DE | FR
Home Sitemap Kontakt drucken weiterempfehlen suchen
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
   

Vor 150 Jahren wurden zehn neue Bahnstrecken eröffnet

Bahn-, Tram- und Busjubiläen im Jahr 2009

litra. (18.9.2008) Auch im kommenden Jahr können zahlreiche Bahn- Tram- und Buslinien einen runden Geburtstag feiern: Nicht weniger als zehn Bahnstrecken wurden vor 150 Jahren eröffnet, während es vor 125 Jahren lediglich zwei Bahnstrecken und eine Standseilbahn waren. Von den elf Bahnen, die 2009 hundert Jahre alt geworden wären, sind vier inzwischen teilweise auf Autobus umgestellt worden. Wichtigstes Ereignis vor 100 Jahren war aber wohl die Übernahme der Gotthardbahn durch die SBB auf den 1. Mai 1909. Neun neue Luftseilbahnen entstanden schliesslich vor 50 Jahren und gar deren 14 vor 25 Jahren.

Zehn 150-jährige Bahnstrecken – Von Zürich via Uster ins Bündnerland
Der älteste Jubilar aus dem Jahr 1859 betrifft die Eisenbahnstrecke von Murg nach Sargans, wo der Anschluss an die anno 1858 eröffnete Eisenbahnlinie nach Chur hergestellt wurde. Am gleichen Tag, nämlich am 15. Februar 1859, nahmen die Vereinigten Schweizerbahnen (VSB) die Strecke von Rüti ZH über Rapperswil SG nach Ziegelbrücke und von dort über Weesen nach Glarus in Betrieb. Das Teilstück zwischen Weesen und Näfels-Mollis ist bereits während des Ersten Weltkriegs eingestellt und Ende 1930 abgebrochen worden, da die Züge von Ziegelbrücke ins Glarnerland nun die direkte Linie über Nieder- und Oberurnen nach Näfels-Mollis befahren. Auf den 1. Juni 1859 konnte die Schweizerischen Centralbahn (SCB) ihre anno 1856 bis Emmenbrücke eröffnete Bahnlinie nach Luzern verlängern. Ebenfalls in Seenähe gelangte eine andere Strecke der Schweizerischen Centralbahn, als am 1. Juli 1859 die Strecke von Bern Wylerfeld über Münsingen nach Thun eröffnet werden konnte. Dort hatten die Reisenden dann – genau so wie in Luzern – aufs Schiff umzusteigen, wenn sie ihre Reise fortsetzen wollten. Ebenfalls auf den 1. Juli 1859 konnte entlang des Walensees die Bahnstrecke von Weesen nach Murg eröffnet werden; wer nun von Zürich nach Chur reisen wollte, musste nicht mehr den Umweg über Winterthur–St. Gallen und das Rheintal einschlagen, sondern konnte die Route via Uster–Rapperswil SG–Ziegelbrücke wählen. Erst anno 1875 konnte dann mit der Eröffnung der linksufrigen Zürichseelinie die heute noch gebräuchliche Route via Thalwil–Pfäffikon SZ befahren werden. Auch in der Westschweiz suchte die Eisenbahn den Anschluss an die Schifffahrt: Am 14. Juli 1859 wurde die Bahnlinie von Martigny nach Bouveret am Genfersee eröffnet.

Am 18. August 1859 kam dann noch die Strecke von Turgi nach Koblenz und über die heute noch bestehende Eisenbahn-Stahlbrücke über den Rhein nach Waldshut hinzu. Am 7. November 1859 wurde dann die Strecke von Yverdon über Neuchâtel nach Frienisberg (provisorischer Bahnhof bei Le Landeron) eröffnet, wo während eines Jahres wiederum Umsteigen aufs Schiff nach Nidau bei Biel/Bienne angesagt war. Am 27. November 1859 nahm die damalige Bahngesellschaft «Jura Industriel» die Strecke von La Chaux-de-Fonds nach Convers und am 1. Dezember 1859 jene von Neuchâtel nach Les Hauts-Geneveys in Betrieb.

Vor 125 Jahren: Zwei Bahnstrecken und eine Standseilbahn eröffnet
Am 4. August 1884 – also vor 125 Jahren – konnte die internationale Bahnlinie von Le Locle nach Besançon eröffnet werden. Am 16. August 1884 kam dann noch die Strecke von Tavannes nach Tramelan hinzu. Bereits aufgehoben wurde in diesem Jahr die am 1. April 1864 als Industriepferdebahn und am 26. Mai 1876 als «richtige» Eisenbahn eröffnete Strecke von Biberist nach Derendingen. Die am 22. August 1884 eröffnete Gütschbahn gilt als weltweit älteste zweigleisige Standseilbahn. Der Betrieb wurde kurzfristig durch die Château Gütsch Immobilien AG am 21. April 2008 eingestellt und durch einen Busbetrieb ersetzt; verschiedene Kreise setzen sich nun für einen Erhalt der Bahnanlage ein.

Zahlreiche vor 100 Jahren eröffnete Bahnen wurden seither wieder eingestellt
Nicht weniger als vier der insgesamt elf vor einem Jahrhundert eröffneten Bahnstrecken sind seither wieder eingestellt und teilweise auf Autobusbetrieb umgestellt worden: So die Bahnstrecke von Monthey-Ville nach Monthey CFF, die schmalspurige Uster–Oetwil-Bahn, die ebenfalls schmalspurige Bahn von Lugano nach Tesserete und die Rheinecker Verbindungsbahn von Rheineck SBB zur Talstation der damaligen Standseilbahn. Auf Trolleybusbetrieb umgestellt wurde seither auch die vor 100 Jahren eröffnete Tramlinie in Lausanne von Riponne nach Les Bergières, während die anno 1909 eröffneten Tramstrecken Genève Gare de Cornavin–Gare des Eaux-Vives sowie das Tram Locarno San Antonio L.P.B.–San Antonio-Piazza seither dem Bus zu weichen hatten.
Einen ganz ansehnlichen Streckenzuwachs von rund 270 Kilometern hatten die Schweizerischen Bundesbahnen vor 100 Jahren praktisch «über Nacht» zu verzeichnen, da am 1. Mai 1909 die bisherige Gotthardbahn durch die SBB übernommen wurde.

Vor 75 Jahren wurden in Basel zwei Tramlinien eröffnet
Vor 75 Jahren konnte die Standseilbahn von Unterwasser–Iltios eröffnet werden. In Basel war es dann am 1. September 1934 soweit, dass die Tramlinie von der Margarethenstrasse nach Binningen und am 20. Dezember 1934 jene von der Hüningerstrasse über die Dreirosenbrücke und den Riehenring zur Mustermesse eröffnet werden konnte. Am 1. September 1934 wurde zudem in Bern die Autobus-Ringlinie Bahnhof–Bärengraben–Schosshalde–Laubeggstrasse–Bollwerk–Bahnhof eröffnet. Am 26. Dezember 1934 nahm dann als erster Bügellift der Welt der Bolgenskilift in Davos den Betrieb auf.

Neun neue Seilbahnen im Jahr 1959 – 50 Jahre Verkehrshaus der Schweiz
Gleich neun neue Seilbahnen konnten vor 50 Jahren eröffnet werden. Umgestellt auf Autobus wurde in diesem Jahr die bisherige Strassenbahn von Zug nach Schönegg als Zubringer zur Zugerbergbahn sowie die Bahnstrecke von Arth am See nach Arth-Goldau. In Bern wurde am 5. Juli 1959 das Tram vom Bahnhof in die Länggasse eingestellt und zunächst durch einen Autobus (und nach dem Umbau der Schanzenbrücke durch einen Trolleybus) ersetzt. In Lugano schlug damals die Abschiedsstunde für das Tram, nachdem am 17. Dezember 1959 die Strecke von Paradiso über die Piazza della Riforma nach Cassarate auf Trolleybusbetrieb umgestellt wurde. Am 1. Juli 1959 konnte in Luzern das Verkehrshaus der Schweiz seine Tore öffnen. Im Herbst 1959 eröffneten die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) in Hägendorf ihre Oberbauwerkstätte, die seither für den Schienen- und Weichennachschub sorgt.

Vor 25 Jahren: 14 neue Seilbahnen, eine neue Standseilbahn, TGV Lausanne–Paris
Auch anno 1984 hielt der Seilbahnboom an, wurden doch insgesamt 14 neue Seilbahnen eröffnet, davon nicht weniger als 11 in den Monaten November und Dezember. Dazu gesellte sich am 19. Dezember 1959 die Standseilbahn «Alpin-Express-Metro Alpin» von Felskinn zum Mittelallalin. Ab 22. Januar 1984 verkürzen TGV-Verbindungen die Reise von Lausanne nach Paris, nachdem solche bereits seit 1981 ab Genève bestanden. Auf den Fahrplanwechsel vom 2. Juni 1984 wurde der Personenverkehr zwischen Lenzburg und WIldegg auf Busbetrieb umgestellt. Die am 16. September 1984 am Bettag durchgeführte Fünfliber-Aktion war ein durchschlagender Erfolg, da über 192'000 Tageskarten für die Fahrt in Regionalzügen verkauft werden konnten. Am 1. November 1984 wurde in Bern der SVB-Umweltpass zum Preis von 35 Franken pro Monat bzw. 350 Franken pro Jahr eingeführt, der umgehend grossen Anklang fand.


Download

Jubilierende Betriebe 2009.pdf (23.4 kB)

 

News abonnieren  

personalisieren Sie sich Ihre LITRA-News 

LITRA-Verkehrszahlen  

Direkt zur neuesten Ausgabe  

Die Gelbe Serie  

Tag für Tag zu mehr Effizienz und Qualität im öV 

Geschäftsbericht 2010/2011  

Die Fakten des Vereinsjahrs 2010/2011 
 
 
   
© 1998 - 2012 LITRA | 3000 Bern 7 | webmaster@litra.ch | Impressum | Disclaimer
realized by foresite GmbH