30. 04. 2026

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30. 04. 2026

5.8 Mrd.
Personenkilometer
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Nettotonnenkilometer
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Quartalsreporting Bahn 1|2026: Schienenpersonenverkehr erreicht erneut Spitzenwert

Mit 5,79 Milliarden Personenkilometern erreicht der Schienenpersonenverkehr im ersten Quartal 2026 erneut einen Spitzenwert. Im Vergleich zum Vorjahresquartal entspricht dies einem Plus von 5,0 Prozent. Der Schienengüterverkehr bleibt derweil weiterhin unter Druck: Mit 2,74 Milliarden Nettotonnenkilometern wird die tiefste Verkehrsleistung eines ersten Quartals seit Einführung des Quartalsreportings Bahn verzeichnet. Die Trassennachfrage bleibt im Jahresvergleich dennoch positiv und steigt auf 53,15 Millionen Trassenkilometer. Dies sind die wichtigsten Erkenntnisse aus dem aktuellen Quartalsreporting Bahn, basierend auf den Daten der LITRA und des Verbandes öffentlicher Verkehr (VöV) und in Zusammenarbeit mit der SBB.

Anhaltend hohe Nachfrage im Schienenpersonenverkehr

Der Schweizer Schienenpersonenverkehr ist stark ins Jahr 2026 gestartet: Mit 5,79 Milliarden Personenkilometern liegt die Verkehrsleistung im ersten Quartal um 5,0 Prozent über dem Wert des Vorjahresquartals. Damit setzt sich der positive Trend der vergangenen Quartale fort und der Personenverkehr erreicht erneut ein sehr hohes Niveau.

Gegenüber dem vierten Quartal 2025 ergibt sich zwar ein Rückgang von 5,2 Prozent, diese Entwicklung ist aber saisonal einzuordnen: Im typischen Jahresverlauf fällt die Nachfrage im ersten Quartal jeweils tiefer aus als zum Jahresende, wenn Freizeit-, Einkaufs- und Pendlerverkehre besonders stark sind. Insgesamt bestätigt das erste Quartal 2026 die anhaltend hohe Attraktivität des öffentlichen Verkehrs in der Schweiz.

Schienengüterverkehr weiterhin rückläufig

Der Schienengüterverkehr bleibt derweil auch zu Beginn des Jahres 2026 unter Druck. Mit 2,74 Milliarden Nettotonnenkilometern liegt die Verkehrsleistung um 4,0 Prozent unter dem Wert des Vorjahresquartals. Auch gegenüber dem vierten Quartal 2025 ergibt sich ein leichter Rückgang von 0,4 Prozent.

Damit erzielt der Schienengüterverkehr im ersten Quartal 2026 die tiefste Verkehrsleistung eines ersten Quartals seit Beginn des Quartalsreportings Bahn. Die Zahlen zeigen, dass die Erholung im Schienengüterverkehr weiterhin ausbleibt. Neben der konjunkturell gedämpften Nachfrage im europäischen Umfeld belasten strukturelle Herausforderungen, Kapazitätseinschränkungen und die anspruchsvolle Planbarkeit auf wichtigen Güterverkehrskorridoren die Entwicklung weiterhin.

Trassennachfrage im Jahresvergleich weiter zunehmend

Die Nachfrage nach Trassenkilometern bleibt im ersten Quartal 2026 im Vergleich zum Vorjahr derweil positiv. Insgesamt wurden 53,15 Millionen Trassenkilometer bestellt. Das entspricht einem Plus von 0,7 Prozent gegenüber dem ersten Quartal 2025.

Gegenüber dem vierten Quartal 2025 ging die Fahrleistung hingegen um 1,8 Prozent zurück. Ein wesentlicher Teil dieses Rückgangs ist derweil durch Kalendereffekte erklärbar: Das erste Quartal umfasst weniger Tage als das vierte Quartal und fällt damit rein rechnerisch tiefer aus.

Trotz des Rückgangs gegenüber dem Vorquartal bleibt die Trassennachfrage insgesamt hoch. Getragen wird sie weiterhin vor allem vom starken Schienenpersonenverkehr, während der Güterverkehr auch bei den bestellten Trassen unter dem schwierigen Marktumfeld leidet. Die Zahlen unterstreichen damit erneut die zentrale Bedeutung des Personenverkehrs für die Auslastung der Schweizer Bahninfrastruktur.


Das Quartalsreporting Bahn von LITRA und VöV umfasst die Verkehrsleistungen folgender Unternehmen:

  • Personenverkehr: BLS, MGB, MOB, RegionAlps, RhB, SBB, SBB GmbH, SOB, Thurbo, Tilo, TPF, TransN, Zentralbahn.
  • Güterverkehr: BLS Cargo, DB Cargo, RailCare, SBB Cargo, SBB Cargo International, Sersa, TR, TX Logistik, WRS.
  • Infrastruktur: BLS Netz, HBS, SBB, SOB.

Die Quartalsreportings früherer Jahre (seit 2014) sind im LITRA-Datenportal unter dem Thema Mobilität dargestellt.

(Vorschaubild: © Rhätische Bahn)