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Oktober 2011


03/10/11


Die SBB baut entlang der Bahngleise in Zuchwil, Solothurn, Selzach und Grenchen Lärmschutzwände in der Länge von insgesamt 5,2 Kilometern. Die Kosten belaufen sich auf 18,7 Millionen Franken und werden aus dem FinöV- Fonds bezahlt.


Die Städte Solothurn und Grenchen erhalten Lärmschutzwände mit einer Gesamtlänge von je 1,9 Kilometern. In Zuchwil entstehen solche in der Länge von 1,2 Kilometern und in Selzach baut die SBB Lärmschutzwände von 206 Metern.


 


04/10/11


Erwin Rutishauser (62) ist vom Verwaltungsrat zum interimistischen Vorsitzenden der Geschäftsleitung der Appenzeller Bahnen (AB) ernannt worden. Er folgt im November auf Hansjürg Düsel, der die Firma verlassen wird.


Erwin Rutishauser war bis Ende 2010 Vorsitzender der Geschäftsleitung der Rhätischen Bahn (RhB). Für die AB ist Rutishauser eine Übergangslösung. Die Suche nach einer neuen Direktorin oder einem neuen Direktor wurde bereits eingeleitet.


 


06/10/11


Im Bereich der Einfahrt in den Bahnhof Olten SO sind zwei S-Bahnzüge seitlich kollidiert. Die Lokomotive und zwei Wagen des einen Zuges sprangen aus den Gleisen.


 


07/10/11


Die einbetonierte Tunnelbohrmaschine unter dem Zürcher Bahnhofplatz bleibt definitiv unter dem Boden. Die in einem Hilfsstollen des Weinbergtunnels in rund zehn Metern Tiefe steckengebliebene Bohrmaschine war im Frühling 2009 einbetoniert worden, da eine Absenkung des Bahnhofplatzes drohte. Damals plante die SBB noch, die Maschine nach einer gewissen Zeit zu bergen.


Der Weinbergtunnel ist ein Kernstück der im Bau befindlichen Durchmesserlinie (DML). Ab Mitte 2014 sollen die ersten S-Bahnen auf der Tunnelstrecke zwischen dem neuen Tiefbahnhof Löwenstrasse und Zürich-Oerlikon verkehren. Zwei Jahre später sind die ersten Fernverkehrszüge vorgesehen.


 


08/10/11


Zwei Behindertenorganisationen haben beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde gegen die neuen Doppelstockzüge der SBB eingereicht. Sie fordern ein weniger isoliertes Rollstuhlabteil und Zugang zum Speisewagen.


Zusammen mit der Arbeitsgemeinschaft zur Eingliederung Behinderter, "Integration Handicap", hat die Stiftung beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde gegen dieses "Ghettoabteil" eingereicht. Die Organisationen fordern, dass das Rollstuhlabteil in ein normales Abteil integriert wird. Weiter fordern die Behindertenorganisationen den Zugang zum Speisewagen. Ein solcher lasse sich relativ einfach bewerkstelligen, ist Manser überzeugt. Schon jetzt gebe es einen zuginternen Lift für das "Wägeli".


 


10/10/11


Nach sechs Monaten Bauzeit erstrahlt das Wahrzeichen der Rhätischen Bahn (RhB) im Puschlav in neuem Glanz. Das Kreisviadukt in Brusio wurde für 2,7 Millionen Franken saniert. Das Kreisviadukt, das vor 103 Jahren in Betrieb genommen wurde, gehört mit dem Landwasserviadukt in Filisur zu den markantesten Kunstbauten auf der UNESCO- Welterbestrecke Albula/Bernina. Nach der Sanierung präsentiert sich das Viadukt wieder im Originalzustand von 1908.


 


11/10/11


Der Bau der 9,6 Kilometer langen Durchmesserlinie (DML) zwischen Zürich-Altstetten und Oerlikon ist weiter auf Kurs. Noch trennen 45 Meter Gestein den Weinbergtunnel vom neuen Tiefbahnhof Löwenstrasse.


Der am 22. November 2010 durchschlagene Weinbergtunnel, das 4,5 Kilometer lange Schlüsselbauwerk der DML, ist weitgehend im Rohbau fertiggestellt. Derzeit werden vor dem Hauptbahnhof Zürich, wo der Tunnel rund 21 Meter unter der Limmat durchführt, die Abdichtungen vorgenommen und die letzten Tunnelelemente betoniert.


Die Eröffnung des Bahnhofs Löwenstrasse und des Weinbergtunnels ist für Mitte


2012 geplant. Profitieren werden ab dann zunächst die Pendler von einem neuen S- Bahn-Fahrplan zwischen dem linken Seeufer und Zürich-Nord sowie einer schnelleren S8 zwischen Zürich und Winterthur.


 


11/10/11


SBB Cargo streicht in der Verwaltung rund 200 Stellen. Die Sparmassnahme trifft vor allem den Hauptsitz in Basel. Ziel sei ein ausgeglichenes Ergebnis bis 2013. Im Juli hatte SBB Cargo das Defizit auf 80 Millionen Franken beziffert. Mit den nun ins Auge gefassten Massnahmen sollen diese 80 Millionen eingespart werden.


Insbesondere der Wagenladungsverkehr ist stark defizitär. Im Branchenvergleich zu hoch seien bei SBB Cargo jene Kosten, die unabhängig von der erbrachten Transportleistung anfallen. Von diesen Strukturkosten entfalle ein Grossteil auf Personalkosten; deshalb müssten Stellen gestrichen und Abläufe vereinfacht werden.


 


12/10/11


Der hoch verschuldeten bulgarischen Staatsbahn BDZ fehlen rund 1’000 Eisenbahnwagen. Die Wagen sind zwar als Besitz des Unternehmens verzeichnet, von ihnen fehlt in Bulgarien aber jede Spur.


 


13/10/11


Bahnfahren wird in Deutschland teurer. Die Deutsche Bahn hebt die Billettpreise auf den Fahrplanwechsel im Dezember hin im Fernverkehr im Schnitt um 3,9 Prozent an, im Nahverkehr um 2,7 Prozent.


Die Bahn begründete die Preiserhöhung am Donnerstag mit deutlich gestiegenen Personal- und Energiekosten. Ausserdem sind die Preise im Fernverkehr im vergangenen Jahr nicht angehoben worden. Der Anstieg ist somit "moderat" ausgefallen. Im Nahverkehr etwa liegt die Erhöhung unter den durchschnittlichen Preiserhöhungen der regionalen Verkehrsverbünde.


Tiefer in die Tasche greifen müssen auch BahnCard-Kunden. Die BahnCard 100, die wie das Generalabonnement freie Fahrt auf dem Streckennetz erlaubt, kostet ab dem 11. Dezember neu 3’990 Euro in der 2. Klasse und 6’690 Euro in der 1. Klasse. Heute kostet das Abonnement 3’800 respektive 6’400 Euro.


 


17/10/11


Der Fahrplanwechsel vom 11. Dezember bringt im Kanton St. Gallen eine Reihe von Verbesserungen im regionalen Bahn- und Busverkehr. Wegen der Sparpolitik des Kantons werden allerdings nicht alle geplanten Verbesserungen eingeführt.


Ausgebaut wird beispielsweise das Bahnangebot am Abend auf den Strecken Romanshorn-Rorschach, Wil-Wattwil und Winterthur-Wil. Auf der Linie St. Gallen- Romanshorn fahren am Wochenende nicht mehr Nachtbusse, sondern Züge.


Wer am Wochenende spätabends von St. Gallen ins Linthgebiet fährt, hat neu auch um Mitternacht noch einen Zug. Auf der Linie Weinfelden-St. Gallen wird unter der Woche am Nachmittag der Halbstundentakt eingeführt. Verbessert wird auch Bahnangebot zwischen St. Margrethen und Bregenz.


 


18/10/11


Mit dem Fahrplanwechsel am 11. Dezember wird das Angebot von Bus und Bahn im Kanton Zug weiter ausgebaut. Die Fahrplanverbesserungen kommen sowohl dem Freizeit- als auch dem Pendlerverkehr zugute, wie die Zuger Volkswirtschaftsdirektion am Dienstag mitteilte.


So wird auf der Buslinie 6 der Zugerland Verkehrsbetriebe AG (ZVB) an Sonn- und Feiertagen das bestehende Angebot von 10 bis 18 Uhr zwischen Zug und Steinhausen zum Viertelstundentakt verdichtet.


Auf der Linie 10 zwischen Oberägeri und Raten werden im Samstagfahrplan alle Kurse, die heute nur bis Giregg verkehren, bis zur Ratenpasshöhe verlängert und an Sonn- und Feiertagen am Abend ein zusätzliches Kurspaar in den Fahrplan eingefügt.


Neue Abendangebote gibt es auch im Raum Baar. Neu werden die Wohngebiete an der Ägeristrasse von Montag bis Samstag mit vier Abendverbindungen der Linie 34 erschlossen. Ebenfalls ein neues Abendangebot bestellt der Kanton Zug zusammen mit dem Zürcher Verkehrsverbund (ZVV) von Montag bis Samstag auf der Buslinie 280 zwischen Baar und Hausen am Albis ZH.


Die Stadtbahnlinie 1 zwischen Luzern und Baar wird von Montag bis Freitag jeweils am frühen Morgen in beiden Richtungen mit einer zweiten Flirt- Komposition verstärkt. Auf der Freiämter S-Bahn-Linie Rotkreuz-Sins-Muri-Wohlen- Lenzburg wird der Halbstundentakt bis in die Abendstunden hinein ausgedehnt. Dadurch entstehen in Rotkreuz zusätzliche Anschlüsse zur Stadtbahn von und nach Zug.


Die Volkswirtschaftsdirektion begründet die Fahrplanverbesserungen mit der starken Nachfrage. So beförderten die Bahnen und Busse des Regional- und Ortsverkehrs im ersten Halbjahr 2011 insgesamt rund 300'000 Passagiere mehr als in der Vergleichsperiode des Vorjahres. Das entspricht einer Zunahme von 2,3 Prozent.


 


18/10/11


Das übertragbare Generalabonnement der SBB wird im Dezember aus dem Verkehr gezogen. Die Nachfrage geht laufend zurück. Zudem haben Firmenangestellte das Abo offenbar an Wochenenden unter der Hand weitervermietet.


Die Nachfrage nach dem übertragbaren Generalabonnement ist laut SBB in den letzten Jahren stetig zurückgegangen. Wurden 2008 noch 710 solcher Karten verkauft, sank die Zahl auf 680 im vergangenen Jahr. In den ersten zehn Monaten 2011 sind 645 Abos verkauft worden.


 


19/10/11


Die EU-Kommission will 50 Milliarden Euro in die Verkehrs-, die Energie- und die digitalen Netze der Europäischen Union stecken. Für EU- Kommissionspräsident José Manuel Barroso ist damit auch ein Anschub für Wachstum und Beschäftigung verbunden.


Im Vordergrund steht dabei die Förderung saubererer Verkehrsträger, Hochgeschwindigkeits-Breitbandverbindungen und erneuerbarer Energien. Die Investitionen in die Energienetze sollen laut Kommission zur weiteren Integration des Energiebinnenmarkts, zur Verringerung der Abhängigkeit der EU von Energieeinfuhren und zur Erhöhung der Versorgungssicherheit beitragen.


Die EU-Kommission will eng mit der Europäischen Investitionsbank (EIB) zusammenarbeiten, um Kapitalmarktinvestoren mit Interesse an langfristigen Investitionen mit stabilem Ertrag ins Boot zu holen.


 


20/10/11


Nach einem dreitägigen Streik wird auf der Baustelle unter dem Hauptbahnhof Zürich wieder gearbeitet. Die Bauarbeiter haben mit der Montage von Rinnen begonnen, die sie vor herabtropfenden Fäkalien aus den Zügen schützen sollen.


Die Gewerkschaft Unia, SBB und die Arbeitsgemeinschaft (ARGE) Bahnhof Löwenstrasse haben sich auf eine Lösung einigen können, heisst es in einem gemeinsamen Communiqué. Die Arbeit in der neuen Unterführung Gessnerallee werde deshalb wieder aufgenommen.


Um die Arbeitsbedingungen zu verbessern, werden in den nächsten Tagen unter den Gleisen 11 bis 16 Rinnen montiert, so dass die aus den SBB-Wagen tropfenden Flüssigkeiten aufgefangen werden.


Weiter haben sich Unia und SBB darauf geeinigt, dass alle Züge mit einer Länge von bis zu 300 Metern vor den Hilfsbrücken angehalten werden und somit die exponierte Stelle über der Baustelle nicht befahren.


Bei über 300 Meter langen Zügen werden vor der Einfahrt in den Hauptbahnhof die Toiletten der ersten vier Wagen durch das Zugpersonal abgeschlossen. Diese werden erst nach dem Ausfahren aus dem Bahnhof wieder geöffnet.


 


20/10/11


Die geplante neue Velostation bei der Berner Schanzenpost soll Mitte 2015 in Betrieb genommen werden. Das geht aus der Kreditvorlage hervor, die der Gemeinderat an den Stadtrat weitergeleitet hat.


Das Parlament soll für den Bau der vierten Berner Velostation und einer Liftanlage einen Bruttokredit von zwei Millionen Franken sprechen.


Rund um den Bahnhof Bern herrscht seit langem ein grosser Mangel an Veloabstellplätzen. Mit dem Umbau der Schanzenpost bietet sich die Möglichkeit, das Problem zu entschärfen. Die Stadt einigte sich deshalb mit der Post darauf, im Rahmen des Projekts "Umnutzung Schanzenpost" eine Velostation mit gut 1’000 Abstellplätzen zu bauen.


Auch in Luzern sind neue Veloabstellplätze geplant. Die Velostation beim Bahnhof Luzern muss ersetzt werden. Deshalb soll nun auf den ehemaligen Postbetriebsgleisen hinter der Universität eine neue Velostation mit 1’100 Abstellplätzen realisiert werden. Das Angebot beim Bahnhof wird damit um 40 Prozent erhöht.


Heute stehen rund um den Bahnhof Luzern ungefähr 2’000 Veloabstellplätze zur Verfügung. Der Stadtrat beantragt beim Parlament einen Kredit von 2,8 Millionen Franken für den Ersatz der bisherigen Velostation. Zudem soll es von den jährlichen Betriebskosten von 22'000 Franken Kenntnis nehmen. Baubeginn ist frühestens im Herbst 2012.


 


20/10/11


Die SBB hat in Washington D.C. für zwei Bahnhöfe, eine Rangierlok und ein Viadukt je eine Brunel Auszeichnung gewonnen. Diese wird alle paar Jahre für herausragendes Eisenbahndesign und Architektur vergeben.


Die SBB erhielt je eine Commendation für den Umbau des Aufnahmegebäudes des Bahnhofs Brig sowie den Um- und Ausbau des Bahnhofs Chur. Ausgezeichnet wurden zudem die neue Zweifrequenz-Rangierlok Ee 922 und die Neugestaltung der Räume unter den Rundbögen des Lettenviadukts in der Stadt Zürich.


 


25/10/11


Die Basler Verkehrs-Betriebe (BVB) kaufen 60 "Flexity"-Trams von Bombardier. Ab 2013 sollen die ersten beiden Züge des 220-Millionen-Auftrags auf Basler Schienen verkehren. Bombardier habe die günstigste Offerte eingereicht.


Im Rennen waren auch Siemens' aktueller "Combino" sowie Stadlers "Tango". Die Angebote seien leistungsmässig vergleichbar gewesen, so dass "letztlich der Preis" den Ausschlag gegeben hat. Der Kauf der 60 "Flexity"-Trams für 220 Millionen Franken ist der grösste Beschaffungsauftrag in der 116-jährigen BVB-Geschichte. Der dazu erforderliche Kredit kommt noch vors Kantonsparlament.


 


26/10/11


Der Bahnhof Altdorf soll zur zentralen Drehscheibe für den Urner Bahn- und Busverkehr werden. Dazu soll auch ein neuer Bahnhof gebaut werden. Der Urner Landrat hat am Mittwoch vom Bericht zum Entwicklungsschwerpunkt Urner Talboden (ESP UT) Kenntnis genommen.


Der ESP UT ist ein Generationenprojekt, das in zwei Phasen über zwei Jahrzehnte verwirklicht werden soll, sagte Regierungsrat Isidor Baumann vor dem Kantonsparlament. Es umfasst das Gebiet um den Bahnhof Altdorf. Dieses sei eine der letzten grösseren zusammenhängenden Landreservern im Talboden.


Der Bahnhof Altdorf soll zur zentralen Drehscheibe für den Urner Bahn- und Busverkehr werden. Dazu soll ein neuer Bahnhof gebaut und der Bahnhofplatz neu gestaltet werden. Westlich des Bahnhofs im Gebiet Eyschachen und Regierungsschachen sind Nutzungen für Industrie, Gewerbe und Dienstleistungen vorgesehen.


Als erste Vorhaben stehen Vorleistungen der öffentlichen Hand für die Infrastruktur an. So soll der Bahnhof Altdorf zum Kantonsbahnhof ausgebaut werden. Ausserdem ist ein Autobahn-Halbanschluss bei Attinghausen vorgesehen.


Der Kanton Uri, die Gemeinde Altdorf, armasuisse, SBB und weitere Partner bilden ein Projektteam. Dieses will bis zur Eröffnung des Gotthard-Basistunnels im Jahre 2016 einen Massnahmenplan erarbeiten. Für die beiden nächsten Jahre ist mit Planungskosten von 2 Millionen Franken zu rechnen, die sich die Partner teilen.


 


27/10/11


Der Zentralpräsident des TCS, Niklaus Lundsgaard-Hansen, tritt zurück. Er wird sich an der Delegiertenversammlung vom 25. November nicht mehr zur Wahl stellen.


An der Versammlung sollen weiter ein auf 25 Mitglieder vergrösserter Verwaltungsrat gewählt und die nationalen Statuten revidiert werden. Lundsgaard- Hansen ist seit Juni 2008 TCS-Präsident. Erst im Juni dieses Jahres war er für eine weitere Amtsdauer wiedergewählt worden.


Lundsgaard-Hansen ist als Quereinsteiger zum TCS gekommen. Vor seiner Wahl zum Zentralpräsidenten war er zehn Jahre lang Partner beim Beratungsunternehmen PricewaterhouseCoopers.


 


28/10/11


Nach einem massiven Ertragseinbruch im Sommer will die BLS Schifffahrt jetzt das Steuer herumreissen. Das über Jahre stetig reduzierte Angebot auf den Berner Oberländer Seen soll wieder verbessert werden.


In den vergangenen Jahren verfolgte die BLS Schifffahrt das Ziel, die vorhandenen Schiffe möglichst gut auszulasten. Dazu wurden Kurse gestrichen. Mit dem Leistungsabbau liess sich indessen nicht der gewünschte Effekt erzielen.


Gerade auf dem Thunersee fiel der Rückgang der Fahrgäste mit 20 Prozent stark ins Gewicht, wie aus einer Mitteilung der BLS vom Freitag hervorgeht. Auf dem Brienzersee mit einem fast unveränderten Angebot betrug das Minus lediglich 12 Prozent.


Nach einem Wechsel in der Chefetage wollen die Verantwortlichen nun wieder mehr Frequenzen generieren. Geplant sind häufigere Schiffsverbindungen, längere Betriebszeiten und eine bessere Abstimmung der Kurse auf Bahnen, Bergbahnen und Busse in der Region.


Dabei hat der neue Chef der BLS Schifffahrt, Hans Meiner, unter anderem auch den Tourismuskanton Wallis im Visier. Mit dem neuen Fahrplananschluss in Thun erhielten Gäste von jenseits des Lötschbergs eine gute Verbindung auf die Oberländer Seen.


Die Verbesserungen wollen die Verantwortlichen der BLS Schifffahrt mit dem heutigen Personalbestand erreichen. Das Personal soll deshalb effizienter eingesetzt werden.


Neben einem verbesserten Kursangebot geht die BLS Schifffahrt auch anstehende Investitionen an. Derzeit wird ein Neubau für die sanierungsbedürftige Werfthalle in Thun diskutiert. Ein Entscheid für dieses bis zu 18 Millionnen Franken teure Projekt soll Ende nächsten Jahres fallen.


 


29/10/11


Die australische Fluggesellschaft Qantas hat wegen eines Streiks der Mitarbeiter ihre gesamte Flotte vorläufig stillgelegt. Der Qantas- Vorstandsvorsitzende Alan Joyce informierte am Samstag in Sydney über den Arbeitskampf. Alle Maschinen bleiben am Boden, bis sich die Gewerkschaften der Piloten und des Kabinenpersonals mit dem Unternehmen über Löhne und Arbeitsbedingungen geeinigt haben.


In den vergangenen Wochen musste Qantas wegen Arbeitsniederlegungen immer wieder Flüge streichen. Die Mitarbeiter befürchten unter anderem, dass ihre Arbeitsplätze ins Ausland verlegt werden sollen.


 

 

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