in der ganzen Schweiz angebotenen Fahrzeugen. Dank des integrierten Chips erhält die Karte die Funktion eines elektronischen Schlüssels für die «Mobility»-Autos. Reservationen für die «Mobility»-Wagenflotte sind rund um die Uhr per Telefon oder Internet möglich. Die kilometergenaue Abrechnung erlaubt eine monatliche Bezahlung. Die «Mobility»-Wagen sind an über 700 Standorten in 300 Ortschaften erhältlich, unter anderem auch an 250 Bahnhöfen.

22.10.98
Die Abstimmungsergebnisse über die leistungsabhängige Schwerverkehrsabgabe (LSVA) vom 27. September zeigen einen deutlichen Unterschied zwischen Stadt und Land. In städtischen Gemeinden sagten 64 Prozent Ja, in ländlichen nur 45 Prozent, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) mitteilte. Keine verkehrspolitische Vorlage hat in den letzten 15 Jahren zwischen Stadt und Land so stark polarisiert wie die LSVA. Landwirtschaftlich geprägte Gemeinden erreichten nur 37 Prozent Ja-Stimmen, während die Grosszentren Zürich, Basel, Bern, Genf und Lausanne auf 78 Prozent kamen. Dieser Unterschied ist bei 140 Volksabstimmungen seit 1981 erst viermal übertroffen worden. Bei früheren verkehrspolitischen Vorlagen hatte die Differenz zwischen Stadt- und Landgemeinden höchstens 14 Prozentpunkte betragen. Gemäss BFS liess sich ein Zusammenhang zwischen dem Ja-Stimmen-Anteil und der Wahl des Verkehrsmittels beim Weg zur Arbeit nachweisen. Wo der öffentliche Verkehr stark benützt wird, ergab sich bei der LSVA-Abstimmung auch ein hoher Ja-Stimmen-Anteil. Geringe Unterschiede stellten die Statistiker zwischen den Sprachregionen fest. Die italienische Schweiz befürwortete die Vorlage mit 67 Prozent am deutlichsten, gefolgt von der Deutschschweiz mit 58 Prozent und der Westschweiz mit 52 Prozent. Das Bild hat Ähnlichkeit mit der früheren Abstimmung über eine Mitgliedschaft der Schweiz beim Europäischen Wirtschaftsraum.

22.10.98
Die Verkehrssicherheit in den Städten soll verbessert werden. Zu diesem Zweck hat der Schweizerische Städtebund an einer Tagung in Bern einen Massnahmenplan vorgestellt, der erlauben soll, Mängel in der Unfallerhebung und -auswertung zu beheben und die Koordination der verantwortlichen Stellen zu verbessern. Auch der Öffentlichkeitsarbeit soll mehr Gewicht beigemessen werden. Gemäss einer Studie belaufen sich die volkswirtschaftlichen Kosten der Strassenverkehrsunfälle auf 6,6 Milliarden Franken pro Jahr.

23.10.98
Das RPZ Delémont präsentiert in Grandval unter dem Namen «ScolacarTM» das erste Fahrzeug einer neuen Generation von Schulbussen mit erhöhtem Sicherheits-Standard. Optimal überblickbare Einstiegstüren, welche automatisch durch den Wagenführer bedient werden, die in Fahrrichtung orientierten Sitzbänke und Sicherheitsgurte an jedem Fahrgastplatz sind Bestandteil der grundlegenden Sicherheitsausstattung.

26.10.98
Pendlerinnen und Pendler aus dem Kanton Schwyz können für die tägliche Fahrt nach Zürich ab 1999 ein interkantonales Abonnement für die öffentlichen Verkehrsmittel kaufen. Die Schwyzer Regierung hat eine entsprechende Vereinbarung mit dem Zürcher Verkehrsverbund getroffen. Das neue Abonnement gilt für Personen, die in den Gemeinden Einsiedeln, Rothenthurm sowie im Bezirk March wohnen und in Zürich arbeiten. Es berechtigt zur freien Fahrt auf allen S-Bahnen sowie Tram- und Buslinien in der Stadt Zürich und zur Benutzung aller Züge auf der Strecke Zürich–Reichenburg und der Postautokurse im Bezirk March. Für Erwachsene kostet das Abonnement 205 Franken monatlich oder 1845 Franken jährlich (2. Klasse). Jugendliche bezahlen 149 oder 1341 Franken.

26.10.98
«Best Ticket by SBB» bezeichnet neu den Vertriebsweg SBB-Bahnhof als kompetenter und kompletter Anbieter von Reisen aller Art. Bisher schon hatten 80 SBB-Bahnhöfe Ferienreisen-Angebote im Verkauf. Neu werden rund 120 weitere Bahnhöfe dazu kommen. Somit sind diese Angebote in rund 200 SBB-Bahnhöfen erhältlich. Im Bestreben, die Verkaufstätigkeiten mittlerer und kleinerer Bahnhöfe zu stärken, öffnen die SBB 120 weitere Bahnhöfe für den Verkauf von Ferienarrangements. Bisher haben 80 Bahnhöfe diese Angebote in Zusammenarbeit mit den Reiseveranstaltern Kuoni und Hotelplan verkauft. In Zukunft werden unter dem Namen «Best Ticket by SBB» rund 160 Bahnhöfe die Rolle von Reisebüros übernehmen, zusätzlich zu ihrer herkömmlichen Funktion als Verkäufer von Bahnbilletten und Freizeit-Angeboten. 37 Bahnhöfe werden weiterhin unter dem Label «SBB Reisebüro KUONI» geführt. Die Verkaufsinfrastruktur bei den «Best Ticket by SBB»-Bahnhöfen wird an die neuen Aufgaben angepasst. Auch wird die Ästhetik zugunsten eines attraktiven Designs überprüft. Um ein sehr hohes Niveau bei der Verkaufsqualität anbieten zu können, wird das Verkaufspersonal der SBB eine spezielle Ausbildung beim Reiseveranstalter Kuoni erhalten.

26.10.98
Ab Anfang November verkehren auf der Bodenseelinie Romanshorn–Schaffhausen die ersten elektrischen Niederflur-Gelenktriebwagen. Bis zum Frühjahr 1999 sollen dann sämtliche zehn Einheiten dieses Fahrzeugtyps einsatzbereit sein. Zusammen mit den weitgehend abgeschlossenen Umstellungen im Bereich der Bahnhöfe (zusätzliche Halteorte, höhere Perronkanten, vermehrt Billettautomaten) sowie Erneuerungen von Gleis- und Stellwerkanlagen sind damit die technischen voraussetzungen für ein Gelingen des MThB-Pilotversuchs auf dieser ehemaligen SBB-Strecke gegeben. Gemäss Beschluss des Bundesrates dauert die Pilotphase vorerst bis zum Jahr 2007. Abgeklärt werden soll dabei, ob ein kleineres, regional verankertes Unternehmen eine Bahnlinie tatsächlich effizienter zu betreiben vermag als die SBB. Die MThB, inzwischen Konkurrentin der SBB, und dies schon bald auch im Güterverkehr, hat sich auf der Seelinie zum Ziel gesetzt, wesentlich mehr Leistungen (mit dem Fahrplanwechsel von Ende Mai erhöhten sie die Zahl der Zugkilometer um 60 Prozent) ohne nenenswerte Mehrkosten anzubieten. Dem Rollmaterial wiederum kommt in diesem Zusammenhang zentrale Bedeutung zu. Die von der Bussnanger Stadler Fahrzeuge AG entwickelten Gelenktriebwagen in Leichtmetallbauweise sind sowohl bezüglich der Anschaffungs- wie der Energie- und Unterhaltskosten günstiger als die bisher eingesetzten Kompositionen; ihre «transparente» Innengestaltung und die grossen Fenster tragen ausserdem dazu bei, dass sich die Passagiere sicher fühlen und – ein nicht zu unterschätzender Marketingfaktor – die Aussicht auf die reizvolle Landschaft wie in einem Panoramawagen geniessen können.

27.10.98
Die BLS Lötschbergbahn gründet noch dieses Jahr zusammen mit Rheinreedereien und italienischen Transporteuren die Aqua Rail Trans. Die Gesellschaft wird Gütercontainer zwischen Holland und Oberitalien transportieren. BLS-Pressesprecher Hans Martin Schaer bestätigte einen Bericht in der Tageszeitung «Der Bund», wonach die Aqua Rail Trans von der EU in der Startphase mit 1,3 Millionen Franken unterstützt werde. Sie verknüpft Schiffs- und Bahntransporte und die Feinverteilung auf der Strasse. Noch in diesem Jahr soll eine Aktiengesellschaft nach französischem Recht gegründet werden. Partner und Transportkette sind im Norden die Penta–Container–Linie, in der die schweizerische Reederei Neptun, die Conteba Basel sowie französische und niederländische Reedereien vereint sind. Im Süden sind es die Ambrogio Trasporti S.p.A. in Gallarate und die CIM Centro Interportuale Merci S.p.A., die in Novarra den Container-Terminal betreibt. Die BLS stellt die Verbindung über die Alpen. An der neuen AG sind alle Partner ungefähr gleichmässig beteiligt. Bereits im Frühjahr 1999 will die Lötschbergbahn zwischen Basel und Oberitalien den fahrplanmässigen Container-Shuttlebetrieb aufnehmen. Zu Beginn soll dreimal wöchentlich ein Containerzug rollen, läuft das Geschäft gut, dann täglich. Für die Feinverteilung ab Domodossola im italienischen Raum kommen auch Strassentransporteure zum Zuge.

28.10.98
Der Bundesrat hat das revidierte Luftfahrtgesetz und die dazugehörende Verordnung auf den 15. November in Kraft gesetzt. Mit dem Wegfall des bisherigen Artikels 103 des Luftfahrtgesetzes verliert die Swissair schrittweise ihre Monopolstellung im Linienverkehr. Das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek) wird nach der vollständigen Liberalisierung die Streckenkonzessionen an die jeweils am besten geeignete Gesellschaft erteilen. Es ist auch möglich, dass mehrere schweizerische Firmen eine Bewilligung für die gleiche Strecke erhalten. Die bestehenden Konzessionen der Swissair bleiben bis ins Jahr 2008 geschützt. Da allerdings die Swissair nicht alle Luftverkehrsabkommen nutzt, eröffnen sich anderen Gesellschaften schon früher Möglichkeiten zum Einstieg ins Geschäft.

29.10.98
An seiner heutigen Sitzung sprach der SBB–Verwaltungsrat einen Kredit von 176,4 Millionen Franken für Leistungssteigerungen im Bereich Zürich Altstetten Süd, um den mit Bahn 2000 entstehenden Mehrverkehr vor den Toren Zürichs entflechten zu können. Im weiteren sprach er Kredite für die Schliessung der Einspurinsel Salgesch–Leuk (51,9 Millionen), den Ersatz von sieben Stellwerken auf der Strecke Olten–Luzern (55,4 Millionen) sowie für Sicherheitsmassnahmen in bestehenden Tunnels (45 Millionen).

 

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