LITRA Informationsdienst für den öffentlichen Verkehr

"Mobilität und Wirtschaft stehen im direkten Zusammenhang: Wenn sich die Wirtschaft entwickeln soll, muss auch das Verkehrsnetz wettbewerbsfähig sein.»

Dr. Peter Bieri, Präsident der LITRA

Volk und Stände von FABI überzeugen

Mitgliederversammlung und Verkehrsforum 2013

26|09|2013|litra. Die LITRA nutzte ihre 77. Mitgliederversammlung zu einer verkehrspolitischen Auslegeordnung. Im Zentrum stand dabei die Vorlage «Finanzierung und Ausbau der Bahninfrastruktur (FABI)». Die LITRA wird zusammen mit dem Verband öffentlicher Verkehr (VöV) eine Pro-Kampagne bestreiten, um Volk und Stände im Februar 2014 von einem Ja zu überzeugen. Die LITRA begrüsst ebenso die Absicht des Bundesrates, die Finanzierung des Strassennetzes und des Agglomerationsverkehr mittels eines Nationalstrassen- und Agglomerationsverkehrsfonds, kurz NAF, zu regeln.

Die LITRA hat sich in Bern zu ihrer 77. Mitgliederversammlung und Verkehrsforum getroffen. Als Gastreferentin legte UVEK-Vorsteherin Bundesrätin Doris Leuthard dar, wie der Bundesrat das Verkehrsnetz der Schweiz für die Zukunft wappnen will. «Gute Verkehrsverbindungen stärken die Schweiz. Der Bundesrat setzt deshalb für Strasse und Schiene auf je einen Fonds, um Betrieb, Unterhalt und Ausbau langfristig zu finanzieren», betonte Bundesrätin Doris Leuthard. Mit der Abstimmung über die Preiserhöhung bei der Autobahnvignette stehe ein erster wichtiger verkehrspolitischer Entscheid an. Die Erhöhung ermögliche eine sinnvolle Erweiterung des Nationalstrassennetzes. «Viele Regionen können so besser erschlossen und mit Umfahrungen entlastet werden.»
Präsident Ständerat Peter Bieri unterstrich in seiner Präsidialansprache die entscheidende Bedeutung, welche die Vorlage «Finanzierung und Ausbau der Bahninfrastruktur (FABI)» für den öffentlichen Verkehr und die ganze Schweiz inne hat. Er trat Kritik entgegen, wonach der erste Ausbauschritt in Höhe von 6.4 Mia. CHF sich in den Regionen verzettele: «Der erste FABI-Ausbauschritt ist mitnichten ein regionales Wunschkonzert, sondern ein gezielter Ausbau der Kapazitätsengpässe und zwar schweizweit.». Als weiteres Argument für FABI fügte Bieri die gesicherte und faire Finanzierung des Bahnnetzes an, woran alle ihren Anteil zu leisten hätten, die von einem funktionierenden öV profitierten: «Niemand zahlt gerne Steuern. Es liegt uns an, die Stimmbürgerinnen und -bürger davon zu überzeugen, dass eine leistungsfähige Mobilitätsinfrastruktur einen Steuerobolus wert ist.». Für diesen Zweck wird die LITRA zusammen mit dem Verband öffentlicher Verkehr (VöV) eine Pro-Kampagne für die auf Februar 2014 geplante FABI-Abstimmung bestreiten (www.fabi-ja.ch).
Handlungsbedarf ist auch in der Strasseninfrastruktur vorhanden. Die LITRA begrüsst es denn auch, dass nach einer erfolgreichen FABI Abstimmung auch die Strassenfinanzierung und die Bundesmitfinanzierung des Agglomerationsverkehrs mit Hilfe eines Nationalstrassen- und Agglomerationsverkehrsfonds – kurz NAF – auf eine neue verfassungsmässig gesicherte Basis gestellt wird.

 
Die LITRA – Der Informationsdienst für den öffentlichen Verkehr setzt sie sich für günstige Rahmenbedingungen für den öffentlichen Verkehr sowie ein leistungsfähiges wie umweltgerechtes schweizerisches Verkehrssystem ein. Dabei kann die LITRA auf rund 240 Mitglieder auf dem gesamten Sektor des öffentlichen Verkehrs zählen: Transportunternehmen auf Schiene und Strasse, Hersteller von Bahnen und Bussen, Infrastrukturhersteller, Ingenieur- / Planungsbüros, Bildung und Forschung, Verbände, die öffentliche Hand und die Politik.
Weitere Informationen zur LITRA-Mitgliederversammlung wie die Präsidialansprache oder der Geschäftsbericht sind online auf www.litra.ch verfügbar.
Unter www.fabi-ja.ch sind Informationen und Argumente zur Vorlage «Finanzierung und Ausbau der Bahninfrastruktur (FABI)» zu finden.
 
Weitere Informationen
Dr. Peter Bieri, Ständerat und Präsident LITRA, peter.bieri@litra.ch, 079 738 84 23 oder
Matthias Dietrich, Geschäftsführer LITRA, matthias,dietrich@litra.ch, 079 252 10 34

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