20. 08. 2026

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20. 08. 2026

30.27 Mrd.
Fahrzeugkilometer 2025
1.4%
Veränderung ggü. Vorjahr

Nationalstrassenreporting 2026: Fahrleistung steigt leicht an

Im Jahr 2025 wurden auf dem Schweizer Nationalstrassennetz insgesamt 30,3 Milliarden Fahrzeugkilometer zurückgelegt – ein Plus von 1,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dies geht aus dem jährlich von der LITRA publizierten Nationalstrassenreporting hervor, welches auf den Daten des Bundesamts für Strassen (ASTRA) basiert.

Mit 30,3 Milliarden Fahrzeugkilometern verbleibt die Fahrleistung auf den Nationalstrassen auf hohem Niveau. © ASTRA

Die Quartalszahlen des Bundesamts für Strassen (ASTRA), die von der LITRA im Rahmen ihres jährlichen Reportings aufbereitet werden, zeigen eine stabile und mit 30,3 Milliarden Fahrzeugkilometern eine leicht zunehmende Entwicklung der Fahrleistung1 auf den Nationalstrassen (+ 1,4 Prozent). Die Nationalstrassen bleiben eine tragende Säule der Mobilität in der Schweiz – sowohl im Personen- als auch im Güterverkehr.

Leichte Zunahmen der Fahrleistung in den vier Quartalen

Die Fahrleistung auf den Schweizer Nationalstrassen entwickelte sich 2025 gegenüber 2024 in allen vier Quartalen leicht positiv. Im ersten Quartal wurden 7,1 Milliarden Fahrzeugkilometer registriert, was einem Plus von 0,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Im zweiten Quartal lag die Fahrleistung bei 7,7 Milliarden Fahrzeugkilometern (+2,4 Prozent). Die höchste Verkehrsintensität entfiel wie üblich auf die Sommermonate: Im dritten Quartal wurden 8,0 Milliarden Fahrzeugkilometer gemessen, 1,9 Prozent mehr als im Vorjahresquartal. Auch im vierten Quartal blieb die Entwicklung positiv: Mit 7,4 Milliarden Fahrzeugkilometern lag die Fahrleistung 1,0 Prozent über dem Vorjahreswert.

Mehr zurückgelegte Personenkilometer auf der Strasse und der Schiene

Der überwiegende Teil der Fahrleistung auf den Nationalstrassen entfällt auf den motorisierten Individualverkehr: Rund 84 Prozent der Fahrzeugkilometer wurden 2025 von Personenwagen zurückgelegt. Im Vergleich zum Vorjahr bedeuten die rund 25,4 Milliarden Kilometer auf Personenwagen eine leichte Zunahme von 1,5 Prozent.

Beim Personenverkehr zeigt sich im Vergleich zu den Massentransportmitteln des öffentlichen Verkehrs, dass die Personenkilometer mit der Bahn im Jahr 2024 gegenüber 2023 um 3,1 Prozent auf 23,0 Milliarden zunahmen. Der strassengebundene öV (Bus und Tram) legte um 3,9 Prozent auf 4,7 Milliarden Personenkilometer zu. Im gleichen Zeitraum stieg der motorisierte Individualverkehr (MIV) um 0,9 Prozent auf 94,6 Milliarden Personenkilometer.

Der motorisierte Individualverkehr macht somit den grössten Anteil an den im Jahr 2024 schweizweit zurückgelegten 130,2 Milliarden Personenkilometern aus (72,7 Prozent). Vergleichbare Daten für das Jahr 2025 publiziert das Bundesamt für Statistik im Herbst dieses Jahres.

Die Fahrleistung der Lieferwagen legt zu, jene der Lastwagen nimmt ab

Auch der Güterverkehr ist stark auf das Nationalstrassennetz angewiesen: 72,7 Prozent aller Lastwagenfahrten2 in der Schweiz erfolgen auf den Schweizer Nationalstrassen.

Der Anteil der Lieferwagen3 – 3,3 Milliarden Fahrzeugkilometer – betrug 10,8 Prozent an der Gesamtfahrleistung und hat um 1,6 Prozent zum Vorjahr zugelegt. Der Anteil der Lastwagen hingegen nahm mit 1,6 Milliarden Fahrzeugkilometern und einem Anteil von 5,3 Prozent um 0,1 Prozent ab. Last- und Lieferwagen erbrachten damit im Jahr 2025 mit insgesamt 4,9 Milliarden Fahrzeugkilometern nahezu dieselbe Fahrleistung wie 2024 (4,8 Milliarden). Dabei machten Lieferwagen rund zwei Drittel der Fahrleistungen des Güterverkehrs auf den Nationalstrassen aus.

Nach wie vor entfällt der Grossteil des Güterverkehrs auf die Strasse. Der Modalsplit im Schienengüterverkehr beträgt in der Schweiz 34,3 Prozent. Im europäischen Vergleich belegt die Schweiz im Jahr 2023 damit Rang drei, hinter Lettland (44,0 Prozent) und Litauen (39,1 Prozent).

Interessant bleibt schliesslich: die Nationalstrassen machen nur rund drei Prozent des gesamten Schweizer Strassennetzes aus, doch werden 45 Prozent der Gesamtfahrleistung auf ihnen abgewickelt. Damit ist die Rolle des Nationalstrassennetzes für die Mobilität in der Schweiz absolut zentral – sowohl im Personen- als auch im Güterverkehr.


1 Für die Ermittlung der Fahrleistungen werden die Daten zu den Fahrzeugbelastungen von den Zählstellen in ein Verkehrsmodell eingelesen. Mit dem vom Bundesamt für Raumentwicklung (ARE) betriebenen Verkehrsmodell (VM-UVEK) und dessen beiden Teilen Nationales Personenverkehrsmodell (NPVM) und Aggregierte Methode Güterverkehr (AMG) steht dem UVEK ein eigenes Instrumentarium zur Verfügung. Mit diesem VM-UVEK können die verkehrlichen Abläufe und Belastungen auf dem Schweizer Strassennetz simuliert werden. Dabei wird jede einzelne Fahrt eines Fahrzeugs vom Start- bis zum Zielpunkt abgebildet. Ähnlich wie ein Navigationsgerät in den Automobilen routet ein Algorithmus das Fahrzeug über ein Netzmodell. Im Ergebnis lässt sich ablesen, welche Strecke benutzt wurde und welche Länge dabei auf welcher Strasse zurückgelegt wurde. Daraus lässt sich die Fahrleistung ermitteln (Fahrzeuge x Fahrtlänge = Fahrzeugkilometer).

2 Damit werden in diesem Bericht Nutzfahrzeuge mit einem Gesamtgewicht von mehr als 3,5 Tonnen bezeichnet.

3 Damit werden in diesem Bericht Nutzfahrzeuge mit einem Gesamtgewicht von unter 3,5 Tonnen bezeichnet.

Die Nationalstrassenreportings früherer Jahre sind im LITRA-Datenportal unter dem Thema Mobilität dargestellt.